Rezension: Perish – The Decline (Supreme Chaos Records 2022)

Erst im letzten Jahr ist die Formation Perish entstanden und nun ist das erste Album bereits erschienen. Das knapp 50 minütige Werk hört auf den Namen „The Decline“ und bietet musikalisch eine Mischung aus melodischem BM und Death Metal. Wem Bands wie Sacramentum oder Dissection gefallen, sollte sich das Debüt der Band aus Münster mal zu Gemüte führen. „The Decline“ ist in sämtlichen Formaten über Supreme Chaos Records erschienen und überlässt dem Käufer die Wahl für welches Format man sich letztendlich entscheidet. Das Artwork finde ich sehr gelungen, ist es weniger opulent sondern überzeugt durch seine Schlichtheit.

Musikalisch zeigt die Band direkt von Anfang an , wo ihre Wurzeln liegen, nämlich im melodischen Death Metal schwedischer Prägung. Die Münsteraner setzen jedoch auf eine Kombination von melodischen DM und BM Elementen, weshalb das Album zu einem imposanten Gesamtwerk wird. Die 6 Songs sind in ihrer Struktur sehr dynamisch und bieten sehr präzise Tempowechsel. Wer mit schon bereits genannten Bands etwas anfangen kann, dürfte auch bei Perish und ihrem Debütalbum“The Decline“ seine Freude haben. Die Stücke meist im mittleren Tempo angesiedelt, prägen sich sehr schnell ein. Die Produktion ist sehr druckvoll ausgefallen, was durchaus zu begrüßen ist, denn so hebt sich das Album doch vom Einheitsbrei ab. Liest man die Trackliste bevor man ein Ohr in „The Decline“ riskiert hat, könnte man glatt meinen, dass das Album eher im DSBM verhaftet ist, dies kann aber bereits nach wenigen Augenblicken musikalisch widerlegt werden. Die Songs sind einfach in ihrem Aufbau und dennoch versprühen sie Dynamik und Entschlossenheit. Mein persönlicher Anspieltipp des Albums ist gleich der erste Song „Joyless“, welcher sehr gut das komplette Album widerspiegelt. Die Band hat mit „The Decline“ einen ersten Grundstein gelegt und die Band sollte man zukünftig im Auge behalten.

Fazit: Perish überraschen mit ihren Debüt „The Decline“ sowohl spielerisch als auch aus atmosphärischer Sicht. „The Decline“ ist eine starke Kombination von Death Metal und BM und macht jetzt schon List auf mehr. Klare Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Joyless
  2. Relentless
  3. Soulless
  4. Sleepless
  5. Breathless
  6. Hopeless

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

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Rezension: Vindalf – Ancient Spell of Darkness (Eigenproduktion 2022)

Vindalf ist eine weitere BM Bands aus Südamerika, welche die letzten Monate, einige Veröffentlichungen herausgebracht und dennoch hierzulande noch nicht allzu bekannt sein dürfte. Vindalf stammt aus Chile und orientiert sich musikalisch am rauen und melodischen BM. „Ancient Spell of Darkness“ ist nun mehr das dritte Album, welche in Eigenregie veröffentlicht wurde. Insgesamt umfasst das Werk 12 Songs, welche eine Spieldauer von knapp 52 Minuten erreichen. Das Album ist bisher leider nur digital erhältlich.

„Ancient Spell of Darkness“ ist ein Album, welches den Hörer innerhalb weniger Augenblicke sofort in seinen Bann zieht. Die Stücke sind sehr dynamisch und werden immer wieder mit Keyboards musikalisch umrandet. Ich finde es schon beeindruckend wie Count Vindalf hier zu werke geht. Er selbst umschreibt seinen Musikstil als „Dark Medieval Black Metal“ was allerdings auch sehr zutreffend ist. Hin und wieder erinnert der Stil an alte Satyricon, ohne jedoch diese einfach zu kopieren. Sägender Gitarrensound und krächzende und heisere Vocals wissen einfach zu gefallen, erzeugen sie doch diese Déjà Vu, das das Album vertraut klingen lässt. „Ancient Spell of Darkness“ ist ein starkes Gesamtwerk, weshalb auf einen persönlichen Anspieltipp gerne verzichtet werden kann. Ich gehe mal davon aus, dass sich ein Label finden wird, um die Veröffentlichungen des Chilen als CD oder LP Version zu veröffentlichen, denn so wird die Musik auch einer breiteren Masse zugänglich.

Fazit: Die chilenische BM Formation Vindalf liefern mit ihren dritten Album eine starke Veröffentlichung ab, die spielerisch und musikalisch punkten kann. Leider gibt es die Veröffentlichung bisher nur digital, aber das muss ja so nicht bleiben. Kaufempfehlung von mir.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Ancient Spell of Darkness
  2. The Sacred Dragon
  3. Cirith Gorgor
  4. Bilskirnir
  5. Carcharoth
  6. Absolutist Contemplation of Darkness
  7. Triumvirate Of Sacraments
  8. The Forgotten Path
  9. Winter
  10. Unholy Souls of Wind and Mist
  11. Vampiric Blood
  12. XII Altertümlich-geisterhafter ritus

Band:

https://vindalfbm.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Northmoon veröffentlichen Ende August ihr Debütalbum „Shadowlord“

Northmoon: Debut album „Shadowlord – My soft vision in blood“

„Jagdpanzer 666“ single: https://youtu.be/rkVox6fzDZE

Preorder –
NP-Store: https://shop.naturmacht.com/northmoon-merch
Bandcamp: https://naturmachtproductions.bandcamp.com/album/shadowlord-my-soft-vision-in-blood

Release: 26.08.2022 (26th August)
Merch: CD, 6-Panel DigiPak & limited A5-DigiPak with booklet

Northmoon was created by Dodamon in November 2021 to honour the Austrian Black Metal scene from the 90ies.
DM and Knecht Ruprecht joined the unholy bastion to crush goodness and its worshippers. The album „Shadowlord – My soft vision in blood“
is dedicated to Satan himself and to all evil and negativity in this world.

Freezing old school eruptions and atmospheric icestorms are combined to a sinister unity of unique satanic Black Metal.
Be aware of the Northmoon-Panzer!!

Quelle:Naturmacht Productions 2022

Rezension: Wampyric Rites – The Wolves Howl to the Moon (Signal Rex 2022)

Wampyric Rites dürften auch hierzulande bereits einige Fans gewonnen haben, denn die Band, welche aus Ecuador stammt, hat bereits eine Vielzahl von Veröffentlichungen getätigt, doch erst ein Album ist dabei herausgekommen. Das ändert sich nun denn mit „The Wolves Howl to the Moon“ ist nun das zweite Album erschienen. Musikalisch setzt die Band ihren eingeschlagenen Weg fort und präsentiert rauen und dennoch sehr melodischen BM nordischer Machart. Das Album umfasst insgesamt 5 Songs mit einer Spieldauer von etwas mehr als 35 Minuten. „The Wolves Howl to the Moon“ erscheint übrigens sowohl als CD als auch als Tape Version. Das Artwork finde ich sehr gelungen schön in schwarzweiß gehalten.

Den musikalischen Werdegang der Band verfolge ich bereits seit einiger Zeit und mir persönlich gefällt die Art wie die Band BM spielt. Rau aber dennoch melodisch zelebriert die Band BM und das auf diese typische Art der südamerikanischen Bands ungeschliffen, sehr traditionalistisch und mit jeder Menge Herzblut. Die Stücke erinnern vom Klang an BM der 90ziger, manchmal glaube ich die Zeit ist in Südamerika, wenn es um BM geht, stehen geblieben. Die Stücke sind sehr dynamisch und die klirrenden Gitarren in Kombination mit den heiseren und krächzenden Vocals wissen einfach zugefallen. Wem eine Hochglanzproduktion nicht zusagt, sollte bei Wampyric Rites ruhig mal reinhören, denn über die gesamten Veröffentlichungen hinweg, hat die Band nicht vergessen was BM eben ausmacht. Frag man mich nach einem Anspieltipp muss ich darauf verweisen, dass das Album ein starkes Gesamtwerk ist, bei dem es auch nicht wirklich was zu meckern gibt. Dank geht auch an die Menschen hinter Signal Rex, welches das Album einem breiterem Publikum zugänglich machen.

Fazit: Wampyric Rites haben mit ihrem zweiten Album „The Wolves Howl to the Moon“ eine sehr starke Veröffentlichung herausgebracht, die raue und melodischen BM verbindet und zu einem stimmigen Gesamtwerk macht. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. The Ancient Tyrant Returns from the Deep Grave
  2. Rites Under the Fullmoon
  3. Amidst the Fog of Eternity
  4. The Wolves Howl to the Moon
  5. Captive in a Desolate Castle

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

ZappenDuster Open Sputnikhalle/ Innenhof in Münster 6. 8. 2022

Nun also war es soweit und die erste Ausgabe des ZappenDuster Open Airs in Münster konnte über Bühne gehen. Mit der Sputnikhalle bzw. dem Innenhof haben die Veranstalter von Black Silence Productions eine sehr passende Location gefunden. Eine Open Air Veranstaltung an einem August Wochenende durchzuführen, birgt immer die Gefahr, dass nicht genügend Menschen kommen, aber dem haben sich die Veranstalter mit einem starken Bandlineup entgegen gestellt und haben mit Saor, UADA und Panzerfaust und etwas weniger bekanntere Bands verpflichten können. Insgesamt also umfasste das Lineup 7 Bands: 3 aus den Niederlanden und je eine Band aus Deutschland, Schottland, Kanada und den USA.

Kurz nach 14:30 ging es dann los und die erste Band aus den Niederlanden betrat die Bühne. Wesenwille spielen sehr progressiven BM mit sehr dissonantem Gitarrensound. Sollte man sich mal anhören, mir persönlich gefällt diese Form des BM‘s außerordentlich gut. Die Band versammelte bereits zu diesen frühen Zeitpunkt sehr viele Menschen vor der Bühne. Die Mischung aus dissonanten und hypnotischen Riffing sorgte für eine intensive Atmosphäre und die zahlreichen Holländer im Publikum feierten ihre Landsmänner auf der Bühne. Starke Auftritt und nach dem Auftritt ich hab mir die beiden Alben zugelegt.

Die zweite Band waren wieder Niederländern. Verwoet stammen aus Utrecht und orientieren sich musikalisch am progressiven BM mit einem ordentlichen Doom Einschlag. Musikalisch klingt das auf CD sehr gut, nur live möchte die Band meiner nach nicht diese intensive Atmosphäre entfachen. Verwoet hatten beim Auftritt mit dem Sound zu kämpfen und zahlreiche Fans traten den Weg in Richtung Bierstand an. Ziemlich angefressen verließen die Niederländer wenig später die Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause enterte die dritte niederländische Band die Bühne. Laster lieferten mit ihrem avantgardistischen und progressiven BM eine für mich sehr skurrile musikalische Mischung ab, mit der ich mich anfangs doch sehr schwer tat. Der Sound war druckvoll und auch die Bühnenshow (die Musiker traten in Masken auf) wusste zu gefallen. Das Publikum wohnte zahlreich dem Auftritt bei. Laster ist für mich eine Band, die mir trotz der Bedenken zu Anfang, dennoch sehr positiv in Erinnerung bleibt.

Firtan waren als Nächstes an der Reihe sich dem Publikum zu zeigen. Firtan konnten das Publikum auch innerhalb weniger Augenblicke begeistern.Die Baden-Württemberger präsentierten, wie bereits angekündigt neue Songs, vom Ende September erscheinenden Album „Marter“, die aber schon mal ein starkes Album erwarten lassen. Firtan spielten einen musikalischen Querschnitt durch ihre Bandhistorie und das quittierten die Menge vor der Bühne mit viel Anerkennung und Applaus. Firtan merkte man ihre Routine an, die Bühnenshow passte genauso wie die Auswahl der Songs. Nach einem viel zu kurzen Auftritt, jedenfalls für mich, verließ die Band unter starkem Beifall die Bühne.

