Rezension: Eternal Helcaraxe – Drown in Ash (Naturmacht Productions 2022)

Eternal Helcaraxe aus Ireland sind mir bisher musikalisch noch kein Begriff gewesen, das wird sich durch das Eintreffen des dritten Albums „Drown in Ash“ bei mir schlagartig ändern. Die Iren orientieren sich am melodischen BM, der aber ein breit gefächertes Spektrum umfasst. Erschienen ist das Album Ende September über Naturmacht Productions als CD Version. Die Fakten des Albums lesen sich wie folgt: 7 Songs und eine Spieldauer von etwas mehr als 46 Minuten. Das Artwork finde ich sehr gelungen, passt es doch zum starken Gesamteindruck des Albums.

Musikalisch ist das Album alles andere als ein typisches BM Album, bietet es doch zahlreiche Facetten, die das Album um es schon mal vorweg zu nehmen, zu einem starken Gesamtwerk machen. Die Songs sind in ihrem Aufbau sehr vielseitig und brillieren durch ihre dichte und mitreißende Atmosphäre. Präzise Tempowechsel und starke Vocals zeigen, die Band ihr Handwerk versteht. Wie bereits erwähnt ist „Drown in Ash“ ein Album, das musikalisch eine breite Mischung neben BM, Death Metal und progressiven Elementen aufweist. Manchmal erinnert mich Eternal Helcaraxe an ihre irischen Landsmänner von Primordial, die meines Erachtens nach eine genauso intensive Atmosphäre entfachen. Die Produktion drückt mit aller Macht aus den Boxen. Ein nicht so einfacher Punkt ist die Auswahl eines persönlichen Favoriten, weshalb es mir verdammt schwer einen einzelnen Song hervorzuheben, denn das Album kickt sowas von in den Arsch. Wer sich auf das Album einlässt, wird nicht enttäuscht werden, denn „Drown in Ash“ ist ein Album, welches gerade in dieser Jahreszeit zum Verweilen einlädt. Bisher ist das Album nur als CD Version erhältlich, aber ich denke mal, dass Naturmacht Productions eine LP Version zeitnah realisieren wird.

Fazit: Eternal Helcaraxe sollten Fans des atmosphärischen BM’s auf ihre Liste setzen, denn die drei Iren liefern mit ihrem dritten Album „Drown in Ash“ ein wahnsinniges intensives Gesamtwerk ab, welches alles ist nur eben kein typisches BM Album.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Withered Strands of Existence
  2. Drown in Ash
  3. Where Dead Things Roam Free
  4. None of It Mattered
  5. Ice Cold Winds
  6. Cease
  7. In Darkwoods and Dreams

Bewertung: 6/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

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Rezension: Odium Humani Generis – Zarzewie (Folter Records 2022)

Neues aus dem Hause Folter Records! Die polnischen Schwarzheimer um Odium Humani Generis dürften hierzulande noch wenig bekannt sein, das dürfte sich durch die gerade erscheine EP „Zarzewie“ schnell ändern. Die Polen schlagen musikalisch den gleichen Weg ein wie ihre Landsmänner von MGLA oder einigen weiteren Bands, nämlich sehr gitarrenbetonter BM. „Zarzewie“ ist über Folter Records erschienen und umfasst 5 Songs mit einer Spieldauer von knapp einer halben Stunde. Aktuell ist die EP nur als CD Version erhältlich.

Odium Humani Generis hatte ich bisher nicht wirklich auf dem Schirm, umso mehr hatte es mir die zu Verfügung gestellte EP angetan, die seit Tagen bei mir rauf und runterläuft. Spielerisch entfacht die Veröffentlichung von Beginn an eine mitreißende Atmosphäre, der man sich kaum zu entziehen vermag. Spielerisch starke Gitarrenriffs in Kombination mit kraftvollen, heiseren Vocals wissen einfach zu gefallen. Die Songs sind alle sehr dynamisch und überraschen durch ihre präzisen Tempowechsel und sehr imposanten Gitarrensoli. Wem andere Bands wie MGLA zu sagen, sollte sich die EP „Zarzewie“ zu legen. Bisher ist nur eine CD Version erhältlich, aber ich denke mal Folter Records wird sich nicht lumpen lassen und andere Formate werden folgen. Mein persönlicher Favorit ist der 4. Song „Miała przyjść zima“ schön variable sind seinem Aufbau, dabei erst schleppen später nimmt er Fahrt auf nur um wieder in das langsame Grundtempo zu verfallen. Sehr einprägsamer Song wie ich finde. Im Grunde sind alle Stücke so aufgebaut. Die Polen lassen die Musik durch ihre Instrumente sprechen und verzichten glücklicherweise auf unnötigen Schnickschnack.

Fazit: Mit Odium Hunani Generis tritt eine weitere polnische Band aus dem Schatten von Bands wie MGLA oder Behemoth hervor und liefern mit der gerade erschienenen EP „Zarzewie“ ein starkes Gesamtwerk ab, welches Lust auf weitere Veröffentlichungen macht!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Zarzewie
  2. Skończysz bez imienia
  3. Zbliżamy się do końca
  4. Miała przyjść zima
  5. Pożegnanie

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Neuigkeiten bei Schierling Klangkunst!

Hiermit begrüße ich „Grimwald“ und seine einzigartige Soloband:

Wintarnaht

Der Multiinstrumentalist treibt mit „Wintarnaht“ (ursprünglich „Winternight“) bereits seit 1997 sein Unwesen und blickt auf bisher neun Veröffentlichungen zurück!
Sein kreativer Ausdruck scheint unstillbar zu sein, denn auch mit einigen anderen Projekten ist er bis heute aktiv und erspielte sich nicht nur Rang und Namen sondern versteht es wie kein Zweiter, z. B. Mythen, Sagen und Archaismus in ein ästhetisches Black Metal Gewand zu packen.
Nach acht Jahren bestehendem Kontakt zueinander, darf ich nun stolz unsere erste Zusammenarbeit verkünden!
Ein Release des neuen Albums ist für Frühjahr 2023 geplant.
Weitere Infos folgen.

Wer jetzt schon unterstützen möchte, schaut hier vorbei:

Rezension: Panzerkrieg 666 – Panzerkrieg 666 (Human Noise Records 2022)

Bereits im April ist das Debüt der nordrhein-westfälischen BM Formation Panzerkrieg 666 erschienen, doch zur meiner Schande hab ich die EP erst die letzten Tage bei YouTube entdeckt. Panzerkrieg 666 orientieren sich am BM im rasenden BM, der aber immer wieder durch melodische Passagen ergänzt wird. Die EP ist bereits seit April als CD Version erhältlich. Insgesamt ist „Panzerkrieg 666“ mit einer Spieldauer von etwas mehr als 15 Minuten recht kurz ausgefallen, dennoch liefert die Band ein starkes erstes Lebenszeichen ab. Das Albumartwork ist meiner Meinung nach sehr gelungen, da es doch sehr ausdrucksstark ist.

Musikalisch werden bei dem Tonträger schon nach wenigen Augenblicken Reminiszenzen an die schwedischen BM Urgesteine Marduk geweckt, denn ähnlich wie die Schweden auf ihren Kultalbum „Panzerdivision Marduk“ zu Werke gehen, lassen auch Panzerkrieg 666 nichts anbrennen. Die vorliegenden Stücke bewegen sich meist im rasenden Tempobereich, dennoch bieten die 4 Stücke auch immer mal wieder ruhigere Momente. Die Refrains setzen sich innerhalb weniger Augenblicke tief im Gehörgang fest. Die Produktion krallt schön aus den Boxen. Kommen wir nun zu den Stücken selbst zu sprechen. Die EP umfasst 4 Stücke wobei eigentlich 5, denn der vierte Song „Hiding Assassins“ wurde noch als alternative Geman Version doppelt drauf gepackt. Beginnen wir mit dem ersten Stück „Grand Commander“. Das beginnt mit einem typischen Marduk Riff, dennoch schöne Tempowechsel innerhalb des Stückes. Das nächstes Stück „Panzerkrieg 666“, mein persönlicher Favorit, rasend schnell und mit dem sehr einprägsamen Refrain „Panzerkrieg 666“. Die beiden letzten Stücke gehen aber in die gleiche Richtung wie sie vorherigen Stücke. Kleiner Kritikpunkt, die für mich viel zu kurze Spieldauer, aber das ist nur mein persönliches Empfinden.