Nach einer sehr lange Umbauphase konnte endlich die kanadische Dampfwalze Panzerfaust mit ihrem Set beginnen. Die Kanadier legen auch gleich los wie die Feuerwehr und walzten sich alles in ihren Weg stellende einfach platt. Was für ein brachialer Sound lieferte die Band ab. Gerade die Songs des neuen Albums entfalten ihre Boshaftigkeit und Brachialität live nochmals mehr, als nur auf CD. Die Jungs zeigen nebenher auch eine grandiose Bühnenshow und wirken so alles andere als statisch oder demotiviert. Der Sound war mächtig und die Band konnte die Meute vor der Bühne begeistern. Panzerfaust sind schon seit einigen Wochen zusammen mit UADA auf Tour und dennoch wirkte die Band nicht müde sondern zeigt sich weiterhin hungrig. Der Auftritt war für mich jedoch viel zu schnell vor und die Kanadier hinterließen eine geplättete Meute. Panzerfaust war für mich die beste Bands des Abends, aber ganz dicht gefolgt von UADA und Saor.

Nach nun mehr 5 Bands machten sich bereits einige Ausfallerscheinungen beim Publikum bemerkbar, denn viel Sonne und Alkohol tun ihr Übriges. UADA und Saor sollten noch kommen, weshalb es beim Publikum galt die letzen Kraftreserven zu mobilisieren.

UADA enterten dann auch die Bühne und legten einen imposanten Auftritt hin. Schnell hatte die Band das Publikum in der Hand. Wie bei der Band gewohnt, stehen die Gitarren im Vordergrund und die Gitarren erzeugen eine Wand, die intensiver nicht hätte sein können. Die Stücke kommen live richtig gut rüber und die Fans vor der Bühne schütteln ihre Matte im Rhythmus der Songs. Die Musiker, in schwarze Kutten gehüllt, lieferten eine starke Performance ab. Die Amerikaner lockten die meisten Menschen vor die Bühne und überall zeigte sich Begeisterung in den Augen des Publikums. UADA lieferte routiniert ab und hatte für mich den besten Sound des Abends. Ich verneige mich vor der Band nach einem Auftritt, an den meine Erwartungen mehr als nur übertroffen wurden.

Der Abend war nun bereits fortgeschritten und die Nacht brach über Münster herein und die schottische Formation Saor sollte als Headliner das ZappenDuster Open beschließen. Um kurz nach 22 Uhr war es dann soweit und die Schotten betraten die Bühne. Saor spielten ein Set das den Schwerpunkt auf das gerade erst erschienene Album „Origins“ legte und von Stücken der vorherigen Veröffentlichungen umrandet wurde. Live entfalten die dynamischen und sehr vielfältigen Stücke eine unheimlich intensive Atmosphäre. Die Mischung von BM und folkloristischen Elementen passte einfach und das Publikum quittierte dies mit Headbangen. Frontmann Andy fungierte zwischenzeitlich immer wieder als Unterhaltungskünstler, der das Publikum seinen Ansagen unterhielt und animierte. Überhaupt zeigte die Band sich in bester Spiellaune und wirkte alles andere als Statist. Saor sollte man mal live gesehen haben, denn musikalisch als spielerisch gehören die Schotten zu den besten Liveacts. Nach der geforderten Zugabe verließ die Band unter großen Beifall die Bühne und die erste Ausgabe des ZappenDuster Open Airs war Geschichte.

Fazit: Die erste Auflage des ZappenDuster Open Airs war ein voller Erfolg, welche die Hoffnung schürt, dass dieses Event in den nächsten Jahren wiederholt wird. Die Bandauswahl hat für mich gepasst und es war für Jeden musikalisch etwas dabei. Dank geht an das Team von Black Silence Productions, allen beteiligten Bands und an meine zukünftige Frau, welche ihr erstes BM Festival erlebt hat.

@Mjölnir/ Seelenfeuer 2022

Fotos @Mjöllnir und Black Silence Productions

Rezension: Lost Shade – Feinde des Glaubens (Wolfmond Production 2022)

Die baden-württembergische Viking BM Formation dürfte vielen von Euch bereits ein Begriff sein, entstand die Band doch bereits 1999. Seit den Anfangstagen sind 3 Alben erschienen und nun wird mit „Feinde des Glaubens“ das nun mehr vierte Album erscheinen. Musikalisch zeigt die Band sich nach all den Jahren weiter sehr kämpferisch und zelebriert ihren melodischen aber vorwiegend rauen BM. Erscheinen wird das Werk über Wolfmond Production als limitierte CD Version mit einem 12 seitigen Booklet. „Feinde des Glaubens“ umfasst insgesamt 10 Songs mit einer Spieldauer von fast 50 Minuten.

Fünf Jahre nach dem letzten Album „Hegau“ setzen die Wikinger vom Stamm Lost Shade erneut die Segel und haben ihr neues Album „Feinde des Glaubens“ an Bord. Musikalisch hat sich nicht allzu viel geändert, die Songs sind weiterhin eine Mischung von melodischem und sehr rauen BM. Die Stücke fallen gegenüber den vorherigen Veröffentlichungen dynamischer aus. Die Produktion drückt mächtig und weiß so ordentlich Eindruck zu schinden. „Feinde des Glaubens“ verbindet raue und ungestüme Passagen mit spielerisch starken Gitarrenriffs. Die Vocals heißer und krächzend, setzen dem Album ihren Stempel auf. Die Stücke gehen dabei gut ins Ohr und es fällt mir schwer einen einzelnen Song hervorzuheben, weshalb ich es damit belasse und nur empfehlen kann das Album als Gesamtwerk zu betrachten. Wer Viking BM mit Bathory Einflüssen mag, sollte sich „Feinde des Glaubens“ in seine Sammlung stellen. Nach knapp 5 Jahren Wartezeit melden sich Lost Shade mit ihren neuen Album eindrucksvoll zurück.

Fazit: Lost Shade zeigen mit ihrem neuesten Werk „Feinde des Glaubens“, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Das Album ist rau und ungestüm, aber bisweilen auch episch. Klare Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Verlorener Schatten
  2. Gottestöter
  3. Mit aller Gewalt
  4. Hexentanz
  5. Leichenmarsch
  6. Der Tag danach
  7. Ewige Vergeltung
  8. Düstere Ernte
  9. Kriegstreiber
  10. Feinde des Glaubens

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Grima – Frostbitten (Naturmacht Productions 2022)

Grima haben gerade erst ihre erste Europatournee beendet und schon steht die Veröffentlichung ihres mittlerweile 5. Albums an. Das Album hört auf den „Frostbitten“ und erscheint als CD Version und später im Jahr noch als Vinyl Fassung. Musikalisch ist „Frostbitten“ nochmals eine deutliche Steigerung zu den Vorgängeralben. Melodischer und sehr atmosphärischer BM bestimmt weiterhin das Geschehen. Insgesamt weißt das Album 7 Stücke auf und die Spieldauer knackt die 48 Minuten Marke. Das imposante Artwork kann durchaus Akzente setzen.

Die Europatournee verliert für die Band sehr erfolgreich und endlich konnten die Russen ihr musikalisch Können auch auf der Bühne zeigen, doch nun ist es Zeit mit „Frostbitten“ ein weiteres musikalisches Highlight zu veröffentlichen. Einige wenige Augenblicke genügen und man merkt sofort, dass die Songs noch mehr an Dynamik zu gelegt haben und manchmal durch ihre unvorhersehbaren Momente überraschen, was ich als durchaus positiv empfinde. Kein Stücke gleicht dem anderen, alle variieren in Bezug auf das Tempo oder die Atmosphäre. Die vorherigen Alben waren manchmal etwas zu komplex oder zu sperrig für mich, doch „Frostbitten“ hol mich bereits innerhalb kürzester Zeit ab. Starker Gitarrensond und eine beeindruckende Atmosphäre, was will man als Hörer mehr, zumal die Produktion und auch das Artwork „Frostbitten“ zu einem Gesamtwerk machen. „Winter Morning Tower“ ist ein bärenstarker Song, welcher die Ungeschliffenheit der Russen perfekt mit einer intensiven Atmosphäre kombiniert. „Hunger God“ wiederum ist ein richtig schöner oldschool Song mit klirrend kalten Riffs und markerschütternden Vocals. Wer die vorherigen Veröffentlichungen kennt, wird keine allzu großen Veränderungen feststellen.

Fazit: Grima zeigen erneut, wem der Thron im atmosphärischen BM gebührt. „Frostbitten“ gehört in jede ordentliche Sammlung. Spielerisch und atmosphärisch einfach nur begeisternd!! Pflichtkauf!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Gloomy Heart of the Coldest Land
  2. Giant’s Eternal Sleep
  3. Into the Twilight
  4. Hunger God
  5. Moonspell and Grief
  6. Winter Morning Tower
  7. Mana

Bewertung: 6/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Panzerfaust – The Suns of Perdition Chapter III: The Astral Drain (Eisenwald 2022)

Nach einer langen Wartezeit erreicht mich nun das neueste Album der kanadischen BMler um Panzerfaust. „The Suns of Perdition Chapter III: The Astral Drain“ setzt den auf den vorherigen beiden Alben eingeschlagenen Weg musikalisch als auch lyrisch fort. Alle drei Alben gehören zusammen, wie unschwer am Namen zu erkennen ist. Musikalisch orientieren sich die Kanadier am progressiven und okkulten BM, bei dem die Gitarren im Vordergrund stehen. Das Album ist als digitale Version und sowohl als Vinyl und CD Version erschienen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den musikalischen Werdegang der Kanadier seit derem EP aus dem Jahre 2016 nicht mehr wirklich weiter verfolgt habe, was ich nun aber nachholen werde. Widmen wir uns nun dem neuen Album „The Suns of Perdition Chapter III: The Astral Drain“, welches erst vor wenigen Tagen erschienen ist. Musikalisch kann großes Kino, den die Musiker hauchen ihren Stücken eine sehr imposante Atmosphäre ein. Spielerisch braucht man keine allzu viele Worte mehr zu verlieren, da die Band ihr Handwerk versteht und die bisherigen Veröffentlichungen alle samt überzeugen konnten. Meist bewegt sich das Album im mittleren Tempobereich, beeindruckend jedoch finde ich die Momente in dem das Tempo bis fast zum Stillstand gedrosselt wird. Die Songs setzen sich dabei tief im Bewusstsein fest. Wer MGLA oder ähnliche Bands mag sollte sich Panzerfaust anhören, beide Bands entfachen durch ihren Gitarrensound, eine unheimlich dichte Atmosphäre, wobei die Kanadier bisweilen progressiver zu Werke gehen und ihren Songs so noch mehr Dynamik verleihen. Ich verzichte gerne auf einen Anspieltipp und ich lege jedem ans Herz das ganze Album anzuhören, denn nur so entfacht „The Suns of Perdition Chapter III: The Astral Drain“ sein ganzes Potenzial.

Fazit: Der kanadischen BM Formation Panzerfaust ist es gelungen mit „The Suns of Perdition Chapter III: The Astral Drain“ ein Gesamtwerk zu schaffen, das mit einer intensiven und dichten Atmosphäre ausgestattet ist und spielerisch Akzente setzen kann. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Death-Drive Projections
  2. The Fear (Interlude)
  3. B22: The Hive and the Hole
  4. The Pain (Interlude)
  5. Bonfire of the Insanities
  6. The Fury (Interlude)
  7. The Far Bank at the River Styx
  8. Enantiodromia (Interlude)
  9. Tabula Rasa

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Cendres De Haine – Lemegeion Clavicula Salomonis Tome II (Schattenkult Produktionen / Schierling Klangkunst 2022)

Die eidgenössische Formation Cendres de Haine ist alles andere als unbekannt, hat das musikalische Duo doch bereits 3 Alben veröffentlicht, bevor mit „Lemegeion Clavicula Salomonis Tome II“ nun das 4. Album das Licht der Welt erblickte. Wer die vorherigen Veröffentlichungen kennt, weiß was in erwartet nämlich rauer und hypnotischer BM. Das Album umfasst insgesamt 6 Songs mit einer Spieldauer von etwas mehr als 36 Minuten. Schattenkult Produktionen veröffentlicht das Werk als CD Version, während Schierling Klangkunst für die Tape Version verantwortlich ist.

Musikalisch zeigen sich die beiden Schweitzer (Malphas und Pruflas) rau und ungestüm und dennoch gehen die Songs recht gut ins Ohr. Hypnotischer Gitarrensound und markerschütternde Vocals lassen das 90ziger Feeling sofort wieder in den Vordergrund rücken. Die Drums klingen sehr gut und in den meist schnellen Passagen, kommen die nie aus dem Takt. Wer alte Gorgoroth kennt weiß, was ihn erwartet, BM der ohne großen Schnickschnack auskommt und dennoch diese ganz bestimmte Atmosphäre versprüht. Während dem Anhören bekomme ich die gleiche Gänsehaut, wie ich sie in den 90zigern, bekommen habe, wenn ich mir solche Werke zu Gemüte führe. Die Songs sind auf jeden Fall nicht überladen und wirken so authentisch. Einen persönlichen Favoriten möchte ich jetzt nicht benennen, den zu stark hat mich das Album in seinen Bann gezogen. „Lemegeion Clavicula Salomonis Tome II“ ist glücklicherweise sowohl als CD Version (Schattenkult Produktionen), als auch als Tape Version (Schierling Klangkunst) erhältlich, es bleibt Jedem also selbst überlassen, welche Version er sich zulegt. Die Tape Version, welche mir vorliegt, finde ich sehr gelungen.

Fazit: Cendres de Haine liefern mit ihren neuen Album „Lemegeion Clavicula Salomonis Tome II“ ihr bislang stärkstes Album ab. Rau, ungestüm und authentisch zeigen die beiden Eidgenossen wie BM klingen sollte. Unbedingte Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Chapitre 7
  2. Chapitre 8
  3. Chapitre 9
  4. Chapitre 10
  5. Chapitre 11
  6. Chapitre 12

Bewertung: 5,5/6

Band:

https://cendresdehaine.bandcamp.vom

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Nether – Between Shades and Shadows (At Gates Records & Schattenpfade 2020/ 2022)

Belgien und BM passt schon immer gut zusammen, immerhin hat das kleine Land einigen BM Perlen zu bieten. Eine noch unbekanntere Band dürfte Nether sein, welche ihr Debütalbum „Between Shades and Shadows“ bereits Ende 2020 veröffentlicht haben, nun ist es über Schattenpfade offiziell auf Vinyl erschienen, zuvor war es nur digital und als CD Version erhältlich. Musikalisch sind die Belgier im rasenden BM beheimatet. Wer auf BM in rasenden Tempobereich steht, sollte „Between Shades and Shadows“ mal antesten. Die Vinyl Fassung unterscheidet sich nicht von der CD Version in Sachen Optik, allerdings dürften Vinyl Liebhaber doch zur Version aus dem schwarzen Gold greifen.

Musikalisch zeigen die 4 Belgier von Anfang an keine Gnade in Sachen Tempo, denn nur sehr selten findet man die Bremse, dafür tritt man lieber das Gaspedal noch einen Ticken weiter durch. Die Produktion ist sehr mächtig ausgefallen, was aber auch nicht anders zu erwarten ist, da die Musiker alles andere als Newcomer sind. Die Stücke an sich zeigen sich vielseitig und trotz des meist hohen Tempo klingen sie nicht langweilig. Liebhaber des schwedischen BM‘s sollten sich mit der Band auseinandersetzen, denn „Between Shades and Shadows“ könnte problemlos aus Schweden stammen. Ich persönlich hatte die Band gar nicht wirklich auf dem Schirm und bin erst durch die Veröffentlichung der Vinyl Version durch Schattenpfade auf die Belgier aufmerksam geworden, aber nach ein paar Durchgängen, weiß das Album mich abzuholen. Rau, roh und ungestüm in seiner Art, wirkt es authentisch. Nach knapp 37 Minuten ist dann plötzlich Schluss und das Album endet, der Hörer bleibt mit klingenden Ohren zurück. Kleiner negativer Kritikpunk, die Stücke klingen manchmal einwenig zu monoton, aber Potenzial ist vorhanden um den Songs auf kommenden Veröffentlichungen mehr Seele zu verleihen. Wer die CD Version noch nicht sein Eigen nennt, sollte sich die Vinyl Version zulegen, denn Schattenpfade haben ihr noch einige Goodies beigelegt, weshalb sich das ERten auf die LP definitiv gelohnt hat!

Fazit: Nether sollten Freunde des rasenden und schnellen BM‘s auf ihre Agenda setzen, denn die Belgier wissen auf ihren Debütalbum Akzente zu setzen, dennoch bleibt noch viel Luft nach oben.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. The Hand of the Unspoken
  2. Mouths Sealed Clenched Fists
  3. Abandon
  4. To the Shores
  5. Humanity’s Crescendo
  6. The Blood Is Gone
  7. The Oathbreakers
  8. So All Adore Me

Bewertung: 5/6

PS: Rezension deshalb, weil am 1.7. 2022 das Album auf Vinyl über Schattenpfade erschienen ist

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Brahdr’uhz/ Indre Mørke Gemeinschaftstonträger „Hymns of Hatred & Darkness (Schierling Klangkunst/ Astral Nightmare Productions 2022)

Gemeinschaftstonträger finde ich persönlich immer eine feine Sache, bietet er mancher eher unbekannten Formation doch die Möglichkeit sich einer größeren Hörerschaft zu präsentieren. „Hymns of Hatred & Darkness“ ist mal wieder ein Split, der es musikalisch in sich hat, bietet er doch mit Brahdr’uhz, eine schon recht bekannte Band und mit Indre Mörke eine bislang wenig in Erscheinung getretene Band, Musikalisch bieten beide Bands rauen und ungeschliffen BM. Beide Bands steuern je 4 Stücke zur Veröffentlichung bei. Erscheinen wird der Gemeinschaftstonträger in Zusammenarbeit mit Schierling Klangkunst und Astral Nightmare Productions sowohl digital als auch die CD Version.

Den Auftakt des Split bestreitet die helvetische BM Formation Brahdr’uhz, welche schon seit einigen Jahren ihr Unwesen, nicht nur in der Schweiz treibt und bereits auf eine Vielzahl von Veröffentlichungen zurückblicken kann. Sehr roh und sehr ungeschliffen geht die Band auch weiterhin zu Werke und diese Beständigkeit weiß eben Akzente zusetzen. Der Split bietet nun 4 neue Songs, die sehr dynamische Strukturen bieten und feine Nuancen aufweisen, die es zu entdecken gilt. Ich persönlich mag die groovenden Passagen wie z.B. im ersten Song „JMBDLCDTC“, die doch sehr an Darkthrone erinneren. Markant sind definitiv die Vocals, die markerschütternd aus den Boxen tönen. Wer die vorherigen Veröffentlichungen der Eidgenossen kennt, kann bedenkenlos zugreifen, denn unangenehme Überraschungen bleiben Dank der eidgenössischen Beständigkeit aus.

Den Abschluss bestreiten die französisch- deutsche BM Formation Indre Mörke, welche mit „ Hymns of Hatred & Darkness“ bereits ihren zweiten Splitbeitrag innerhalb kürzester Zeit abliefern. Musikalisch unterscheiden sie sich nicht allzu sehr von den Eidgenossen, denn auch Indre Mörke spielen rohen und ungeschliffen BM. Die vier vorliegenden Stücke gehen sehr gut ins Ohr und wecken das Verlangen nach weiteren Songs. Zukünftig dürfte von der Band weitere Veröffentlichungen zu erwarten. Die Songs versprühen jede Menge an Authentizität, Schwärze und Boshaftigkeit. Spielerisch starke Gitarrenriffs wissen zu überzeugen. Die Musiker hinter der Band haben ein Gespür für hypnotisches Riffing und für eine intensive Atmosphäre. Indre Mörke sollte man im Auge behalten, denn die beiden Musiker haben innerhalb kürzester Zeit einige Veröffentlichungen raus gehauen, fehlt also noch ein komplettes Album.

Fazit: Auf dem Gemeinschaftstonträger „Hymns of Hatred & Darkness“ haben sich mit Brahdr’uhz und Indre Mörke zwei Vertreter des rohen und ungeschliffen BM‘s zu einem starken Gesamtwerk vereint. Spielerisch zeigen beide Bands, dass Veröffentlichungen auch heute noch den Geist der 90ziger Jahre aufweisen können und auf Schnickschnack verzichten können.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Brahdr’uhz – JMBDLCDTC
  2. Brahdr’uhz – LFDTFDP
  3. Brahdr’uhz – NSMIM
  4. Brahdr’uhz – JSACTM
  5. Indre Mørke – Errance
  6. Indre Mørke – Déchéance
  7. Indre Mørke – La Fin d’un Règne
  8. Indre Mørke – Abysses de Solitude

Bewertung: -/-

Label:

https://m.facebook.com/SchierlingKlangkunst/

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Nahtrunar – Wolfsstunde (Altare Productions 2022)

Die österreichische BM Formation Nahtrunar treibt bereits seit einigen Jahren ihr Unwesen in der Alpenrepublik, aber auch hierzulande dürfte die Band bereits bekannt sein. Blickt man auf die Bandhistorie zurück, kann die Band auf 3 Alben und einige andere Veröffentlichungen zurückschauen. „Wolfsstunde“ ist nun das vierte Album, welches den bisher eingeschlagenen Weg fortsetzt. Atmosphärischer BM bestimmt das Geschehen. Das Album umfasst insgesamt 6 Songs mit einer Spieldauer von knapp 46 Minuten. Altare Productions spendiert dem Album neben der CD Version auch eine Vinyl Version, was gerade Vinyl Junkies freuen dürfte.

Musikalisch bestimmt wie bereits erwähnt atmosphärischer BM das Geschehen. Die Stücke sind sehr dynamisch in ihrem Aufbau. Die Produktion drückt mit aller Macht aus den Boxen und dennoch ist die Produktion weit entfernt von einer Hochglanzproduktion. Raue und ungestüme Passagen treffen auf sehr melodische Teile und runden „Wolfsstunde“ ab. Der Titeltrack „Wolfsstunde“ als auch „Neun Weihenächte“ entfachen eine intensive Atmosphäre und bieten viele Nuancen, welche zum Verweilen einladen. Mich persönlich holen die Stücke noch mehr ab, als bei den vorherigen Veröffentlichungen, insgesamt klingen sie noch etwas runder und wirken abgerundeter. Wem atmosphärischer BM zusagt oder wer die vorherigen Werke kennt kann bzw. sollte bei „Wolfsstunde“ zu schlagen. Wirkliche Schwächen finden sich keine und Nahrunar lassen für mich auch keine Zweifel aufkommen, dass „Wolfsstunde“ zu den stärksten Veröffentlichungen dieses Jahres zählen wird. Viel zu schnell Ende das Album und dabei wäre der Hörer noch gerne etwas länger in das Album abgetaucht, aber sei es drum.

Fazit: Die alpenländische Formation Nahtrunar setzt ihren eingeschlagenen Weg auch auf ihren vierten Album „Wolfsstunde“ weiter fort. „Wolfsstunde“ ist ein starkes und ausgewogenes Gesamtwerk, das durchaus zu den stärksten Veröffentlichungen dieses Jahres zählen wird. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Fund
  2. Odal I (Interludium)
  3. Wolfsstunde
  4. Neun Weihenächte
  5. Odal II (Interludium)
  6. Alte Heiligkeit

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Nunatakr – Demo I (Elderblood Productions 2022)

Nunatakr ist eine noch frische und neue BM Formation aus Sachsen – Anhalt. Einziger Protagonist ist Natt, welcher auch bei Froststarr aktiv ist. Musikalisch orientiert er sich am rauen BM und setzt dabei teilweise auf disharmonische Riffs. Die Demo bietet insgesamt 3 Stücke, welche eine Spieldauer von knapp 20 Minuten umfassen. Das Artwork in Schwarzweiß gehalten, passt sehr gut zum guten ersten Gesamteindruck. Die Veröffentlichung ist bisher nur als Tape und digital erhältlich.

Zufällig wurde mir die Demo von Nunatakr bei YouTube vorgeschlagen. Ein erstes kurzes Anhören genügt um zu Konstatieren, das Nunatakr richtig starken BM zelebrieren. Rauer BM mit teilweise sehr hypnotischen Riffs, erzeugt eine sehr intensive Atmosphäre. Die krächzenden Vocals passen sehr gut, verstärken sie doch die Atmosphäre zusätzlich. Wie bereits erwähnt befinden sich 3 Stücke auf der Demo und alle Drei bieten sehr viele Feinheiten und Nuancen, die es durchaus zu entdecken gilt. Das Tempo, der Stücke variiert sehr stark, was mir persönlich aber sehr gefällt, Natt versteht sein musikalisches Handwerk und lässt durch seine Demo aufhorchen. Wer solchen BM etwas abgewinnen kann, sollte sich das Tape in seine Sammlung stellen. Vielleicht nimmt auch ein größeres Label sich der Veröffentlichung an und veröffentlicht das Demo auch im CD Format. Elderblood Productions hat bisher nur die Tape Version realisiert, aber dennoch ist der Band ein starker Einstand gerückt.