Fazit: Panzerkrieg 666 überraschend mit ihrer kurzen EP mit gleichem Namen. Die Band weckt schon jetzt das Interesse nach weiteren Veröffentlichungen der Band. Die EP gehört in jede ordentliche BM Sammlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Grand Commander
  2. Panzerkrieg 666
  3. Wartorn
  4. Hiding Assassins
  5. Hiding Assassins (German alternative version)

Band: https://panzerkrieg666.bandcamp.com/

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Interview with the Polish BM Horde „Infernal Legion“

Infernal Legion is a very new Band in Poland. Their influences goes back to Bands like Gorgoroth, Veles or Graveland. The Band speaks in this Interview about Satan and BM Hippies in Poland.

Mjöllnir: Hailz! First of all thanx to have the pleasure to do an Interview with the Seelenfeuer Webzine! Infernal Legion is a very „Young“ Band! Can you explane the Reasons to Start Infernal Legion! Where are your the influencies?

Hail Azazel!!! Infernal Legion was born in 2021, we released a demo tape „Blessed By Satan“ released by Swedish Kandelaber Records. In January this year we spat out our debut bastard „Beast Reborn“. Over 20 minutes of sounds from the abyss of hell, raw rough and old school Black Metal.

In Poland, this material has been published by our own circulation and it is almost sold out. In the USA and Colombia, Destroyer Production took care of the license and in Mexico Jewel released Quetzatcoatl Records.

in August this year, Terror Black Cult released our new EP „Death Damnation“ on a limited cassette. It was completely sold out and in the meantime my unholy brother Abalam on bass joined our Legion. We also said goodbye to our vocalist Revocator, he left our ranks. We are currently working hard on the songs for the second album. Beware Legions!

Mjöllnir: The first Album „Beast Reborn“ is Published since January! How are the reactions of the BM Scene?

It‘s been a while for a while now for the release of „Beast Reborn“. I still think we made some really good stuff and I’m proud of it. I haven’t heard any negative opinions about this material yet. We hit the tastes of maniacs at the age of 30/40 and that’s what we meant. This is really old school Black Metal. We adore the scene from the 80/90 and you can hear it.

Mjöllnir: „Beast Reborn“ is very raw, brutal and aggressiv! Is this the Kind of BM which is the Trademark of Infernal Legion or will be some differences in your musical Style?

Yes, I will agree with you, it’s very raw material, aggressive, but there are also slower moments. I never wanted to play extreme fast. I prefer medium fast and moderate paces I’m totally possessed by old Gorgoroth, Mayhem, Enthroned, old Samael, , Archgoat ….. and I’m drowning others. 30 years I’ve been breathing this music, it will never change.

I am very pleased with our debut, although what we are creating now is a step forward. I work with really fancy people, especially my unholy blood brother Abalam brought a lot of freshness and ideas to the new songs. This is something wonderful!

Mjöllnir: How are the reactions of Labels of your Album? The Publish is only releases in a Limited Edition? Is it difficult to get a labelcontract as an unknown Band like Infernal Legion?

Hahaha …. labels? In Poland, publishers prefer to publish pseudo hippie post black metal shit, telling young people that it is old school. We do not cooperate with any Polish label. and it is unlikely to change. In my country, only Putrid Cult, Mara Production, Fallen Temple, Wolfspell Records and a handful of others deserve attention. A mass of completely unnecessary pseudo-bm bands, a mass of unnecessary labels …. flooding the scene with shit ….. there is also a handful of really valuable bands, but mostly old brigades ….

Mjöllnir: Let us speak about the Songwritingprocess! Is there someone who writes All Thinge in Infernal Legion or arise the Songs in a collective?

Writing „Beast Reborn“ fell on the shoulders of Berith and Revocator. I gave them tips on how each song should look like. Together we decided what riff is suitable for which number. It was similar with composing „Death Damnation“. Currently, most of the material comes from Abalam’s hand, he is also a great guitarist and we understand exactly what we want to achieve. . Berith of course also brings riffs that we work on together. I’m a bit of a tyrant haha I have a decisive influence on everything how it will look like …. but I really appreciate cooperation with my comrades. Glory to them!

Mjöllnir: What are the Plans of Infernal Legion for nearer Future? Exist there new Songs?

Currently we are struggling with the lack of a vocalist, because as I mentioned we have finished our cooperation with Revocator. The case is open and the search is ongoing. This does not mean, of course, that we rest on our laurels. We have four new hymns ready to praise our Lord Satan, it is really a step forward, all of course in the devilish Black Metal Oldschool vibe. We’re still working, and she can’t complain about nude. we plan to record a second album next year. time will tell.

Mjöllnir: After Corona Pandemic is time to get back on Stage! Exist there some Bookings for Infernal Legion?

Infernal legion has not played any concerts yet. Due to the lack of a vocalist, we have lost a few with the Ukrainian Khors, among others. The time will come for the live performances. It will be a true ritual for the glory of Satan. For sure I will not push my mouth like most of these hippy post bm bands, just to play with just anyone and get drunk with alcohol. Pathetic. We will only play with those who suit us. You won’t see any new posers band with us. Unfulfilled child rappers and fagots who discovered Aryan blood in themselves, and the first to go down the chimney. Garbage.

Mjöllnir: Let is speak about the Corona Pandemic in Poland! What does Corona mean for Infernal Legion?

This pandemic was one big nonsense being pumped all the time by the Media a lot of nerves, senseless prohibitions ….. a lot of canceled tours, concerts … it was a very hard time. It stuffed the pockets of politicians and pharmaceutical companies with money. I didn’t take any fucking vaccine. I am alive, fucking them. Let’s hope we have this crap behind us.

Mjöllnir: What do you think about the BM Scene in your Country if you compare it with the Scene in Germany? Where are the reasons for so a big BM Scene in Poland?

Polish scene ….. heh, loads of shit, hippies who think they play Black Metal. They defile such a beautiful art with their scraps. Rappers who suddenly got a revelation and are suddenly real BM warriors .. hahaha …. what the fuck is it and who let these children from a good home let them on the stage …. hands drop ….. or a fagot who discovers Aryan blood within himself hahaha Aryan Gay! Do you understand any of this ?? !! I think AH would definitely be proud to haha against the wall and shoot it …. I respect mostly old crews like Besatt, Saltus, Infernal War, Deus Mortem, Graveland, Veles, Thors Hammer,Holy Death, Cultes Des Ghoules , Arkona…… some new crews also got good matexes like Hellfuck, Hegony, Illness ,Baalzaagoth.. .I do not follow this scene so far. Usually when I get a new band after 2 songs I turn off because I can’t listen to it.

Forgive my friend, I don’t follow your scene. I know you have a lot of bands there, just like the great ones and a lot of shit. I remember Ungod and their „Circle Of Infernal Path“ is great ….. I love the now defunct Zarathustra and their mighty „Perpetual Black Force“! I was a bit disappointed with the new Pestlegion, the debut is absolutely great but the two are already weaker. Strong medium where only two songs are remembered. Onielar and DNS I don’t think I need to mention. She’s wonderful. I also remember the German Nebiros tape with a Pole in the line-up from the old days. I must have missed something and I forgot. Forgive me.

Mjöllnir: At the End of the Interview the Last words are yours!

Thanx for your Time and Support, Comerade. trample on the rubbish that floods the BM scene. Listen only to real Oldschool Metal hordes.

Wait for our second LP !

Hail Azazel,Hail Paimon,Hail Satan !!!

Reviews:

Rezension: Infernal Legion – Beast Reborn (Eigenproduktion 2022)

Infernal Legion – Death Damnation (Terror Black Cult 2022)

Interview was done By Infernal Legion and s/ Seelenfeuer in October 2022

 

Rezension: Nocturnis – Unsegen (MMD Records 2022)

Durch einen FB Post bin ich auf die süddeutsche BM Formation Nocturnis aufmerksam geworden, weshalb ich bei der Band nach einer Promo angefragt habe und innerhalb weniger Minuten diese im elektronischen Postfach hatte. Das erste Album hört auf den Namen „Unsegen“ und ist ein Konzeptalbum, welches im Ersten Weltkrieg angesiedelt ist und diesen aus Sicht eines Soldaten beleuchtet. Musikalisch ist das Album rasender BM mit sehr beeindruckenden Gitarrenriffs. Insgesamt umfasst „Unsegen“ 6 Song und eine Spieldauer von etwas mehr als 37 Minuten. Erscheinungstermin des Albums ist Ende Oktober.