Fazit: Die Ein-Mann-Formation Nunatakr liefert mit ihren ersten Lebenszeichen „Demo I“ eine sehr traditionelle und raue Veröffentlichung ab, welche bereits jetzt schon Lust auf mehr. Nunatakr richtet sich vornehmlich an BM Puristen. Traditioneller BM aus deutschen Landen ohne viel Schnickschnack.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Satan Leads Through Pain
  2. Chaos Is Unleashed
  3. I Lost My Faith in a Snow-covered Field Named Grief

Band:

https://nunatakr.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Othalan – Blood and Iron (Eigenproduktion 2022)

Othalan ist eine weitere USBM Band, die sich anschickt mit ihren rohen und ungeschliffen Sound, auf sich aufmerksam zu machen. „Blood and Iron“ ist nun das erste Album der Band, und musikalisch orientiert sich der einzigste Protagonist Tyrant an Bands wie Satanic Warmaster oder auch Judas Iscariot. Um es vorweg zunehmen, wer es schön roh mag, findet in „Blood and Iron“ genau das Richtige. Das Artwork sieht schon mal richtig oldschoolmässig aus. Die Eckdaten lesen sich ansonsten wie folgt: „Blood and Iron“ besteht aus 8 Stücken, welche es auf eine Spieldauer von etwas unter 30 Minuten bringen. Leider ist das Album bisher nur digital erhältlich.

Ohne allzu große Erwartungen lausche ich der Klänge, die mich bei dem Debüt von Othalan erwarten und ja die Band ist roh und ungestüm. Die Stücke sind dynamisch, wenn auch sehr einfach gehalten in ihrer Art. Die Schlichtheit und der Verzicht auf Schnickschnack wiederum finde ich sehr authentisch, denn wo viele Bands heutzutage auf eine Hochglanzproduktion setzen, belässt es Tyrant bei einer Undergroundproduktion. „Blood and Iron“ richtet sich an den BM Puristen und hat somit durchaus seine Daseinsberechtigung. Musikalisch macht Tyrant schon viel richtig und für ein erstes Album kann sich das knapp halbstündige Werk schon mal hören lassen, allerdings gibt es noch jede Menge Potenzial nach Oben. Der Strom an BM Underground Veröffentlichung aus den USA reißt nicht wirklich ab und Othalan gehört zur neuen Generation des USBM‘s, welche man ihm Auge behalten sollte. Mein persönlicher Tipp ist der letzte Song „Infernal Rock n Roll“ ein sehr geiler Song, bei dem der Titel schon mal Programm ist.

Fazit: Othalan ist eine recht frische Band in der USBM Szene, die mit ihrem ersten Album nicht viel falsch macht und mit ihrer Schlichtheit der Produktion punkten kann. BM Puristen können sich das Album gerne mal zu Gemüte führen.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Crashing Steel
  2. Steel Thyself
  3. Cry for War
  4. Für das Volk
  5. Blood and Iron
  6. Howl of the White Wolf
  7. Tears of a Fallen Empire
  8. Infernal Rock n Roll

Band:

https://othalankvlt.bandcamp.com/

Bewertung: 4,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Deinos Mastema – A Funeral Show (Huard Productions 2022)

Die letzen Tage hatte ich mit Etat Limite eine neue Band aus dem Umfeld des umtriebigem Franzosen Wintersieg besprochen, doch nun ist seit einigen Tagen auch das Abschlusskapitel seiner vorherigen Band Deimos Mastema erschienen. Abschlusskapitel deshalb, da Wintergeist beschossen hat die Band nicht mehr fortzuführen. Das Album trägt dann auch den Titel „A funeral Show“. Musikalisch ist das Werk typischer BM aus Frankreich wie man ihn kennt, rau und ungeschliffen, aber dennoch sehr atmosphärisch. Das Werk erscheint als CD Version und digital.

Deimos Mastema zeigt nun zum letzten Mal, welches Potenzial in dieser Band steckt. Ich persönlich finde es sehr schade, dass wohl nichts mehr Neues kommen wird, aber Wintersieg ist in zahlreichen anderen Bands aktiv, weshalb er der Szene auf jeden Fall erhalten bleibt. Die Stücke weisen eine sehr dynamische Struktur auf und die auf den Punkt gebrachten Tempowechsel wissen sehr gefallen. Wer die vorherigen Veröffentlichungen des Franzosen kennt, wird keine allzu großen Veränderungen bemerken, außer das die Stücke noch mehr Feinheiten aufweisen und eine noch druckvollere Produktion aufweist, Ein gutes Beispiel ist der vierte Song „Die, Master of Pain“ rau, zu Teilen auch progressiv, aber mit einer beeindruckenden Atmosphäre ausgestattet. Wintersieg versteht sein Handwerk und demonstriert das er alle Facetten des BM beherrscht. Mein persönlicher Favorit ist der fünfte Song „Colorless World“ schön doomig und düster. Sehr starker Song. Wintersieg offeriert seiner Band einen würdigen Abschluss und veröffentlicht mit „ A Funeral Show“ ein würdiges Geschenk an die BM Meute.

Fazit: „A funeral Show“ ist ein bärenstarkes Album, welches mit seiner ganzen musikalischen Vielfalt und einer atemberaubenden Atmosphäre, mächtig Eindruck schinden kann. Deimos Mastema zeigen ein letztes Mal welches Potenzial die Band hat.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Phoenix
  2. When Doves Hit the Ground
  3. A Funeral Show
  4. Die, Master of the Pain
  5. Colorless World
  6. The Forgotten Plain
  7. Paradise of the Fleshless
  8. The Abomination
  9. Ave

Bewertung: 6/6

Band:

https://deinosmastema.bandcamp.com/

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Etat Limite – L‘affrontement de l‘ intime (Huard Productions 2022)

Eine noch recht frische Band in der französischen BM Szene ist Etat Limite aus dem Osten Frankreichs. Bekanntester Protagonist ist Wintergeist, der noch in vielen anderen Bands aktiv ist bzw. war. „L‘affrontememt de l‘intime“ ist nun das erste Album der Band, die zuvor bisher nur eine Demo veröffentlicht hat. Musikalisch orientieren sich die Franzosen am rauen, aber dennoch atmosphärischen BM. Die Band an sich ist aber musikalisch nicht festgefahren, sondern ist auch offen für Einflüsse außerhalb des BM’s, was aber zum Album sehr gut passt wie ich finde. Eine fast einstündige Spieldauer und 9 Songs umfasst das Album und ist als limitierte CD Version und digital erhältlich.

Musikalisch zeigen die Franzosen schon mal direkt von Anfang an, dass mit ihnen zu rechnen ist, denn die Songs überzeugen durch ihre Dynamik und ihre Vielseitigkeit. Hin und wieder zeigt die Band sich auch sehr progressiv oder rockig, was aber darauf hin weißt, dass man eben nicht festgefahren ist, auch gerne offen für neue Einflüsse ist. Die Stücke bewegen sich meist im mittleren Tempo, hin und wieder jedoch erhöht man die Taktzahl, nur um wenige Augenblicke später wieder zurück ins ursprüngliche Tempo zu verfallen. Beeindruckend finde ich den Gitarrensound, zeigt er doch wie viel Potenzial in der Band steckt. Ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit der Franzosen ist der 6. Songs, „De paradis artificiels en enfers dysphoriques“, der für mich zu meinen persönlichen Favoriten zählt. Disharmonische Gitarrenriffs und eine starke Atmosphäre runden für mich den Song einfach ab. „L‘affrontement de l‘ intime“ ist ein Werk, welches Zeit braucht, flüchtiges Hören sorgt dafür, dass viele Feinheiten oder Nuancen im Verborgenen bleiben. Das Album gehört einfach in jede ordentliche Sammlung.

Fazit: Etat Limite machen mit ihrem Debütalbum „L’ affrontement de l’ intime“ auf sich aufmerksam. Das Album ist sehr vielseitig ausgefallen und bietet sehr viel Abwechslung. Die Franzosen haben ein Album geschaffen, das die Atmosphäre und Ungeschliffenheit des BM nahezu Perfekt rüberbringt.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. L’idée positive
  2. État limite
  3. Sortez les infirmières de mon monde
  4. Sous l’influence du chaos rampant
  5. L’homme sans visage
  6. De paradis artificiels en enfers dysphoriques
  7. Lame sœur
  8. L’affrontement de l’intime
  9. Le damné hanté

Band: https://etat-limite.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Transcending Rites – Worship of the Triumvirs (Transcendance 2022)

Transcending Rites ist ein musikalisch Projekt, welches letztes Jahr zwischen 2 Musikern aus Frankreich und Belgien entstanden ist. Beide Musiker sind auch in anderen BM Bands involviert bzw. waren es. „Worship of the Triumvirs“ ist nun bereits das 2. Album und ist hypnotischer BM mit sehr viel Atmosphäre. Wer Bands wie Darkspace, MGLA kennt weiß was ihn erwartet. „Worship of the Triumvirs“ besteht nur aus 3 Stücke, welche aber eine Spieldauer von knapp 45 Minuten umfassen. Die CD ist bereits seit einigen Über Transcendance erhältlich.

Musikalisch zeigen die beiden Musiker Déhà und Brouillard, das sie ihr Handwerk verstehen und lassen ihre Instrumente sprechen. Dynamische Gitarrenriffs und sehr gut platzierte Tempowechsel sorgen für eine dichte und intensive Atmosphäre. Die Stücke bieten dabei sehr viel Feinheiten und Nuancen, die sich erst nach und nach dem Hörer erschließen. Disharmonische Klänge wie im zweiten Song „Elevation“ erzeugen eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre, nur um kurze Zeit später in wieder in Raserei zu verfallen. Nur vereinzelt nimmt man das vorwiegend schnelle Tempo aus den Stücken, ein Kurzes Luft holen, bevor das Tempo wieder ansteigt. Die Produktion ist sehr druckvoll und selbst das Schlagzeug kommt zu keinen Zeitpunkt aus dem Takt. „Worship of the Triumvirs“ ist ein Konzeptalbum, weshalb ich auch gerne auf einen Anspieltipp verzichte, da die 3 Songs perfekt aufeinander abgestimmt sind. Wer BM mag, bei dem die Gitarren dominieren, kann bei „Worship of the Triumvirs“ bedenkenlos zu greifen. Beiden Musikern ist es gelungen ihr vorheriges Werk nochmals toppen zu können.

Fazit: Musikalisch wird mit „Transcending Rites“ zu rechnen sein, den die beiden Musiker verstehen ihr Handwerk und sorgen mit ihrem nun zweiten Album „ Worship of the Triumvirs“ für eine sehr dichte Atmosphäre. Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Initiation
  2. Elevation
  3. Infinitiv

Band:

https://transcendance-bm.bandcamp.com/album/transcending-rites-enthronement-of-the-third

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Interview mit Totensucht

Keltor, welcher bereits in einigen musikalischen Kapellen mitwirkte, ließ in all der Zeit seine Hauptband „Totensucht“ nie aus den Augen. Seit 2016 liefert er Album auf Album ab, weshalb es nun an der Zeit war bei Keltor für ein Interview anzufragen. Rausgekommen ist ein sehr ausführliches und sehr persönlich Interview, aber lest selbst.

Mjöllnir: Ich grüße Dich Keltor! Totensucht gibt es als Band bereits seit Anfang 2010. Die meisten Leser dürften die Gründungsgeschichte der Band nicht kennen, weshalb es an dir liegt, uns darüber in Kenntnis zu setzen. Was waren die musikalischen Vorbilder?


Keltor: Auch du seist gegrüßt! Wie du schon richtig erwähnt hast, beginnt die Geschichte von Totensucht 2010. Damals haben ich und ein guter Kumpel (Amarel) beschlossen, ein Black-Metal-Projekt zu starten. Ich war vorher und währenddessen hauptsächlich als Schlagzeuger mit Backing-Vocals bei zahlreichen anderen Bands tätig. Dazu später mehr. Bei diesem neuen Projekt wollte ich auch selber die Melodien und Texte schreiben, was ich vorher als Schlagzeuger nur sehr begrenzt getan habe.