Musikalisch kann das Album durch seine rasende Geschwindigkeit und seine präzisen Tempowechsel auf jeden Fall schon mal Akzente setzen. Die Stücke sind sehr dynamisch und auf den Punkt gebracht. Glücklicherweise verzichtet die Band auf unnötigen Schnickschnack und lässt stattdessen die Instrumente sprechen. Markantes Merkmal neben den bereits herausragenden Gitarrenriffs, ist das druckvolle Schlagzeug, welches selbst in den schnellen Passagen nicht aus dem Takt kommt. Konzeptalben bergen die Gefahr, das man sich schnell verzettelt, da man an ein Konzept gebunden, Nocturnis jedoch haben es geschafft die Weltkriegsthematik beeindruckend umzusetzen. Die Idee den Krieg aus Sicht eines Soldaten zu vertonen, finde ich sehr gelungen. Der Hörer erlebt und fühlt das Leid und die Emotionen des Soldaten mit all seinen unterschiedlichen Facetten mit. Mitten in Leichenbergen harrt der Soldat aus und dennoch wartet er auf seine Erlösung und bereut seine Taten seines Soldatenlebens, welches Leid und Tod über viele Familien gebracht hat. Mein persönlicher Favorit ist der vierte Song „Niedergang“ beeindruckend welche Atmosphäre diesem Stück eingehaucht wurde und musikalisch einfach nur stark intoniert wurde. Übrigens auch wenn die Band auf dem Album die Welkriegsthematik umsetzt, sollte die Band nicht in eine politische Richtung gesteckt werden.

Fazit: Nocturnis haben mit ihrem Debütalbum „Unsegen“ ein spielerisch beeindruckendes Werk abgeliefert. „Unsegen“ fängt die Weltkriegsthematik mit seinem Leid und Emotionen nahezu perfekt ein. Pflichtkauf!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Am Rande
  2. Unsegen I
  3. Unsegen II
  4. Niedergang
  5. Reue
  6. Zerrissenheit

Band: https://nocturnis-kvlt.bandcamp.com/music

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Lineup für das „Wintermelodei“ Festival 2022 steht nun fest!

In den letzten beiden Jahren ist das Festival der Corona Pandemie zum Opfer gefallen, nun aber nach der ersten Ausgabe des Zappenduster Open Airs im August, rufen die Veranstalter nun zum Wintermelodie Festival nach Münster!

Die Veranstalter haben interessantes Lineup zusammengestellt, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

Rezension: Nott – XX (Schierling Klangkunst 2022)

Die italienische BM Formation Nott treibt bereits 20 Jahre ihr Unwesen in der BM Szene. Nun zum 20. Geburtstag macht die Band sich selbst mit „XX“ ihr Geburtstagsgeschenk. Veröffentlicht wird das Album über Schierling Klangkunst, als CD Version. Musikalisch bleibt die Band sich treu und zelebriert weiterhin sehr rauen ungeschliffen und traditionellen BM. „XX“ umfasst insgesamt 8 Songs und eine Spieldauer von etwas mehr als 40 Minuten. Das Artwork zeigt den Protagonisten.

Von Anfang an bestimmt dissonanter Gitarrensound das Geschehen. Das Tempo variiert dabei von Stück zu Stück und gerade im schleppenden Tempo wie z.B. „Conclave of Fire“ erzeugt der Protagonist H. Archville, welcher auch bei Nebrus aktiv ist, eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Das Stück nimmt zum Ende hin an Fahrt auf und zeigt, dass die Band nicht erst seit gestern musikalisch aktiv ist. „Earth‘s Black Box“ ist ein Mega Song mit hypnotischem Riffing und Black’Roll Einschlag, erzeugter eine intensive und mitreißende Atmosphäre. Die variablen Vocals empfinde ich als Höhepunkt des Albums, denn sie setzen den Songs die Krone auf. Die vorherigen Alben des Italieners sind mir bisher nicht bekannt, weshalb ich eine mögliche Weiterentwicklung nicht beurteilen kann. Nott haben sich mit ihren 5 . Album ein passendes Geschenk zum 20jährigen Jubiläum gemacht. „XX“ ist ein BM Album wie es meiner Meinung nach zu sein hat: kalt, disharmonisch und morbide. Nott ist eine Band, welche in das Bandrooster von Schierling Klangkunst super passt. Wer BM mit morbider und beklemmender Atmosphäre sucht sollte dem Werk aus Italien sein Ohr leihen.

Fazit: Nott liefern mit ihren neuen Album „XX“ ein spielerisch starkes Album ab. Wer BM der alten Schule mag sollte sich das Album auf seinen Wunschzettel setzen. Pflichtkauf!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Two Decades of Oblivion
  2. We Are the Virus
  3. Naked Apes
  4. So Close in the Fog
  5. Conclave of Fire
  6. Earth’s Black Box
  7. Culicidae Cult
  8. Twelve

Bewertung: 6/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Malacath – Cult of the WinterWinds (Folkvangr Records / Born for Burning 2022)

Die amerikanische Ein Mann Armee Malacath hatte ich bisher noch nicht auf meinem Schirm, aber ein Tipp im Bekanntenkreis und ich nahm mich dem gerade erst erschienen Album an. „Cult of the Winter Winds“ ist sehr rauer BM mit einen starken atmosphärischen Einschlag. Seit den Gründungstagen 2011 hat Lykos, der alleinige Protagonist, bereits 3 Alben und einige EP veröffentlicht. „Cult of Winter Winds“ ist nun bereits das 4. Album und setzt musikalisch den eingeschlagenen Weg weiter fort. Das Album, welches als Tape Version und CD Version erschienen wird, umfasst insgesamt 6 Songs, welche eine Spieldauer von 45 Minuten erreichen. Das Albumartwork in Schwarzweiß Tönen gehalten, finde ich sehr gelungen und passt sehr gut wie ich finde.

Ohne ein Intro beginnt das Album und rauer aber dennoch sehr melodischer Gitarrensound bestimmt das Geschehen. Die Songs sind dabei sehr dynamisch und überzeugen durch ihre sehr präzisen Tempowechsel und spielerisch starke Girarrensoli. Bisher hab ich mich mit den vorherigen Veröffentlichungen der Band nur am Rande beschäftigt, aber Lykos hat bei den neuen Songs den Stücken nochmals mehr Tiefe gegeben. Lykos versteht sein Handwerk und das merkt man, denn „Cult of the Winter Winds“ ist ein Werk, das mit jedem Durchgang weiter an Tiefe und Atmosphäre gewinnt. Malacath ist eine Band, welche man im Auge behalten sollte, denn die Band liefert bereits seit einigen Jahren spielerisch starke Veröffentlichungen ab und sollte auch in Europa und Deutschland die Anhängerschaft vergrößern. Das Album ist ein in sich geschlossenes Gesamtwerk, bei dem es schwer fällt einen einzelnen Song hervorzuheben, weshalb ich darauf verzichte mit dem Hinweis, dass sich der letzte Song „A Winter Passage“ doch von den restlichen Stücken unterscheidet, da er ein Akkustkgitarren Stück ist, welches eine imposante Atmosphäre vermittelt. Das Album wird es als CD und Tape Version geben, aber ranhalten ist angesagt, denn beide Varianten sind limitiert.

Fazit: Malacath ist eine Band, die man sich merken sollte und gerade mit ihrem aktuellen Album „Cult of the WinterWinds“ kann die Band musikalische und spielerische Akzente setzen. Klare Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Boreal Wolves
  2. Cult of the Winter Winds
  3. Rituals of Rotten Flesh
  4. Shadow from the Tomb
  5. Upon the Eldest Nocturne
  6. A Winter Passage

Bewertung: 5,5/6

Band: https://malacath.bandcamp.com/

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Frentrum – Aprutium (Southern Hell Records 2022)

Die italienische BM Kapelle Frentrum dürfte hierzuland kaum bekannt sein, allerdings dürfte Ant (Antonio Pasquini), der einzige Protagonist von zahlreichen anderen Bands bekannt sein in denen er bis zu seinem Tod 2020 aktiv war. „Aprutium“ ist nun posthum erschienen und wurde durch zahlreiche Musiker und die finanzielle Hilfe seiner Eltern fertiggestellt, so dass das Album offiziell veröffentlicht werden konnte. Musikalisch ist Frentrum rauer ungestümer BM mit einer sehr intensiven Atmosphäre. 9 Stücke und eine Spieldauer von 54 Minuten umfasst das Album, welches bisher nur im CD Format erhältlich ist.

Den Auftakt des Albums macht ein fast 2 minütiges Intro bevor mit dem zweiten Stück „Sentiero delle nebbie“ ein potenzieller Ohrwurm aus den Boxen dröhnt. Ein sehr interessanter Song, der von seinem präzisen Tempowechseln und seiner intensiven Atmosphäre lebt. Beeindruckend mit welcher Hingabe Ant an das erste Album offiziell herangegangen ist, gab es bisher nur Demos und eine RP. Markantes Merkmal des Albums sind die Vocals, welche von Song zu Song von einem Musikern intoniert wurden. Wie bereits erwähnt steht die Atmosphäre im Vordergrund des Albums und mit „Auden“ befindet sich ein 14 minütiges Stück auf dem Album, welches rein instrumental daherkommt. Das Stück erinnert an alte Burzum Stücke. Das Album lebt von seiner Vielfältigkeit und seinen Emotionen, welche das Album dem Hörer vermittelt. Das Album hatte Ant vor seinem Tod nahezu fertiggestellt, allerdings wurde es erst posthum durch zahlreiche Musiker und die Hilfe seiner Eltern fertiggestellt und dann über Southern Hell Records veröffentlicht. Mein persönlicher Anspieltipp ist der 6. Song „In a Timeless Land“ . Rau und ungeschliffen in seiner Struktur, dennoch progressiv und treibend, vermittelt er eine sehr intensive Atmosphäre. Wer auf BM abseits der bekannten Pfade steht, sollte in „Aprutium“ ruhig mal reinhören.