Nach längerem Überlegen und Brainstorming hatten Amarel und ich uns auf den Namen „Totensucht“ geeinigt. Ich habe damals begonnen das erste Album zu schreiben. Dieses habe ich dann 2011 in meinem kleinen aber feinen Tonstudio aufgenommen. Amarel hat hierbei das Lied Gesellschaft=Tumor geschrieben (Text und Melodie) und einiges an Gitarre, Bass und Backing Vocals eingespielt bzw. eingesungen. Alle anderen Lieder habe ich geschrieben und auch größtenteils eingespielt und die Haupt-Vocals übernommen. Das ist so passiert, da wir hauptsächlich getrennt voneinander Musik geschrieben haben und selten zu zweit, da ich nur wirklich kreativ Musik schreiben konnte wenn ich allein war. Abgesehen davon konnten wir uns durch die Schichtarbeit sowieso nicht regelmäßig sehen. Ich habe mir damals selbst beigebracht Gitarre und Bass zu spielen. Schlagzeug gespielt habe ich zu dieser Zeit schon seit 10 Jahren an der Musikschule Rothenburg. Musikrichtungen wie Jazz, Blues, Pop, Rock und zahlreiche andere Genres gehörten zum regelmäßigen Unterricht.

Musikalisch war ich schon immer relativ breit aufgestellt, wobei ich zugeben muss, dass ich mich damals schon ziemlich dem Black Metal verschrieben habe. Bands die mich damals inspiriert haben waren z.B. Taake, Desaster, Heimdalls Wacht, Thy Wicked, Horna, Woods of Desolation, Grey Waters und viele weitere. Außerdem habe ich in meinen ganz jungen Jahren viel Punk Rock und Hardcore gehört, was ich niemals komplett aufgegeben habe. Ob man diese Bands in meiner Musik raushört kann ich selbst schwer beurteilen, kopieren wollte/ habe ich nie, sondern etwas Neues erschaffen!

Mjöllnir: 2010 ist Totensucht entstanden, allerdings hat es bis 2016 gedauert bis das erste Lebenszeichen „Black-Demonical-Accursed“ veröffentlicht wurde. Was waren die Gründe für den langen Zeitraum bis zum ersten Album?

Keltor: Nachdem das erste Album „Leitbild“ unter Eigenregie aufgenommen und abgemischt war, habe ich Bewerbungen an einige Underground Labels geschickt. Leider kamen da nur Absagen, oder gar keine Antwort zurück. Von da an habe ich ab und zu Lieder geschrieben und aufgenommen, ohne ein wirkliches Album/Konzept im Kopf zu haben. Jetzt kommt der große Gamechanger der alles verändert hat.

Ich bin im Juli 2014 mit zwei anderen Kumpels nach London (UK) ausgewandert. Damals hatte ich Amarel gefragt, ob ich den Namen „Totensucht“ behalten und von da an die Band als Soloprojekt weiterführen dürfe. Dieser willigte ein. Als ich mich nach ein paar Monaten gut eingelebt hatte, habe ich angefangen ein neues Album zu schreiben. Dieses Album war „Black-Demonical-Accursed“.

Das Album habe ich dann auch in London aufgenommen und mein Kumpel Michael Knoll von CrowRock-Entertainment, mit dem ich unter anderem ausgewandert bin und mit dem ich mir damals ein Zimmer in einer WG teilte, hat das Album, sowie alle darauffolgenden gemischt und gemastert. Mit diesem Album habe ich mich dann wieder bei einigen Labels beworben. Diesmal war das Feedback um einiges besser. Ich bekam die ein oder andere Zusage und hatte mich damals für Wolfmond- Production entschieden. 2016 wurde „Black-Demonical-Accursed“ dann released.

Mjöllnir: Seit 2016 ging es auf einmal Schlag auf Schlag und erst vor Kurzem ist dein 6. Album „Trimurti“ über Wolfmond Production erschienen. Wie ist es zur Zusammenarbeit mit dem Label gekommen?

Keltor: Die Frage habe ich ja eigentlich mit meiner vorherigen Antwort schon beantwortet. Ein paar Monate nach dem Release von „Black-Demonical-Accursed“ habe ich Daniel von Wolfmond dann von meinem ersten Album „Leitbild“ und der Ansammlung von Liedern, welche ich zwischen 2012 und 2014 geschrieben hatte, erzählt. Dieser war gleich bereit diese Werke auch zu veröffentlichen. Da die Lieder nach „Leitbild“ unterschiedliche Sound-Qualitäten hatten und mehr oder weniger zusammenhangslos geschrieben wurden, habe ich mich dazu entschlossen diese zusammenzufassen und unter dem Namen „Teufelswerk – Compilation of Confusion“ zu einem Album zusammenzufügen. Deshalb wurden die beiden ersten Alben erst 2017 und ziemlich zeitgleich veröffentlicht. Dass die Alben älter sind, hört man denke ich deutlich an der Sound-Qualität und der Reife der Lieder selbst.

Von da an habe ich in einem ungefähren 2-Jahres-Takt die Alben „Commando Degeneration“, „Trace of a cosmic Journey“ (EP) und jetzt vor Kurzem „Trimurti“ über Wolfmond veröffentlicht. Die Alben wurden alle in London aufgenommen und gemischt. Erst „Trimurti“ wurde dann wieder in Deutschland geschrieben und aufgenommen, da ich 2019 wieder zurück nach Deutschland gezogen bin. Die Zusammenarbeit mit Wolfmond hat immer sehr gut und stressfrei funktioniert, deswegen hatte ich keinen Grund das Label zu wechseln.

Mjöllnir: Musikalisch finde ich „Trimurti“ sehr stark, hebt es sich vom BM Einheitsbrei doch ab! Was war deine Intention als du im Songwritingsprozess zu „Trimurti“ warst?


Keltor: Trimurti ist die göttliche Dreifaltigkeit im Hinduismus. „Brahma“ der Gott der Schöpfung bzw. des Erschaffens, „Vishnu“ der Gott des Erhaltens und „Shiva“ der Gott der Zerstörung. Das ist das Hauptkonzept von dem Album. In den anderen Liedern geht es auch um mystische bzw. spirituelle Themen, sowie das Erreichen voller Ekstase, oder die Findung des eigenen Bewusstseins. Ich war 2019 für zwei Monate in Indien an sehr verschiedenen und sehr alten Orten. Unter anderem auch für einige Zeit in einem Ashram (Tempelanlage) in Südindien. Dort habe ich an einigen Programmen teilgenommen, in welchen es um ähnliche Themen ging. Physische und psychische Erweiterung, aber auch absolute Stille waren hierbei wichtige Erfahrungen, durch die ich einen Blick hinter die Mauern der normal gewohnten Realität werfen durfte.

Für solche Themen habe ich mich schon vor meiner Reise nach Indien interessiert und das hat sich bis heute auch nicht geändert. Diese uralten Lehren haben aber nicht grundsätzlich etwas mit der Religion Hinduismus zu tun, sondern kommen einfach aus der alten, indischen Kultur. Mit der ständigen Konfrontation damit, bekam ich mehr als genügend Themen zusammen, mit denen ich das Album füllen konnte. Das erste Lied ist „Shiva – Hammer of Destruction“, das in der Mitte „Vishnu – Wings of Preservation“ und das letzte Lied ist „Brahma – Claws of Creation“. Ich habe mit „Brahma“ aufgehört, da ich das Album mit etwas Positivem (in diesem Fall das Erschaffen) enden wollte. Deswegen sind auch die drei Götter in dieser Reihenfolge auf dem Album-Cover: Shiva (links), Vishnu (Mitte), Brahma (rechts).
Natürlich habe ich bei solchen tiefgründigen Themen auch eine besondere Art der Musik gesucht.

Ich denke ich habe einen ganz guten und dynamischen Mix zwischen verschiedenen Genres dafür gefunden. Es ist Totensucht wie man es kennt, aber in einem neuen Gewand. Musik, Content und der Sound an sich sind auf einem neuen Level.

Mjöllnir: Gibt es im Nachhinein noch Dinge, welche du an „Trimurti“ ändern würdest?

Keltor: Vom Songwriting bis zum Release sind ca. 2,5 Jahre vergangen, in denen ich alles geschrieben, aufgenommen, gemixt, gemastert, designed, vermittelt, … habe. Ich kann nur sagen, dass ich alles gegeben habe und es so perfekt ist wie es ist. Nein ich würde nichts ändern, auch wenn natürlich immer Platz nach oben ist. Aber um ehrlich zu sein stelle ich mir diese Frage nie, ich geb mir in meinem Schaffen genügend Mühe, dass die Frage an mich selbst im Nachhinein eigentlich irrelevant ist. Damit mein ich nicht, dass alles was ich mache perfekt ist, überhaupt nicht, aber ich bin 100% bei der Sache und kann dann auch sehr gut mit dem Resultat leben und mach mir auch keine Vorwürfe.


Mjöllnir: Totensucht betreibst du schon seit vielen Jahren alleine. Hast du mal darüber nachgedacht andere Mitstreiter in die Band aufzunehmen und würde dies nicht einiges vereinfachen.

Keltor: Ich habe schon in zahlreichen Bands gespielt und weiß wie es ist ,mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten. Es ist immer etwas ganz Besonderes mit anderen Menschen Musik zu machen und zu schreiben, weil jeder anders ist und eine andere Vorstellung von Musik hat. So kann man mehrere Welten zu Einer verschmelzen lassen. Mit Totensucht hatte ich, spätestens nachdem es offiziell ein Ein-Mann-Projekt war, die Intention meine eigene Welt zu vertiefen, indem ich keine Kompromisse eingehen muss und meine Ideen zu 100% umsetzen kann. So soll es auch bleiben, da es für mich persönlich auch eine interessante Reise ist, von der ich nicht weiß wo sie mich hinführen wird. Ich habe immer noch zahlreiche andere Projekte mit Musikern, wenn auch zur Zeit keine richtige Band, aber mit Totensucht werde ich weiterhin meinen eigenen Weg finden, auch wenn das bedeutet dafür viel mehr Zeit und Geld zu investieren!

Mjöllnir: Um die vorherige Frage noch etwas auszudehnen, gibt es Bestrebungen Totensucht live auf die Bühne zu bringen?

Keltor: Das ist natürlich eine sehr interessante und berechtigte Frage. Anfangs hatte ich das eigentlich nie vor und wollte immer nur CD ́s aufnehmen. Im Laufe der Zeit habe ich trotzdem angefangen darüber nachzudenken und mehr Leute fragten mich dieselbe Frage. Es ist schwer geeignete Musiker zu finden und einen passenden Proberaum, wobei das Zweitere um einiges einfacher ist. Bis jetzt habe ich noch kein komplettes und geeignetes Line-Up gefunden. Ich weiß auch nicht, ob ich meine Musik jemals wirklich live präsentieren werde und die notwendige Zeit aufbringen kann. Ich lass diese Frage offen und lasse die Zukunft darüber entscheiden. Falls es soweit kommen sollte, werde ich frühzeitig darüber informieren, wer weiß…

Mjöllnir: Soziale Netzwerke wie Facebook und Co. sind heutzutage nicht mehr weg zu denken. Wie wichtig sind die sozialen Netzwerke für eine Band wie Totensucht?

Keltor: Eigentlich bin ich keine großer Fan von sozialen Netzwerken. Als ich damals nach London gezogen bin, hatte ich mich schweren Herzens dazu entschieden mir FB zuzulegen, da ich sonst keinen regelmäßigen und einfachen Kontakt zu meinen Freunden in Deutschland und in England halten konnte. Natürlich sehe ich inzwischen auch die positiven Seiten von solchen Plattformen und für eine Band wie Totensucht, die noch nicht live gespielt hat, ist es doch eine gute Möglichkeit auf sich Aufmerksam zu machen. Natürlich steigt somit auch das Angebot an Bands, was die Sache wieder schwieriger macht. Ich denke in Anbetracht der Zeit und der Position von Totensucht sind soziale Netzwerke schon ziemlich wichtig und eigentlich nicht mehr weg zu denken, wobei ich trotzdem soziale Netzwerke allgemein auch kritisch betrachte.

Mjöllnir: Was sind deine musikalischen Favoriten zur Zeit?