Fazit: „Aprutium“ würdigt durch seine Veröffentlichung einen Musiker, der in vielen Bands und Projekten aktiv war, bevor vor 2 Jahren starb. RIP Antonio Pasquini aka Ant!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Immutato cantico
  2. Sentiero delle nebbie
  3. Dove dimorano le pietre
  4. Linee di vette
  5. Auden
  6. In a Timeless Land
  7. Come Together
  8. Mistica del vuoto
  9. Dies Irae Ant Onius Block

Bewertung: 5,5/ 6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Atronos – Fehde (Purity Through Fire 2022)

Atronos ist wieder so eine Band bzw. Projekt bei dem es schon fast klar ist, dass nur eine starke Veröffentlichung herauskommen kann, wenn man sich die Protagonisten hinter der Band anschaut. Henker und Baptist bedürfen keiner großen Vorstellung mehr, denn Beide sind durch ihre Hauptbands den Meisten in der deutschen BM Szene ein Begriff. Atronos unterscheidet sich von Bands wie Mavorim nur sehr wenig, denn Atronos ist ebenso deutscher BM mit deutschen Texten. Nach einem ersten Splittonträger mit Eisenkult ist nun das erste vollwertige Album „Fehde“ über Purity Through Fire“ erschienen. Das Album bietet insgesamt eine Spielzeit von etwas mehr als 36 Minuten und 8 Songs. Zunächst sind nur zwei unterschiedliche CD Version erhältlich, aber wer Purity Through Fire kennt, weiß, dass bestimmt eine Vinyl Fassung über das Label folgen wird.

Musikalisch überzeugt das Album von Anfang an durch seine dynamischen und mitreisenden Stücke. Wer Mavorim kennt, wird die Stimme von Baptist sofort bekannt vorkommen. Die Stücke sind weniger aggressiv als bei Mavorim oder Drudensang, gehen aber dadurch besser ins Gehör. Die Stücke sind recht simpel aufgebaut, was mir persönlich gut gefällt. Die beiden Protagonisten verstehen eben ihr Handwerk und das merkt man dem Album auch deutlich an. Markantes Merkmal ist definitiv die Stimme von Baptist, der den Songs seinen Stempel aufsetzt. Musikalisch können sich die Songs auf jeden Fall hörenlassen, weisen sie aufgrund ihrer einfachen Struktur doch einen hohen Wiedererkennungswert auf. Die Lyriks sind direkt und auf den Punkt gebracht und in den allermeisten Fällen sehr gut verständlich. Atronos ist definitiv keine Kopie von Mavorim oder Ad Mortum, denn die Band kann problemlos für sich selbst sprechen. Klar macht es der Bekanntheitsgrad der Bandmitglieder einfacher was Labels usw. Betrifft, aber das ist nur eine kleine Randnotiz. Wer bereits erwähnte Bands in der Sammlung hat, sollte mit „Fehde“ in seine Sammlung erweitern.

Fazit: Die beiden Protagonisten Baptist und Henker haben sich bei Atronos zusammen getan und mit „Fehde“ ein starkes Album veröffentlicht, welches bereits jetzt schon Lust auf mehr macht.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Mit Speeren und Harpunen
  2. Ohne Gestern, ohne Morgen
  3. Dein Zauber
  4. Feuer und Stahl
  5. Der Pakt
  6. Ich bin der Sieg
  7. Nicht auf dieser Welt
  8. Ein Gebet aus Panzerketten

Bewertung: 5.5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Blodskam – Ave Maria (Suicide Records 2022)

Die schwedische BM Formation Blodskam gibt es schon einige Jahre, doch veröffentlichte das musikalische Duo erst 2019 ein erstes Lebenszeichen in Form eines Albums. Nun knapp drei Jahre später ist es wieder an der Zeit ein weiteres Album folgen zu lassen. „Ave Maria“ wird Ende September als Vinyl Version über Suicide Records erscheinen. Die Band orientiert sich am rauen und schnellen BM mit einem leichtem Black’Roll Einschlag. Das Album umfasst 6 Songs und eine Spieldauer von knapp 35 Minuten.

Blodskam ist mal wieder so eine Band, die mir aus dem Kollegenkreis empfohlen wurde und deren neues Album „Ave Maria“ mich von Beginn an in seinen Bann zog. Das Album ist ein typisch schwedisches Werk, welches eine Mischung von Raserei und Melodik ist. Ungestüm legen die beiden Schweden los und kennen gegenüber dem Hörer keine Gnade. Die Schweden zeigen sich dynamisch, frisch und aggressiv. Die Schweden haben mit dem zweiten Song „Scales and Skin“ einen starken Nackenbrecher auf dem Album. Starker Song mit spielerisch starken Riffing. Der dritte Song „This lonely War“ entfacht ein wahres Höllenfeuer, und trotz der Raserei kommt innerhalb des Stückes keine Monotonie auf. Die Produktion ist druckvoll ausgefallen, dennoch meilenweit entfernt von einer Hochglanzproduktion, die aber zum Album auch nicht passen würde. „Ave Maria“ ist ein sehr typisch schwedisches BM Album, welches auch gut in den 90zigern hätte entstanden sein können, aber sei es drum Blodskam zeigen, dass ein Album hoch heute noch so klingen kann wie vor 20 Jahren. Mein kleiner Kritikpunkt ist die zu kurze Spieldauer, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fazit: Mit Blodskam tritt eine bislang völlig unbekannte Band aus dem dichten Nebel und kann mit „Ave Maria“ durchaus Akzente setzen. Freunde des schwedischen BM‘s können beim Album bedenkenlos zuschlagen. Spielerisch sehr dynamisch, zeigt die Band, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen sein wird.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Perverse Creation
  2. Scales and Skin
  3. This Lonely War
  4. Sharpening the Knives
  5. The Decapitation of the First Man
  6. Chaos Reigns

Label:

http://www.suiciderecords.se/

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Gallóglaigh – Luaith

Gallólaigh ist eine noch recht frische Ein- Mann- Band aus Texas. Musikalisch orientiert sich die Band am atmosphärischen und melodischen BM. „Luaith“ ist bereits das zweite Album des Texaners und musikalisch weiß es durchaus Akzente zu setzen. Den Abschluss des Album bildet übrigens „Blow Your Trumpets Gabriel“ ein Behemoth Cover, welches richtig gut umgesetzt wurde. John hat sich auf dem Album musikalische Verstärkung geholt um dem Werk den letzen Schliff zu verpassen. Das Album umfasst insgesamt 11 Songs und ist aktuell nur noch digital erhältlich.

Musikalisch braucht das Album bei mir nur einige wenige Momente um mich in seinen Bann zu ziehen. Traditioneller BM mit sehr unterschiedlichen Einflüssen wie z.B. irischen Folkelementen weisen darauf hin, dass der Protagonist John Patterson durchaus sein Handwerk versteht und seinen Werke sich durchaus hören lassen können. Die Songs an sich sind sehr von skandinavischen BM geprägt, was mir persönlich doch sehr zusagt. Die Songs sind nicht komplex was ihren Aufbau betrifft, dennoch alles andere als eine simple Aneinanderreihung von sich wiederholenden Riffs. Das Album bietet viele Feinheiten, die aber nicht sofort hörbar sind, und mehrere Durchgänge brauchen um entdeckt zu werden. Meine persönlichen Favoriten sind „Ragnarök“ und „Storms of Ash and Gold“ sehr unterschiedlich in ihrem Aufbau, wissen dennoch eine intensive Atmosphäre zu entfachen. Gallóglaigh ist eine Band die ich weiterhin beobachten werde, denn innerhalb kürzester Zeit hat die Band zwei starke Alben hervorgebracht. Eigentlich fehlt nur noch ein Label, welches die Band auch hier in Europa bekannt macht.

Fazit: Gallóglaith sollten sich die auf ihren Wunschzettel setzen, welche atmosphärischem und melodischem BM zu getan sind. Musikalisch ist „Luaith“ ein richtig starkes Album, mit sehr vielen Feinheiten und einer intensiven Atmosphäre.

Hörbeispiel:

https://galloglaigh.bandcamp.com/album/luaith-2

Trackliste:

  1. Embers
  2. No Crowns, No Gods
  3. Ragnarök
  4. Tálstrom
  5. Smolder
  6. The Towers of Seven
  7. Winds of Night
  8. Storms of Ash and Gold
  9. A Curse of Madness
  10. Ashes
  11. Blow Your Trumpets Gabriel

Band:

https://galloglaigh.bandcamp.com/music

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Crimson Moon – Under the Serpentine Spell Rerelease (Dark Adversary) Productions 2022)

„Under Serpentine Spell“ ist das zweite Album der amerikanischen BM Formation Crimson Moon und ist bereits Mitte der 90ziger Jahre entstanden aber erst 2005 offiziell veröffentlicht worden. Nun viele Jahre später nimmt man sich dem Album wieder an und veröffentlicht das Album nochmals . „Under Serpentine Spell“ hat eine Wiederveröffentlichung mehr als verdient , ging es 2005 doch ein wenig unter im Veröffentlichungswust der damaligen Zeit. Musikalisch kann sich das Album auch heute noch hören lassen, bietet es doch sehr atmosphärischen bzw. melodischen BM mit Vampirthematik. Eine Stunde Spieldauer und 11 Songs umfasst das Werk. Vielleicht noch ein Wort zum Artwork des Albums, welches komplett neu gestaltet wurde. Erhältlich ist das Album zunächst nur als CD Version.

Crimson Moon zählt zu den Bands, welche schon seit Mitte der 90ziger ihr Unwesen in der BM Szene treibt. Die Anfangstage waren für die Band jedoch alles andere als leicht, so wurde „Under Serpentine Spell“ bereits Mitte der 90ziger aufgenommen, doch erst 2005 veröffentlicht. 2005 wiederum gab es unzählige Veröffentlichungen und das Album bekam von Seiten der Szene nicht die Anerkennung, die es verdient hat. 2022 ist es an der Zeit dem Album eine Wiederveröffentlichung zu spendieren, wenn auch leicht verändert, ist es immer noch genauso Hörenswert wie damals. Musikalisch wissen die Stücke mit Keyboarduntermalung und ihrer Dynamik auch heute noch eine intensive Atmosphäre zu entfachen. Erinnerungen an die ersten Scheiben von Cradle of Filth kommen bei Manchem vielleicht auf, allerdings finde ich das das Album der Amerikaner einen weitaus intensivere Atmosphäre versprüht. Ich werde mich auf keinen Favoritensong festlegen, denn ich finde das Album ist als solches ein so starkes Gesamtwerk, dass es keiner Differenzierung bedarf.

Fazit: Dark Adversary Productions macht es durch die Wiederveröffentlichung des zweiten Albums „ Under Serpentine Spell“ möglich, dass sich jeder dieses musikalische Meisterwerk von Crimson Moon sichern kann. Das Album versprüht auch heute noch den gleichen Charme und die gleiche Atmosphäre wie 2005. Pflichtkauf!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Cults of the Shadow (Intro)
  2. Chaos of the Sea (Mummu Tiamat)
  3. Raise the Horns of Battle
  4. Amidst the Labyrinths of Depression
  5. The Withering Rose of Purity
  6. The Blood That Is Eternal
  7. Her Cursed Kiss
  8. Bloodstained Dreams of the Dragon
  9. Under the Serpentine Spell
  10. Outro (Within the Dreaming Mind of the Seperate)
  11. Veins of Immortality II

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/Seelenfeuer 2022

Rezension: Pestlegion – Sathanas Grand Victoria (Osmose Productions 2022)

Die nordrhein-westfälische BM Formation Pestlegion dürfte hierzuland schon ein gewissen Bekanntheitsgrad aufweisen, hat die Band, welche aus Marl stammt, doch schon einige Veröffentlichungen auf ihrem Konto. Nun folgt Ende September das zweite Album „Sathanas Grand Victoria“. Erscheinen wird es über Osmose Productions in allen gängigen Formaten. Musikalisch bietet die weiterhin sehr schnellen BM, welcher mit Bands wie Dark Funeral oder Setherial usw. vergleichbar ist. „Sathanas Grand Victoria“ umfasst eine Spieldauer von 40 Minuten und 9 Songs.

Pestlegion legen sofort los wie die Feuerwehr und nur sehr selten findet die Band den Weg auf die Bremse. Das Album bietet im Gegensatz zu den vorherigen Veröffentlichungen mehr Tiefgang und vor allem mehr Hass und Wut. Die Band verzichtet auf großen Schnickschnack und lässt stattdessen die Brutalität ihrer Songs sprechen. Die Songs sind jedoch alles andere als nur stupides Geknüppel, sondern wissen selbst nach mehren Durchgängen noch einige Nuancen, zu offenbaren.. „Sathanas Grand Victoria“ ist ein musikalisches Brett und bietet neben Hochgeschwindigkeitspassagen auch jede Menge melodische Momente, die das Potenzial der Band zur Geltung bringt. Freundes des schwedischen BM’s sollten sich das Album auf jeden Fall mal zu Gemüte führen, denn auch nach einigen Durchgängen lassen sich keine wirklichen Schwachpunkte finden. Wer sich für das Album entschiedet hat Dank Osmose Productions jedoch die Wahl für welches Format er sich entscheidenen muss. Einigen einzelnen Song möchte ich nicht hervorheben, aber gerade die deutschen Lyriks in „Ketzer Reim“ oder Entsage Gott“ wissen aufgrund ihrer Botschaften zu gefallen.

Fazit: Pestlegion melden sich mit ihren zweiten Album „ Sathanas Grand Victoria“ musikalisch eindrucksvoll zurück. Das Album ist ein satanisches Manifest böse und brutal. Klare Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Intro
  2. We Deny Thy Name
  3. The Portal
  4. Into The Golden Valley
  5. Ketzer Reim
  6. Sathanas Grand Victoria
  7. Adjuration Of The Elder Gods
  8. Entsage Gott
  9. The Warlock’s Curse

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/Seelenfeuer 2022

Neues Album „Seventh Secular Crusade“der Schweden um Nazghor erscheint Ende November

  • SEVENTH SECULAR CRUSADE –

Our seventh album entitled ‚Seventh Secular Crusade‘ will be released November 25 through The Wild Hunt.
https://thewildhunt.net/

Seventh Secular Crusade is a sign of strength and pride within our legion.
This is our first release since 2017 and we are eager to release this beast.

The album was recorded by Nazghor except for the drums, recorded by Fabio Alessandrini (Annihilator, Bonfire).
Mixed and Mastered by Pentagram Studio (Lucifer’s Child, Rotting Christ, Septicflesh)
Cover art by S. Satanas.

Seventh Secular Crusade is our biggest achievement so far. More info yet to come.

Rezension: Herbstlethargie – Melancholie im Blattfall (Northern Silence Productions 2022)

Herbstlethargie ist ein musikalisches Nebenprojekt von dem einzigen Protagonisten Herbst. Herbst ist auch bei Gernotshagen aktiv und Herbstlethargie und das Lebenszeichen „Melancholie im Blattfall“ ist über einen längeren Zeitraum gereift und entstanden. „Melancholie im Blattfall“ ist seit einigen Tagen über Northern Silence Productions erhältlich. Herbstlethargie orientiert sich musikalisch am rauen und atmosphärischen BM, mit progressiven Einschlag. Das Album besteht insgesamt aus 8 Stücken, welche eine Spieldauer von knapp einer Stunde erreichen. Zunächst ist das Album in zwei unterschiedlichen CD Versionen erhältlich und für die Zukunft sollte auch eine Vinyl Version keine reine Utopie sein. Das Artwork ist einfach sehr beeindruckend wie ich finde.

Was habe ich mich auf das Album gefreut, waren doch schon die wenigen Details die in der Öffentlichkeit und den sozialen Netzwerken bekannt wurden sehr vielversprechend. Schnell bei der Band eine Promo angefragt und schon kann ich dem Gesamtwerk lauschen. „Melancholie im Blattfall“ ist um es vorweg zunehmen ein starkes Album, das den Hörer von Anfang an in seinen Bann zieht. Progressiver und dynamischer Gitarrensound erzeugt eine sehr intensive Atmosphäre. Die Stücke weisen sehr viele Feinheiten auf, welche es zu erschließen gilt. „Melancholie im Blattfall“ ist alles andere als nur ein Album zum flüchtigen Hören nebenbei, denn zu viel Persönlichkeit und zu viele Emotionen stecken in dem knapp einstündigen Werk. Man merkt die lange Entstehungszeit dem Album an, denn die Stücke überzeugen durch ihre Dynamik und ihre spielerische Tiefe. Wem atmosphärischer BM zusagt sollte sich „Melancholie im Blattfall“ auf seinen Wunschzettel setzen, BM Puristen könnte das Werk vielleicht nicht undergroundig genug sein. Die Produktion ist sehr druckvoll ausgefallen und dennoch meilenweit entfernt von einer Hochglanzproduktion. Bleibenden Eindruck hat bei mir besonders der letze Song „Der erste Schnee“ hinterlassen, auch wenn die anderen Songs keinesfalls schlechter klingen, sondern der bereits erwähnte Song kleine Nuancen für mich besser klingt.