Keltor: Das ist eine sehr schwierige Frage. Inzwischen hör ich Musik querbeet und ich meine wirklich querbeet. Black Metal und Metal generell ist nur noch eine von vielen Musikrichtungen die ich höre. Im Metal- bzw. Rock-Bereich könnte ich z.B. Arckanum, Dissection, Fides Inversa, Fin, Plaga, Katatonia, Dream Theater, Ashbury, Winterhawk, Rush, Queen, The Jam, The Kinks und viele weiter aufzählen. Es gibt aber auch einige Bands, welche aus dem Country, Jazz, Blues, Reggae, Folklore und Akkustik Bereich kommen, die mich sehr begeistern. Aus der Black Metal Szene komme ich ursprünglich, deswegen habe ich Totensucht auch in dieser Musikrichtung verankert.

Mjöllnir: Ich bedanke mich für das Interview und überlasse dir gerne die letzten Worte?

Keltor: Ich habe für das Interesse und die Möglichkeit zu danken! Sehr interessante und berechtigte Fragen, die mich auch selber zum Nachdenken angeregt haben. Gerne bis zum nächsten Mal!

Interview geführt und editiert durch Mjöllnir 2022

Fotos von Totensucht

Rezension: Todesengel – Funeral Path (Wolfmond Production 2022)

Ein völlig neues BM Projekt ist Todesengel aus NRW. Bisher noch nicht in Erscheinung getreten und dann haut man mit „Funeral Path“ eine richtig starke EP raus. Wolfmond Production hat sich der EP angekommen und hat die EP l als limitierte Tape Version veröffentlicht. Musikalisch orientiert sich das Duo um Nephilim und Irgamath am oldschool BM der 90ziger. 4 Songs und eine Spieldauer von knapp 18 Minuten bietet das Tape. Das Artwork in Schwarzweiß gehalten, passt sehr gut zur Veröffentlichung.

Ein kurzes Intro und schon ist der Hörer mit dem zweiten Song „Ave Satan“ mit im Geschehen. Räudiger Gitarrensound und eine krächzende Stimme, bestimmen den Song. Das Schlagzeug holpert, aber das finde ich einfach passend zur Veröffentlichung. BM Puristen dürften sofort frohlocken, liefern die Musiker doch ein sehr authentisches Stück Schwarz Metall. „Funeral Path“ der dritte Song ist genauso roh und ungeschliffen, allerdings ist im Hintergrund das Keyboard zu vernehmen, das allerdings verstärkt die Atmosphäre um ein Vielfaches. Betrachtet man die EP als Gesamtwerk, passt schon viel zusammen und wenn die Musiker ihren Stücken noch mehr Dynamik verleihen, dürfte mit Todesengel zu rechnen sein. Mein persönlicher Favorit ist der letzte Song „Des Antichristen Triumph“ der die beiden vorherigen Songs vom Stil her doch sehr in sich vereint. Freunde der Hochglanz Produktion sollten um Todesengel und „Funeral Path“ auf jeden Fall einen Bogen machen. Ein kleiner Kritikpunkt, wenn wirklich nur Meckern auf hohem Niveau, ist die viel zu kurze Spieldauer, aber in der Kürze liegt die Würze oder etwa nicht.

Fazit: Todesengel haben mit ihren ersten Lebenszeichen eine durchaus beachtenswerte Veröffentlichung abgeliefert, auf der die Band aufbauen kann. Todesengel liefern mit „Funeral Path“ traditionellen BM ohne großen Firlefanz ab. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Introitus
  2. Ave Satan
  3. Funeral Paths
  4. Des Antichristen

Band: https://todesengel.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Morolac – Vrykolakas (Darker Than Black Records 2022)

Erst Anfang des Jahres hatte ich das Glück das Debütalbum der italienischen Vampir BMler von Morolac besprechen zu dürfen, damals war ich vom Sound der Band fasziniert. Rauer und melodischer BM bestimmt das Geschehen auch auf dem neuen Album, welches gerade erst veröffentlicht wurde. „Vrykolakas“ heißt es und bietet eine Spieldauer von knapp 47 Minuten und umfasst 8 Stücke. Wie auch das erste Album ist „Vrykolakas“ über Darker Than Black erschienen. Das Artwork zum Album Artwork finde ich sehr gelungen, es passt einfach zum ersten Gesamteindruck des Albums.

Musikalisch hat mir das Debütalbum der Italiener schon sehr gut gefallen, war ich doch sehr überrascht, da ich die Band bisher nicht kannte. Nun ist das zweite Album „Vrykolakas“ erschienen und was soll ich sagen, außer dass die Italiener sich nochmals deutlich steigern konnten. Die Songs sind nochmals dynamischer, fast schon episch, in ihrem Aufbau. Die Italiener haben den Corona Wahnsinn und dessen Folgen genutzt und sich mit dem Album zeit gelassen, das es so klingt wie es nun klingt. Mich persönlich erinnert das Werk an alte Satyricon, roh , aber dann doch sehr melodisch. „Dark Medieval Times“ klingt meines Erachtens nach ähnlich, allerdings gehen beide Alben lyrisch andere Wege. „Vrykolakas“ befasst sich inhaltlich mit dem blutrünstigen Fürsten aus Transylvanian. Das Konzept haben die Norditaliener eindrucksvoll umgesetzt. Die Produktion ist druckvoll und wirkt trotz der hohen Keyboardpassagen nie überladen oder klingt kitschig wie bei manch anderer Band. Bezüglich Anspieltipp möchte ich mich enthalten, denn „Vrykolakas“ ist ein richtig starkes Album, dass es betrachtet bzw. Gehört zu werden wie es nun mal ist. Wer das vorherige Album bereits kennt, kann bei „Vrykolakas“ bedenkenlos zugreifen.

Fazit: Morolac haben mit ihren neuen Album „Vrykolakas“ ihr vorheriges Album nochmals in allen Belangen topen können. Die Atmosphäre ist beeindruckend und düster, und lädt doch zum Verweilen ein. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Entering The Sanguinarian Gates
  2. Here Comes The Lord Impaler
  3. A Wolven Heritage
  4. Draculean Misty Candlelight
  5. Vrykolakas
  6. Of The Hunter And Dark Cloud
  7. A Bite Sculpted On The Woodtrees
  8. Farewell To Our Fallen Voivode

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Hrossharsgrani Box Set erhältlich!

The new split album with mighty Bestia is out now ⚔️ and here we go with an awesome compilation of old Hrossharsgrani Viking tunes from 1999/2000 in an unique box incl. T-Shirt, Flag, Patch, Zine, 2 Cassettes 🗡 go to http://www.atolingarex.com 🇲🇽 to get this stricktly limited box-set‼️

Quelle: http://www.atolingarex.com

Neues Asenheim Album „Nibelungenblut“ erscheint demnächst über Dominance of Darkness Records

Wir sind stolz, euch heute das Coverbild, sowie die Titelliste von unserem neuen Album „Nibelungenblut“ zu präsentieren.
Dieses Album ist eine Eigeninterpretation der berühmten Sage des Nibelungenliedes.
Dieses Album ist etwas Besonderes für uns, da es sich zum ersten Mal um eine Art Konzeptalbum handelt und es auch musikalisch einige Neuerungen gibt. Wir haben verschiedene mittelalterliche Elemente in die Musik eingebracht um diese epische Geschichte auch atmosphärisch zu unterstreichen.
Das Coverbild wurde von Vhan Artworks and printing angefertigt. Die CD und Vinyl Version wird über Dominance of Darkness Records veröffentlicht, das Datum wird noch bekanntgegeben. Die Titelliste lautet wie folgt:

  1. Walkürentanz
  2. Seit‘ an Seit‘
  3. Nibelungenblut
  4. Schatten Parzival
  5. Nur ein Traum
  6. Es hallt bis in die Dunkelheit
  7. Der letzte Fackelträger
  8. Fafnirs Lied
  9. Siegfrieds Todesstoß
  10. Kriemhilds Umarmung

Quelle: https://m.facebook.com/asenheimblackmetal

Labelporträt: Pesttanz Klangschmiede

Pesttanz Klangschmiede

Pesttanz Klangschmiede wurde bereits 2007 gegründet, allerdings war es in den Anfangstagen nur ein Onlineshop, wo BM, Pagan, Viking und Death Metal verkauft wurden. Mit der Zeit reifte dann, der Entschluss dem Onlineshop auch ein Label anzuschließen. Gesagt getan 2008 veröffentlichte das Label unter dem neuen Namen „Pesttanz Klangschmiede“ die erste Veröffentlichung „Satanic Holocaust – Raw Black Metal Holocaust“

Veröffentlichungen des Labels:

Sahsnotas – Creator of Chaos (2012)
Feskarn – Raise your Swords (2012)
Sieghetnar – Bewusstseinserweiterung Re-Release (2013)
Draugul – The Voyager (2013)
Antiquus Scriptum – Ars Longa, Vita Brevis (2013)
Antiquus Scriptum – Immortalis Factus Re-Release (2013)
Deviator – To Forgotten Path – Triumph of the Will (2014)
Feskarn – Östra Aros (2014)

Label:

https://www.pesttanz.com/de/content/2-impressum

Im folgenden werde ich noch einige aktuellere Veröffentlichungen des Labels besprechen. Den Anfang macht Harvst mit ihrem Debütalbum „Narbenhain“, veröffentlicht im Dezember 2019.

Rezension: Harvst – Narbenhain (Pesttanz Klangschmiede/ Schattenpfade 2019)

Harvst ist eine atmosphärische BM Band aus Hessen, die Ende 2019 ihr Debütalbum „Narbenhain“ veröffentlichte. Die Resonanz war so viel ich mich zurück erinnern kann, durchweg gut. Ich persönlich hab das Album bereits seit Erscheinen in meiner Sammlung, hab es aber bisher nicht rezensiert, weshalb ich es nun gerne nachholen möchte. Das Album geht musikalisch in die Shores of Ladon Richtung und lebt von einer intensiven und dichten Atmosphäre. Insgesamt umfasst das Album eine Spieldauer von etwas mehr als 47 Minuten und 6 Songs. Das Artwork finde ich hammermässig.

Musikalisch fällt schon mal die sehr druckvoll Produktion von Anfang an. Die Stücke kommen sehr druckvoll rüber. Die Songs sind sehr dynamisch und abwechslungsreich in ihrer Struktur bzw. Aufbau. Wechselnde Vocals verleihen den Songs einen speziellen Charakter. Sehr hörenswert ist „Narbenhain“ auf jeden Fall, wobei mein persönlicher Favorit „Schemen im Nebel“ ist, der das Album eigentlich in seiner ganzen Vielfalt sehr gut repräsentiert. Das Album hat meines Erachtens nach seiner Veröffentlichung unter der beginnenden Corona Pandemie zu gelitten, denn so ist wirklich ein gutes Album etwas untergegangen. „Narbenhain“ weißt so viele Feinheiten oder Nuancen auf, das man das Album einfach nicht nur oberflächlich anhören sollte, da so Manches sonst im Verborgenen bleibt. Das Album ist ein sehr intensives Werk, welches dennoch gut im Ohr hängen bleibt. Musikalisch wird zukünftig mit Harvst zu rechnen sein, den mit ihren ersten Album machen sie sich mehr als nur auf sich aufmerksam.

Fazit: Harvst liefern mit ihren Debütalbum „Narbenhain“ ein starkes Debür ab, welches aufhorchen lässt. Intensiver und atmosphärisches BM mit vielen Nuancen weiß zu überzeugen. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Eins mit den Schatten
  2. Narbenhain
  3. Schemen im Nebel
  4. Rabentränen
  5. In Zungen des Morasts
  6. Droom

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/Seelenfeuer 2022

Eine weitere Band aus dem Rooster des Labels ist Siechtum aus Brandenburg, welche ihr viertes Album „Hinab“ über das Label veröffentlicht haben. „Hinab“ ist Anfang 2021 erschienen.

Rezension: Siechtum – Hinab (Pesttanz Klangschmiede/ Schattenpfade 2021)

Siechtum existiert schon einige Zeit und hat seit 2015 bereits 3 Alben veröffentlicht. Anfang 2021 veröffentlicht Waheela, der Protagonist hinter der Band, das vierte Album „Hinab“. Musikalisch setzt Waheela seinen eingeschlagenen Weg fort, denn Album ist wie zu erwarten sehr rau, roh und ungeschliffen. Das Album bietet 4 Songs, welche eine Spieldauer von etwas mehr als 37 Minuten aufweisen. „Hinab“ ist nur als CD Version erhältlich.