Fazit: Freunde des atmosphärischen NM sollen sich „Melancholie im Blattfall“ mal Anhören, denn meines Erachtens nach gehört das Album zu den besten Alben aus Deutschland in seinen Genre aus Deutschland. Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. September
  2. Umschwung
  3. Die Wälder brennen
  4. In unendlichen Himmeln
  5. Blätter fallen
  6. Von Herbst zu Winter
  7. Mein Ahornblatt
  8. Der erste Schnee

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Grantig – Der neue Herrscher (Sturmglanz Black Metal Manufaktur 2022)

Grantig ist eine bisher noch unbekannte BM Formation aus Thüringen, das dürfte sich aber schnell ändern, denn gerade erst hat die Band ihr erstes Lebenszeichen über Sturmglanz veröffentlicht. Das erste Lebenszeichen ist nicht eine Demo, sondern gleich ein komplettes Album. Das Album hört auf den Namen „Der neue Herrscher“ und ist als CD Version erhältlich. Sammler können bei der DIN A 5 Version zu schlagen. Musikalisch präsentiert man über knapp 40 Minuten hinweg eine Mischung aus rauem und melodischem BM. Insgesamt umfasst das Album inklusive Intro und Outro 9 Songs.

Musikalisch weiß das Album sofort zu gefallen, gehen die Stücke doch recht gut ins Ohr. „Der neue Herrscher“ ist sehr dynamisch ausgefallen und die Mischung aus rauen und melodischen Elementen dürfte in der Szene sehr wohlwollend aufgenommen werden. Sturmglanz hat ein Gespür für Bands, die bisher nahezu unbekannt sind, eine Plattform zu geben. Viele Informationen gibt es über die Band nicht, aber die Musik spricht für sich. Wen die schon erwähnte Mischung zusagt, sollte mehr als nur ein Ohr riskieren. Hin und wieder erinnert mich Grantig an Camulos, da auch Grantig die Stücke in deutscher Sprache vortragen. Keifende und giftige Vocals sorgen für das Gefühl Grantig schon mal musikalisch begegnet zu sein. Einen persönlichen Anspieltipp möchte ich mich enthalten, denn „Der neue Herrscher“ weiß bei mir auf Anhieb zu zünden und zukünftig dürfte mit Grantig zu rechnen sein, ein guter Anfang ist gemacht. Wer die Vorherigen Veröffentlichungen von Stutmglanz kennt, weiß das das Label im qualitativ hochwertige Veröffentlichungen abliefert.

Fazit: Grantig liefern mit ihrem Debütalbum „Der neue Herrscher“ ein starkes erstes Lebenszeichen ab, auf dem sich zukünftig aufbauen lässt. Musikalisch ist das Album durchweg gelungen, aber dennoch lässt man sich Luft nach oben. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Intro
  2. Lykanthropie
  3. Hexenzirkel
  4. Der neue Herrscher
  5. Fanfare Thuringia
  6. Lasst die Hunde los
  7. Gefallen um zu leben
  8. Bis zum bitteren Ende
  9. Outro

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Geistlicht – Hidden in the Mists (Eigenproduktion 2022)

Geistlicht ist mal wieder so eine Band, die man zufällig über YouTube entdeckt und deren Musik sich tief in die Gehörgänge fräst. Viele Informationen gibt es nicht über die Band, außer das sie aus Hamburg stammt und „Hidden in the Mists“ das erste Lebenszeichen der Formation ist. Musikalisch orientiert sich die Band am atmosphärischen BM. Das Album, welches zur Zeit nur digital erhältlich ist, umfasst 7 Songs mit einer Spieldauer von etwas mehr als 36 Minuten. Erwähnenswert ist das ausdrucksstarke Artwork des Albums, denn dieses wurde von Carl Hash gemalt.

Musikalisch ist „Hidden in the Mists“ definitiv sehr dynamisch ausgefallen, denn langsame Passagen wechseln sich mit schnellen und harschen Passagen ab. Untermalung finden die Stücke durch wunderschöne Keyboardspassagen. Atmosphärisch bewegt sich das Album zwischen Melancholie und vorantreibenden Passagen. In „Forsaken Land“ erklingen Synthieklänge, bevor der nächste Song deutlich an Fahrt aufnimmt. Die Protagonisten verstehen ihr Handwerk, denn die Stücke weißen sehr viele Nuancen auf, die es zu entdecken gilt. Die Produktion ist sehr druckvoll ausgefallen und passt zum Gesamteindruck des Albums. Einen einzelnen Song jedoch hervorzuheben würde dem Gesamtwerk nicht gerecht werden, denn „Hidden in the Mists“ wächst mit jedem Durchgang mehr und mehr zusammen. Die Band macht schon jetzt Lust auf mehr, musikalisch hat man auf jeden Fall mit „Hidden in the Mists“ schon mal ein starkes Eisen im Feuer, auf das die Labels achten sollten. Freunde des Atmosphärischen BM sollten sich das Album in ihre Sammlung stellen, wenn es denn irgendwann als psychisches Format erscheint.

Fazit: Geistlicht haben mit ihren Debütalbum an sehr ausdrucksstarkes und intensives Hörerlebnis erschaffen, welches den Hörer fesseln wird. Pflichtkauf !

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. The Darkest Night
  2. Chant of the Dead Shaman
  3. Cold Oblivion
  4. From Under the Roots
  5. Forsaken Land
  6. Lonely Path Through the Mounds
  7. Hidden in the Mists

Band;

https://geistlicht.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Northmoon – Shadowlord – My Soft Vision in Blood (Naturmacht Productions 2022)

Die österreichische BM Formation Northmoon ist erst im letzten Jahr entstanden. Demos gab es bis jetzt nicht, umso überraschender war es, dass sich Naturmacht Productions der Band angenommenen hat und Northmoon ihr erstes Lebenszeichen in Form eines vollwertigen Album über das Label veröffentlichen werden. Musikalisch bietet das Album eine Bandbreite zwischen rauen und sehr atmosphärischen BM „Shadowlord – My soft Vision“ umfasst eine Spieldauer von etwas mehr als 40 Minuten und 8 Stücken. Aktuelle ist das Werk nur als CD Version erhältlich, hier aber im DIN A5 Format.

Musikalisch können die Österreicher bereits von Anfang an Akzente setzen. Die Stücke sind sehr dynamisch und weisen sehr imposante Tempowechsel auf. Über allem jedoch thront eine Atmosphäre, die den Hörer das Gefühl von Freiheit und Erhabenheit vermittelt. Was die Band hier abliefert ist schon sehr beeindruckend, zumal eine vorheriges Lebenszeichen nicht vorhanden ist und die Österreicher all ihre Kraft und Kreativität in „Shadowlord – My Soft Vision in Blood“ gebündelt haben. Finnischer BM dürfte der Band als Vorbild dienen, denn wie die Finnen , vermischen auch Northmoon Melodik und Kälte zu einem beindruckend Gesamtwerk. „Jagdpanzer 666“ wurde bereits vor Wochen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht und machte Lust auf mehr, das Warten hat sich jedoch gelohnt und das Album ist richtig gut geworden. Wem finnischer BM zusagt sollte bei „Shadowlord – My soft Vision in Blood“ bedenkenlos zu greifen können, denn Northmoon machen bei ihrem Debütalbum meines Erachtens nach schon Vieles richtig und zukünftig dürfte noch mehr von der Band kommen.

Fazit: Northmoon aus der Alpenrepublik legen mit ihren Debütalbum „Shadowlord – My Soft Vision in Blood“ ein starkes erstes Lebenszeichen vor, auf dem sich zukünftig aufbauen lässt. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Infernal Paths of Sinister Devotion
  2. Jagdpanzer 666
  3. Clandestine Deathwish Ritual
  4. Black Metal Wolves of Iron and Chaos
  5. Astral Darkness and Unholy Worship
  6. Doomed by Exorcistic Priests
  7. Kommando Northmoon
  8. Occult Legion of the Abyss

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Unendliche Dunkelheit – Zeremonie der Schatten (Eigenproduktion 2022)

Unendliche Dunkelheit ist eine noch recht neue Band in der deutschen BM Szene. Entstanden ist die Band letztes Jahr als Ein Mann Armee und seit den Anfangstagen hat Ritualbutcher, der einzige Protagonist, bereits einige Veröffentlichungen in Eigenregie herausgebracht. „Zeremonie der Schatten“ ist nun das zweite Album, das erst seit einpaar Tagen über Bandcamp zu hören ist. Musikalisch ist die Band im Raw BM beheimatet und weiß um es vorweg zunehmen durchaus zugefallen. „Zeremonie der Schatten“ umfasst 32 Minuten und 5 Songs.