Zunächst einmal fällt es mir schwer zu beurteilen, inwieweit sich Siechtum im Laufe der Jahre musikalisch weiter entwickelt haben, denn die 4 Stücke sind nach wie vor roh, dennoch im Aufbau sehr dynamisch, manchmal auch progressiv. Schon der erste Song „All-B-Aum“ ist hier ein gutes Beispiel für das was den Hörer erwartet, wenn man Siechtum nicht kennt. Schön dynamisch, progressiv geht er dennoch gut ins Ohr. Ich persönlich bin von den Stücken insgesamt sehr angetan, „Hinab“ wird nun nicht das Album was ich mir jeden Tag geben werde, aber dennoch gibt es einiges zu entdecken. Waheela versteht sein Handwerk und geht seinen eigenen Weg. Die Produktion ist sehr druckvoll ausgefallen und klingt dennoch nicht zu überladen. Mir fällt es sehr schwer einen einzelnen Titel hervor zu heben, denn jeder passt sehr gut zum Gesamtwerk. Wer rauem und ungeschliffenem BM etwas abgewinnen, liegt bei Siechtum absolut richtig. Fans von Hochglanzproduktionen sollten lieber die Finger weg lassen.

Fazit: Siechtum haben mit „Hinab“ ihr bisher bestes Werk veröffentlicht. Wer die vorherigen Werke in seiner Sammlung stehen hat, kann sofern noch nicht getan bedenkenlos zugreifen.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. All-B-AUM
  2. Die Alte
  3. Abschied Vom Kreuz
  4. Hinab

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Weitere Rezensionen bei Seelenfeuer:

https://seelenfeuer666.com/2022/07/02/rezension-oekomisanthrop-church-of-virophobia-pesttanz-klangschmiede-2022/

Wird fortgesetzt und ergänzt!

Rezension: Ökomisanthrop – Church of Virophobia (Pesttanz Klangschmiede 2022)

Ökomisanthrop existiert als Band bereits seit 2014, wobei das erste Lebenszeichen „I Deny“ erst 2017 über Worship Tapes erschienen ist. Treibende Kraft hinter der Band ist Waheela, welcher auch hinter der Band Siechtum steckt. Musikalisch orientiert man sich am rauen und disharmonischen BM. „Church of Virophobia“ besteht aus der 2017 erschienen EP „I Deny“ und eben der neuen EP „Church Virophobia“ Insgesamt befinden sich auf dem Silberling nun 7 Stücke. Die EP ist bereits seit Mitte April über Pesttanz Klangschmiede käuflich zu erwerben.

Ich erinnere mich daran damals erreichte mich das Tape „I Deny“ über Worship Tapes als Geschenk und musikalisch fand ich das Tape sehr ansprechend. Danach ist die Band und auch das Tape etwas in Vergessenheit geraten und vor Kurzem erhielt ich eine Anfrage, ob ich eben eine Rezension zur neuen EP „Virophobia“ verfassen wolle. Musikalisch hat sich auf den ersten Blick nicht allzu viel getan, der Sound ist nach wie vor sehr roh und ungeschliffen. Die Songs sind jedoch alles andere als langweilig, denn grade die neueren Stücke versprühen ihre Boshaftigkeit. Waheela, der Protagonist hinter der Band versteht sein Handwerk und zaubert eine beklemmende und obskure Atmosphäre. Zum Unterstreichen der Atmosphäre setzt Waheela auf Industrialklänge wie bspw. im dritten Song „Das Experiment“. Überhaupt ist EP eine Abrechnung mit der Spezies Mensch. Wer bevorzugt rauhen und ungestümen BM in seiner Sammlung stehen hat, sollte sich die EP in eben diese stellen. Zartbesaitete Zeitgenossen sollten einen Bogen um „Virophobia“ machen. Mit Ökomisanthrop dürfte in Zukunft zu rechnen sein. Übrigens haben die 4 Songs von „I Deny“ nun erstmals den Weg auf die CD gefunden. Persönlich sagen mir Stücke von „ I Deny“ etwas mehr zu, Ich finde de sie einfach oldschooliger und direkter, aber das ist meine persönliche Meinung, denn es ändert auch nichts am starken Gesamteindruck.

Fazit: Ökomisanthrop ist nach wie vor rauer und konventioneller BM, der eine ganz spezielle Atmosphäre aufweist. BM Puristen sollten mal ein Ohr oder auch zwei riskieren.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Kinder der neuen Lithurgie
  2. Oceans Tides / Microplastic Breath
  3. Das Experiment
  4. Black Roots
  5. May I Rot In The Woods
  6. Poison Their Heavens
  7. Ökomisanthrop

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Interview mit der österreichischen Pagan/ Viking Metal Formation Hrossharsgrani

Hrossharsgrani zählt schon lange zu den Bands, die ich gerne interviewen wollte und nachdem seit Jahresbeginn zwei Gemeinschaftstonträger erschienen sind, war es für mich an der Zeit bei Hugin bzgl. eines Interview anzufragen. Hugin stimmte zu und so ist das Interview doch sehr ausführlich und informativ geworden.

Mjöllnir: Salve Hugin! Schön das du die Zeit gefunden hast dem Seelenfeuer Online Webzine Rede und Antwort zu stehen. Hrossharsgrani gibt es ja nun auch schon eine sehr lange Zeit und dennoch dürften viele jüngere Hörer nicht die Beweggründe kennen wie und wann Hrossharsgrani entstanden ist. Erzähle uns doch von den Anfangstagen!

Sei gegrüßt Mjöllnir! Erst einmal danke für die Anfrage und dein Interesse an Hrossharsgrani. Dann springen wir mal zurück ins Jahr 1998 als Hrossharsgrani gegründet wurde, in der Nacht zu Samhain habe ich mir wieder einmal den ersten Hammer Dracula angeguckt, nach dem ich mich schon den ganzen Tag mit geiler Black Metal Mucke zugedröhnt hatte, war ich auch in bester Stimmung dazu. Während der Christopher Lee sich blutdürstig durch den Film arbeitete kam mir wieder der Gedanke in den Sinn endlich mein eigenes Projekt zu starten. Einen Namen dafür hatte ich auch gleich, Blood, bemerkte aber dass diesen schon ein Metal Act trägt, ich schwänkte um zur deutschen Version „Blut“. Voller Motivation startete ich die Tage darauf erste Demo Tracks aufzunehmen, wobei auch dann „Demo 1“ und schlussendlich das Demo „Blut“ unter dem finalen Namen Hrossharsgrani entstand. Hrossharsgrani deshalb, ich war schon seit Beginn ein großer Verehrer von Bathory, auch Enslaved, Einherjer, Thyrfing oder Mithotyn brachten in mir das Wikingerblut zum Wallen. Hrossharsgrani, ein Deckname Odins schien mir zu dieser Zeit passend und auch jetzt finde dass dieser abstruse Bandnamen durchaus seinen Charme hat. Schon mit dem zweiten Demo „Der Pfad zum Tor der Toten“ ging es in die Viking Richtung und dem Namen Odins wurde alle Ehre gemacht! Ich war schon immer fasziniert von den Intros und Outros der Bathory Songs, habe mir sogar Mitte der 90er mal alle auf eine Kassette aufgenommen, ohne den Metal Parts um noch mehr in diese Stimmung einzutauchen; das ist wahrscheinlich auch der Grund da es bei Hrossharsgrani immer wieder solche Dark Ambient Passagen gab und geben wird, obwohl sich bei den letzten Outputs der metallische Anteil ordentlich erhöht hat. Musikalisch bin ich schon seit 1984 in verschiedenen Bands tätig gewesen, Hrossharsgrani aber ist mein Herzblut und ich denke dass wird auch weiter so bleiben, Viking Metal/ Viking Black Metal oder Pagan Black Metal ist einfach genau die Mucke für mich, da etwas dazu beizutragen erweckt immer noch den Krieger in mir.

Mjöllnir: 2011 wurde es ruhig um dich und Hrossharsgrani. Was waren die Gründe für die lange schöpferische Pause bei dir? Kamen gar Gedanken auf die Band nicht mehr weiterführen zu wollen?

Da ich mich immer mehr auf mein Sideproject Uruk-Hai konzentrierte, und mein damaliges Hauptaugenmerk sich dem Fantasy-Genre zugewandt hatte, fehlte mir schlicht und einfach die Inspiration mit Hrossharsgrani weiter zu machen. Aufzuhören war nie ein Thema, für mich lag dieses Projekt einfach nur auf Eis. Manchmal ging es dann sogar musikalisch mit Uruk-Hai eher in die Hrossharsgrani Richtung, das waren möglicherweise schon die ersten Anzeichen für die Rückkehr der Wikinger!

Mjöllnir: Ende letzten Jahres dann der Paukenschlag Hrossharsgrani meldet sich nach fast 11 Jahren zurück! Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Nachtfalke, die ja auch seit einiger Zeit nicht mehr aktiv waren?

Die Zusammenarbeit mit Nachtfalke basiert eigentlich auf einer Idee aus der Anfangsphase Hrossharsgranis, Occulta Mors und ich tauschten 1999 unsere Demos und telefonierten regelmäßig miteinander, damals wurde auch die Idee eines Gemeinschaftstonträgers geboren, das Konzept stand dann auch kurz darauf fest und wir begannen beide mit unseren Probeaufnahmen für „Where Mighty Ravens Fly“ (so der damalige Arbeitstitel). Nach dem das Hrossharsgrani Album „Ancient Tales“ fertig war begab ich mich in das CCP Studio in Linz um meinen Teil der Split einzuspielen. Zu erwähnen sei noch, dass Teil des CCP Studios auch das Label CCP Records war, mit beiden war ich auch sehr gut befreundet. Als ich mit meinen Aufnahmen fertig war, fragte mich Claus (Studioboss), ob ich das Material nicht doch gleich bei CCP Records als MCD und Pic. 12″ rausbringen möchte inklusive Label Vertrag, Werbung und vieles mehr. Ich sprach dann zuhause sofort mit Occulta Mors, sichtlich von ersten Labelvertrag geblendet, und wir legten „Where Mighty Ravens Fly“ auf Eis. Fast 22 Jahre mussten ins Land ziehen bis es endlich so weit war, Nachtfalke und Hrossharsgrani griffen die Idee von 1999 noch einmal auf, überarbeiteten diese und „Journey’s End“ kam nach fast 12 Monaten an guter Zusammenarbeit heraus, danke Occulta Mors für deine Geduld und Unterstützung!!!

Mjöllnir: Erschienen ist der Gemeinschaftstonträger „ Journey’s End“ dann Anfang diesen Jahres über Christhunt Productions. Wie kam es , dass Christhunt Productions den Split veröffentlichten? Wie waren die Reaktionen von der Szene seit der Veröffentlichung?

Nachtfalke war ja schon einige Jahre bei Christhunt Productions unter Vertrag und ich kenne MM (Labelboss) auch schon seit den 90ern. Das unkomplizierte und freundschaftliche Zusammenarbeiten mit Christhunt Productions ist ein wahrer Glücksgriff für Hrossharsgrani. Wir hatten „Journey’s End“ Ende November 2021 im Kasten und zwischen Weihnachten und Neujahr war die CD schon fertig gepresst im Christhunt Shop erhältlich.

Die Reaktionen waren überwältigend, ich konnte es kaum glauben dass sich noch so viele an Hrossharsgrani erinnern konnten, sei es Fans der ersten Stunde, alte Weggefährten oder einfach nur Leute die auch früher schon meine Mucke lauschten. Die Presse war dem Album auch wohlgesonnen, was ja bei der, nicht immer beim ersten Hören, sehr zugänglichen Musik Hrossharsgranis auch nicht gerade alltäglich ist. Das Konzept mit einem langen Song über mehr als 71 Minuten, macht dies ja auch nicht gerade einfacher; aber auch dieses Konzept stand schon 1999 fest!

Mjöllnir: Manchmal gibt es im Nachhinein immer noch Dinge, die man hätte anders machen können. Wie zufrieden bist heute mit „Journey’s End“?