Ein kurzes stimmungsvolles Intro läutet das Album ein und auf den ersten Blick fällt sofort auf, dass Ritualbutcher sein musikalisches Handwerk mehr als versteht. Die Stücke bewegen sich meist im mittleren Tempobereich und sind dennoch recht dynamisch in ihrem Aufbau. Wer Bands wie Czarnobog oder Nightwalker zu seinen Favoriten zählt, sollte bei Unendliche Dunkelheit mal ein Ohr riskieren, denn auch wenn die Stücke recht simple in ihrem Aufbau sind, wissen sie zu gefallen. Im Purismus steckt eben Authentizität und Ritualbutcher geht eben mit dieser zu Werke, was mir sehr gefällt. Einen einzelnen Song möchte ich nicht hervorheben, denn „Zeremonie der Schatten“ versprüht von Anfang dieses 90ziger Jahre Feeling und verzichtet glücklicherweise auf unnötigen Schnickschnack. Bisher hat sich noch kein Label gefunden, welches die Veröffentlichungen der Band in einem würdigen Rahmen offiziell veröffentlicht, aber ich denke, das dürfte sich in nächster Zeit bestimmt ändern. BM Puristen sollten sich Unendliche Dunkelheit auf jeden Fall auf ihre Agenda setzen, denn die Band hat innerhalb kürzester Zeit mit einigen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht.

Fazit: Unendliche Dunkelheit ist eine Band mit der in Zukunft zu rechnen sein wird. Wem rauer und ungeschliffener BM zusagt, sollte sich „Zeremonie der Schatten“, wenn auch nur aktuell digital zu legen.

Hörbeispiel:

https://unendlichedunkelheit.bandcamp.com/album/zeremonien-der-schatten

Trackliste:

  1. Läuterung
  2. Unzählige tote Augen, sie starren ausdruckslos in das Schwarze, in das Reine
  3. Wo die Dunkelheit herrscht und mit den Tod alles beginnt
  4. Die Lämmer flohen in den dunklen Wald, wo ein blutiger Altar auf sie wartete
  5. Til ondskapens triumf

Kontakt:

https://unendlichedunkelheit.bandcamp.com/

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Lunar Spells – Demise of Heaven (Northern Silence Productions 2022)

Lunar Spells veröffentlichen nächste Woche ihr nun mehr zweites Album. Musikalisch bleiben die Griechen sich treu und „Demise of Heaven“ ist eine Mischung aus rauen und sehr melodischen BM. Das Album erscheint wie bisher alle vorherigen Veröffentlichungen über Northern Silence Productions. „Demise of Heaven“ wird zunächst in zwei unterschiedlichen CD Versionen erscheinen. Das Album besteht aus 6 Songs, welche eine Spieldauer von etwas mehr als 36 Minuten umfassen.

Musikalisch hat sich gegenüber den vorherigen Veröffentlichungen nicht allzu viel geändert, nach wie vor klingen die Griechen sehr roh und ungeschliffen, schaffen es aber ihren Stücken durch melodische Passagen sehr viel Tiefe und Atmosphäre zu verleihen. Schon der erste Song „Nocturnal Flames Above the Sacred Trinity“ erinnert mich an Satanic Warmaster, wobei die Griechen die Finnen aber nicht einfach nur kopieren, sondern ihren Stücken sehr viel Eigenständigkeit verleihen. Die Stücke sind dynamischer und noch mehr auf den Punkt gebracht als bei den vorherigen Veröffentlichungen. Die Produktion ist sehr druckvoll und glücklicherweise alles andere als eine Hochglanzproduktion. Wer die vorherigen Veröffentlichungen der Band kennt, kann bedenkenlos zu greifen, denn wirkliche Schwächen zeigen die Griechen nicht. Mein persönlicher Favorit ist der dritte Song „Aversion to Theurgy“ sehr dynamisch in seinem Aufbau und episch im mittleren Teil, weiß er zu überzeugen.

Fazit: „Demise of Heaven“ ist ein Werk, welches den Spagat zwischen rauen und melodischen BM nahezu perfekt schafft. Die Griechen liefern mit ihren nun zweiten Album eine beindruckende Leistung ab. Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Nocturnal Flames Above the Sacred Trinity
  2. Drowning in Sulphurous Blood
  3. Aversion to Theurgy
  4. Ejaculate the Masses of Holiness
  5. Damnation of the Heavenly Sun
  6. Ceremonial Oath of Sanctified Profanation

Bewertung: 6/6

@Mjöllnir/Seelenfeuer 2022

Rezension: Lighthouse – I (TeufelsZeug Records 2022)

Lighthouse stammen aus Bayern und orientieren sich musikalisch am progressiven BM mit Post Metal und DSBM Einschlägen. Die Band erzeugt eine beeindruckende Atmosphäre. Nach einer ersten EP vor 2 Jahren, ist nun das erste Album „I“ erschienen. 7 Stücke und eine Spieldauer von knapp 37 Minuten sind die Eckdaten des Album, welches über TeufelsZeug Records erschienen ist. „I“ ist bisweilen nur digital und als CD Version erhältlich, aber vielleicht folgt noch eine Vinyl Version. Das Artwork sieht mal echt hammermässig aus, sehr stark wie ich finde.

Musikalisch ist das Album sehr vielfältig geworden und vor allem die rockigen Passagen, wissen dabei Akzente zu setzen. Die Atmosphäre schwankt von Melancholie bis hin zu mitreißenden Passagen. Mich persönlich erinnert die Band so einwenig an Lifelover, die so eine ähnliche Atmosphäre auf ihren Alben erzeugt haben, wobei beide Bands dennoch völlig anders klingen. Zwischenzeitlich sorgen kleinere Soundsamples, dass sich die Atmosphäre noch intensiviert. Die Stücke an sich sind recht einfach in ihrem Aufbau und dennoch ist es gerade das was das Album zu einem stimmigen Gesamtwerk macht. Es fällt mir schwer einen einzelnen Song hervorzuheben, denn irgendwie bewegen sich alle Stücke auf gleichem hohem Niveau, was meine Auswahl so schwierig macht. Mit Lighthouse dürfte definitiv zu rechnen sein, denn mit „I“ hat die Band bereits schon mal auf sich aufmerksam gemacht. „I“ richtet sich an Hörer, welche bereit sind auch die eingeschlagenen Wege des BM zu verlassen und sich neue Einflüssen zu öffnen.

Fazit: Lighthouse haben mit ihrem Debütalbum ein sehr starkes Gesamtwerk veröffentlicht, das durch seine stimmige Atmosphäre Akzente setzen kann und durch seine progressiven Elemente sich vom BM Mainstream abhebt. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

  1. 54°26’33“N, 11°01’09“E
  2. The Lighthouse
  3. Beyond
  4. The Bird That Came to an End
  5. As the Trees…
  6. Collapsing Light
  7. 54°24’09“N, 11°18’39“E

Trackliste:

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Infernal Legion – Death Damnation (Terror Black Cult 2022)

Erst im Januar ist mit „Beast Reborn“ das erste Album der polnischen BM Formation infernal Legion erschienen. Nun legen die Polen eine neue EP vor, die zwar kurz von der Spieldauer ist aber dennoch am eingeschlagenen Weg der Band festhält. „Death Damnation“ umfasst 4 Stücke, wobei es sich um genau zu sein um 3 neue und einen schon bereits bekannten Song handelt. Die Polen orientieren sich musikalisch an Bands wie Archgoat, genauso rau und ungestüm. Die EP ist als Tapeversion erhältlich direkt über die Band.