Ich bin noch sehr zufrieden mit dieser Veröffentlichung, die Nachtfalke Lieder sind wieder absolute Viking Metal Hymnen, und ich denke Hrossharsgrani fügt sich da auch ganz gut ein. Wenn ich jetzt noch etwas ändern sollte, dann würde ich bei meinem Gesang noch nachschärfen. Jedes Album ist ein Dokument der Zeit, es kann nur in diesem einen Moment so passieren, ein Jahr zuvor oder ein Jahr danach würde alles ganz anders klingen, ausser man heißt AC/DC (hihihi) aber das ist auch gut so!

Mjöllnir: Vor einigen Wochen ist ein weiterer Split mit der estonischen Formation Bestia ebenfalls über Christhunt Productions erschienen. Bestia waren mir persönlich bisher noch kein Begriff, weshalb ich frage ob du die Esten bzgl. eines Splits oder sie dich angefragt haben?

Ich kenne Andres und Bestia schon mindestens so lange wie Occulta Mors und Nachtfalke, und ich kann euch nur ans Paganblut legen: hört euch alle Alben von Bestia an! Andres betreibt auch noch das Label Hexenreich Records, dort kam zum Beispiel auch schon das Uruk-Hai Album „Across The Misty Mountains“ raus so wie das „Endzeit“ Album meines Industrial Projekts Bonemachine. Zurück zu deiner Frage ob Bestia bei mir angefragt hätten oder andersrum; auch hier gab es vor vielen Jahren schon mal die Idee einer Hrossharsgrani/ Bestia Split, irgendwie verfolgten wir das dann nicht weiter, bis Jänner 2022 wo ich dann bei Andres mit der Tür ins Haus fiel und ihn mit dieser Idee erneut konfrontierte, diesmal aber machten wir auch gleich Nägel mit Köpfen. Die Zusage von Christhunt Productions lies auch nicht lange auf sich warten, mit Ruta Silders konnten wir die selbe Künstlerin für das Cover Bild gewinnen, wie schon bei „Journey’s End“. Einer schönen Veröffentlichung stand also nichts mehr im Wege. Die Jungs von Bestia und ich buchten das Studio und los ging eine erneute Reise in die Welt des Pagan und Viking Metals.

Mjöllnir: Nächstes Jahr ist der 25. Geburtstag der Band was ist für nächstes Jahr geplant?

25 Jahre Hrossharsgrani, damit habe ich zu Beginn niemals gerechnet! Wahnsinn wie die Zeit vergeht…

Zum 25er ist ein Jubiläums Album geplant, ich werde ab Herbst 2022 mit den Arbeiten dazu beginnen und es wird einige Überraschungen geben! Der Arbeitstitel, soviel darf ich schon mal verraten ist: ‚Asaland – 25 Years in the name of Óðinn‘

Mjöllnir: Hrossharsgrani ist eine Ein-Mann-Band, hattest du nicht in all den Jahren Mal daran gedacht weitere Musiker in die Band zu holen, schließlich könnte zusätzlicher Input der Band gut tun.

Es gab immer wieder Gastmusiker auf meinen Alben, welche natürlich auch ihre Inputs einfließen lassen durften. Die Musiker wurden auch immer im Beiheft erwähnt ausser sie wollten nicht genannt werden. Nur zum Beispiel hat bei der 2000er Veröffentlichung „…Of Battles Ravens & Fire“ Roland K. die 6 Saiten bedient, er ist auch auf „Journey’s End“ wieder zu hören. Sabine hatte bei einem Demo von 1999 die weibliche Stimme beigesteuert, auch sie ist wieder auf „Journey’s End“ zu hören…

Mjöllnir: Was ist deine Inspirationsquelle, wenn du einem Song/ Veröffentlichung arbeitest? Bist du ein kleiner Perfektionist beim Songwriting Prozess?

Die Hauptinspiration ist nach wie vor die Natur, aber auch literarische Klassiker wissen mich zu fesseln. Ich bin eigentlich eine tödlich Mischung, einerseits Perfektionist, andererseits ein total unvorbereiteter Chaot, aber irgendwie arbeiten die Zwei dann doch immer ganz gut zusammen. Wenn mal nicht funktioniert dann lasse ich es auch für ein paar Tage sein, ich spüre dann schon wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um weiter zu machen, die letzten 40 Jährchen ging das ganz gut so.

Mjöllnir: Die Alpenrepublik ist bekannt für ihre kleine aber außergewöhnliche Metal Szene. Bands wie Abigor, Hrosshargrani oder auch Pungent Stench unterscheiden sich doch von vielen Bands außerhalb Österreichs. Wie beurteilst du die Szene in Österreich?

Unsere Szene hat irgendwie ganz einen eigenen Sound, wie schon der 80er German Metal, da kannte man auch die Herkunft am Sound, und das war Top, viele Bands davon geben heute noch ordentlich Gas! Zurück zur österreichs Szene, mit Abigor und Summoning haben wir schon mal 2 ordentliche Granaten am Start, im Underground tut sich auch wirklich viel zur Zeit, ich bin heilfroh dass der Black Metal hergekommen ist um zu bleiben. Rundherum gibt es klasse Gigs und Festivals, Plattenläden haben wieder aufgemacht und Metal Labels gibts einige. Die Szene hier ist gar nicht mal so ne kleine wie mancher vielleicht denken mag.

Mjöllnir: Ich möchte mich bei Dir bedanken und überlasse dir die letzten Worte!

Danke Mjöllnir für das Interview und die Möglichkeit Hrossharsgrani wieder etwas auf zu tauen – es wurde ja Zeit!

Interview By Mjöllnir 2022

Fotos By Hrossharsgrani

Rezension: Hrossharsgrani / Nachtfalke – Gemeinschaftstonträger „Journey‘s End“ (Christhunt Productions 2022)

Nach dem ich gerade die neueste Split von Hrossharsgrani rezensiert habe, stand es außer Frage auch die bereits Anfang des Jahres veröffentlichte Split „Journey‘s End“ einer Bemusterung zu unterziehen. Hrossharsgrani und Nachtfalke, also teilen sich den Tonträger, um beide Bands war es seit 2011 ruhig geworden, weshalb alleine die Ankündigung des Gemeinschaftstonträger bei mir Vorfreude auslöste. Musikalisch gibt es eine ordentliche Mischung aus Ambient Elementen und Viking Metal, in Anlehnung an Bathory. Mit Christhunt Productions haben die beiden Bands ein sehr namhaftes Label gewinnen können, das der bisherigen CD Version, bestimmt auch eine LP Version folgen lässt.

Beide Bands präsentieren sich musikalisch so wie man sie kennt, Nachtfalke roh und ungeschliffen, während Hrossharsgrani Ambient Klänge mit Viking Metal vermischt. Die Bands wechseln sich Song auf Song ab, was an sich keine schlechte Idee ist, leider besteht der Tonträger aus einem Song, was schade ist, da man so manchmal nicht genau unterscheiden kann,wann ein Song anfängt bzw. aufhört, aber das finde ich persönlich auch nicht wirklich schlimm. Die Stücke an sich sind sehr dynamisch und vielseitig im Aufbau. Die Produktion ist druckvoll und auch das Artwork passt für mich. Beide Bands passen durch ihre unterschiedlichen Stile, doch recht gut zusammen und „Journey‘s End“ wird zu einem starken Gesamtwerk. Neben neuen Stücken präsentieren die Bands auch Coverversionen von Bathory, währe Nachtfalke noch einen zusätzlich von Celtic Frost Coverversion spendiert. Die Coverversionen sind allesamt gut umgesetzt. Besonders gut für beide Bands, ist es, dass sie mit Christhunt Productions ein Label gefunden haben, das deren Arbeit angemessen unterstützt, denn so besteht die Möglichkeit m, dass auch Nachtfalke wieder musikalisch aktiv werden. Hrosshargrani hat bereits ein neues Album für nächstes Jahr angekündigt.

Fazit: Zwei musikalische Veteranen des Pagan/ Viking Metals melden sich nach langer Pause zurück. Hrosshargrani und Nachtfalke haben mit „ Journey‘s End“ einen starken Gemeinschaftstonträger produziert. Wer Bands wie Bathory oder Summoning sollte sich das Werk in seine Sammlung stellen.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Hrossharsgrani – Introduction
  2. Nachtfalke – Weltenbrand
  3. Hrossharsgrani – Die in Honor
  4. Nachtfalke – Barbarian
  5. Hrossharsgrani – Swallow the Sun
  6. Nachtfalke – Return to the Eve (Celtic Frost cover)
  7. Hrossharsgrani – Tyrfing
  8. Nachtfalke – Black Blood
  9. Hrossharsgrani – Dragonship
  10. Nachtfalke – On Black Wings
  11. Hrossharsgrani – Song to Hall Up High (Bathory cover)
  12. Nachtfalke – 13 Candles (Bathory cover)
  13. Hrossharsgrani – Nithafjoll

Bewertung: -/-

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Hrossharsgrani & Bestia Gemeinschaftstonträger „Hidden Paths & Northern Shores“ (Christhunt Productions 2022)

Hrossharsgrani aus der Alpenrepublik ist schon seit vielen Jahren in der Szene aktiv. Viele Veröffentlichungen hat der Österreicher bereits getätigt, bevor es um die Band etwas stiller wurde. Nun aber ist die Band wieder sehr produktiv und hat innerhalb weniger Monate bereits 2 Splits veröffentlicht. Der aktuelle Splitpartner Bestia stammt aus Estland. Auch die Esten, welche sich musikalisch am Pagan Metal orientieren, sind alles andere als Unbekannte in der osteuropäischen Szene. Beide Bands haben sich auf dem Gemeinschaftstonträger zusammengefunden.

Den Anfang macht die Ein-Mann-Band Hrossharigrani, welche erst Anfang des Jahres einen Gemeinschaftstonträger mit Nachtfalke über Christhunt Productions herausgebracht hat. Musikalisch präsentiert sich das musikalische Projekt als eine Mischung aus Ambient und Pagan Metal und gerade die Atmosphäre kann Akzente setzen. Mein persönlicher Favorit ist dabei der zweite Song „Kataphraktos – Man of Iron“ ein starker Pagan Metal Song mit starken Riffing und epischer Atmosphäre. Hrossharsgrani ist eine Band, an der sich die Geister auf jeden Fall scheiden, denn nicht Jeder mag die Ambient Passagen auf Dauer. Ich persönlich finde die letzten beiden Splits gehen bei Hrossharsgrani in die richtige musikalische Richtung, denn die Entwicklung zu einer Pagan Metal und weniger Ambient sagt mir persönlich mehr zu. Klar haben auch die früheren Werke ihren Reiz, aber wie gesagt nicht Jeder mag diese.

Kommen wir nun zu Bestia zu sprechen, welche wie bereits erwähnt schon seit einigen Jahren aktiv sind und auf eine staatliche Anzahl von Veröffentlichungen zurück blicken können. Die Esten gehen sehr melodisch zu Werke und präsentieren Pagan Metal, welcher an ihre Landsmänner von Loits erinnert. Präzises und auf den Punkt gebrachtes Riffing weiß einfach eine intensive Atmosphäre zu erzeugen. Es entsteht so eine interessante Mischung zwischen epischen und sehr rauen Passagen, letztendlich macht die Band meines Erachtens nach aber alles richtig. Die Band steuert 4 Tracks zum Tonträger bei, 2 neue Stücke und 2 ältere in einem neuen Gewand. Bestia werde ich mir auf meinen Notizblock schreiben, denn bisher hatte ich Bestia nicht auf dem Schirm, als Asche über mein Haupt.

Fazit: Der Gemeinschaftstonträger „Hidden Paths & Northern Shores“ ist definitiv eine Veröffentlichung, die man sich anhören sollte und sich sein eigenes Urteil bilden sollte, ob der Split gefällt oder eben nicht. Beide Bands zelebrieren Pagan Metal mit einer starken und intensiven Atmosphäre. Toller Tonträger wie ich finde.

Hörbeispiel:

Trackliste:

1 – Hrossharsgrani – Valkyrians Ride In The Northern Sky
2 – Hrossharsgrani – Kataphraktos – Man Of Iron
3 – Hrossharsgrani – Army Of Doom
4 – Hrossharsgrani – Vinland Winds
5 – Hrossharsgrani – Frozen Winds Over The Battlefield
6 – Bestia – Karmavolg
7 – Bestia – Reeturid
8 – Bestia -Hallutsinatsioon MMXXII
9 – Bestia -Draakonite Jumalad MMXXII
10 – Hrossharsgrani – I Am On Fire

Bewertung: -/-

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022