Musikalisch legen die Polen los wie die Feuerwehr und kennen dabei keine Gnade. Nur sehr selten drosselt die Band das Tempo innerhalb der Stücke. Unnötiger Schnickschnack ist nicht das Ding der Band, sie setzt lieber auf kompromisslose Härte. Die neuen Stücken sind in ihrer Struktur aber mehr auf den Punkt gebracht ohne das vorherige Album nun schlecht darstellen zu lassen. Wer Bands wie Archgoat zu seinem Favoriten zählt wird auch bei Infernal Legion seine Freunde haben. Die Produktion drückt ordentlich aus den Boxen und auch das Artwork passt sich der Veröffentlichung sehr gut an. Die neuen Stücken setzen den auf dem Album eingeschlagenen Weg fort und negative Überraschungen bleiben somit aus. Die EP war als streng limitierte Tape Version geplant und es bleibt echt zu hoffen, dass dies nicht der letzte Schluss ist, denn viele Interessierte schauen dann in die Röhre. Mein persönlicher Favorit ist der zweite Song „Inovacation of Blasphemy“ mit seinem sehr einprägsamen Riffing, ansonsten recht simple gehalten weiß er zu gefallen. Der letzte Song „Blessed by Satan“ war bereits auf dem Album enthalten, wurde leicht im Sound aufpoliert und leicht neu arrangiert, aber ansonsten immer noch genauso wie auf dem Album. Kleiner negativer Kritikpunkt ist die für mich viel zu kurze Spieldauer, aber das ist nur meine Meinung.

Fazit: Infernal Legion liefern innerhalb kürzester Zeit eine weitere Veröffentlichung ab, die zwar recht kurz ausgefallen ist, aber dennoch sehr gelungen ist. Wer Archgoat mag, kann bei „Death Damnation“ bedenkenlos zugreifen. Die EP ist wahrhaftiger BM Underground.

Trackliste:

  1. Ad Majorem Sathanas Gloriam
  2. Invocation of Blasphemy
  3. Death Damnation
  4. Blessed by Satan

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Skjaldborg (GER) Spezial

In diesen Spezial geht es um die baden – württembergische Ein Mann Armee Skjaldborg, welche bereits seit 2008 existiert und seit ihren Gründungstagen bereits 3 Veröffentlichungen in Eigenregie veröffentlicht hat. Musikalisch orientiert sich die Band am Pagan Metal mit deutschen Texten. Das Spezial umfasst die letzten beiden Veröffentlichungen und soll den künstlerischen Schaffensprozess von Skjaldborg in den Mittelpunkt stellen.

Rezension: Skjaldborg – Krieg liegt mir im Blut (Eigenproduktion 2021)

„Krieg liegt mir im Blut“ ist bereits Anfang des letzten Jahres erschienen und ist bei mir völlig untergegangen. Also Asche über mein Haupt und nun folgt prompt die Vorstellung des zweiten Album, welches musikalisch den eingeschlagenen Weg der Band fortsetzt. Rauer und ungeschliffener Pagan Metal bestimmt das Geschehen und wird um teilweise epische Passagen ergänzt. Das Album, das in Eigenregie erschienen ist umfasst 10 Stücke mit einer Spieldauer von etwas mehr als 36 Minuten. Das Album ist sowohl digital als auch als CD Version über die Band selbst erhältlich.

Musikalisch ist „Krieg liegt mir im Blut“ rau ungeschliffener Pagan Metal, welcher sich größtenteils im mittleren Tempobereich bewegt, dennoch kommt epische Elemente nicht zu kurz. Bathory lassen grüßen, wobei Virus, der einzige Protagonist hinter Skjaldborg, nicht einfach bei den Schweden abkupfert. Virus findet immer wieder Unterstützung von Mitstreitern, welche ihn auf seinen Veröffentlichungen unter die Arme greifen. Die Stücke sind recht einfach strukturiert und besitzen dennoch sehr viel Dynamik. Dem Album kann man den langen Reifeprozess zwischen dem ersten und zweiten Album deutlich anmerken, „Krieg liegt mir im Blut“ ist ausgereifter und die Atmosphäre holt mich persönlich ab. Virus verzichtet zum Glück auf unnötigen Ballast und das macht das Album zu einem ungeschliffen Juwel, das auf seine Entdeckung wartet. Es fällt mir schwer einen einzelnen Song hervorzuheben, denn das Album ist ein starkes Werk, welches in jede ordentliche Sammlung gehört.

Fazit: Nach langer Wartezeit meldet sich Skjaldborg mit dem zweiten Album „Krieg liegt mir im Blut“ eindrucksvoll zurück. Das Album bietet mehr Tiefe und eine weitaus intensivere Atmosphäre. Wem rauer und ungeschliffener BM mit epischen Passagen zusagt, kommt um das Album nicht herum. Unterstützt den BM Underground!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Auftakt
  2. Bestimmung
  3. Krieg liegt mir im Blut
  4. Blutzoll
  5. Verrat
  6. Interludium
  7. Tatenruhm
  8. Narben
  9. Niedergang
  10. Abgesang

Band:

https://skjaldborg.bandcamp.com/

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Rezension: Skjaldborg – Lieder aus vergangenen Tagen (Eigenproduktion 2022)

Erst vor wenigen Wochen ist nun nach den beiden vorherigen Alben eine weitere Veröffentlichung von Skjaldborg erschienen. Virus verzichtet auch hier auf große musikalische Veränderungen und widmet sich weiter dem rauen und heidnischen Black Metal. Die EP trägt den Namen „Lieder aus vergangenen Tagen“ und umfasst neben einer 20 minütigen Spieldauer 5 neue Songs. Die EP ist digital und als CD Version über die Band selbst erhältlich.

Musikalisch setzt Virus auf die bewährten Stilmittel und präsentiert weiterhin rauen und ungeschliffen BM. Die Stücke klingen nochmals roher nochmals dreckiger und nochmals kämpferischer als bisher. Der erste Song „Der König von Thule“ geht dabei schonmal in die richtige Richtung, sehr eingängige Melodie, setzt er sich schnell im Gehörgang fest. Der zweite Song „Schnitterlied“ beginnt mit einer mittelalterlichen Melodie, und bricht wenig später in ein furioses Geknüppel aus. Kurze Zeit später jedoch drosselt man das Tempo und der Song bleibt aufgrund seiner Atmosphäre und seiner Dynamik lange Zeit im Gedächtnis. Die verbleibenden 3 Stücke gehen in die gleiche Richtung wie die vorherigen Stücke. Der letzte Song „Die graue Kompanie“ dürfte bei jedem Hörer aufgrund seines Rhythmus schnell im Ohr festsetzen. Kleiner Kritikpunkt von mir, wenn auch nicht wirklich ernstgemeint ist die für mich viel zu kurze Spieldauer, aber Gerüchten zu folge ist bereits das dritte Album in Arbeit und die EP dient bis dahin als kurzer Appetizer.

Fazit: Skjalborg haben mit ihrer neuen EP die epischen Momente der vorherigen Veröffentlichungen etwas zurückgefahren, dafür haben die Stücke etwas an Eingängigkeit gewonnen, was aber gut zur Band und der Veröffentlichung passt. Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Der König von Thule
  2. Schnitterlied
  3. Die Trommel schlägt und schmettert
  4. Der alte Barbarossa
  5. Die graue Kompanie

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Interview mit der mecklenburgischen BM Formation Norest

Die BM Formation Norest veröffentlichte mit „1993“ ihr erstes Lebenszeichen in Form eines vollwertigen Albums. Das Werk ist über TeufelsZeug Records erschienen. „1993“ ist eine Hommage an die glorreiche Zeit der 90ziger, wo BM eben noch nicht zu einem Massenphänomen verkommen. Norest standen dem Seelenfeuer BM Online Webzine gerne für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Mjöllnir: Norest ist noch eine recht frische Band in der deutschen BM Szene! Erzählt doch mal wie es zur Gründung der Band kam? Worin liegen eure musikalischen Einflüsse?

Moin Mjöllnir, sei gegrüßt und vielen Dank für die Geduld.

Ja das stimmt. Onkl Maiär und ich gründeten Norest 2018 mit dem Ziel unserem inneren „Unmut“ ein Ventil zu verleihen, wobei man sagen muss, dass dies nicht unser erster Versuch war als Band. Vor Norest gab es noch diverse andere Projekte, die aber aufgrund von verschiedenen Lebensphasen einzelner Musiker und an dem noch viel zu jungen dummen Ego an dem wir irgendwie alle litten, gescheitert sind. Aber aus Fehlern lernt man und so steckten wir dann 2018 unsere nun mit mehr Verstand beseelten Knallköppe zusammen und konzentrierten uns auf das Wesentliche: Musik zu machen. 2019 kam dann noch Anubis an der Gitarre hinzu, ein wenig später ZarusNasforth, ebenfalls Gitarre und schlussendlich E.z.e am Bass.

Die musikalischen Einflüsse der jeweiligen Bandmitglieder können sich durchaus sehr unterscheiden, wir sind da untereinander sehr offen, was das Sammeln von Ideen betrifft. 

Bei mir ist es so, dass mein Herz beim norwegischen Black Metal kleben geblieben ist, nicht ausschließlich, aber doch schon prägsam.

Mjöllnir: Mitte Mai ist euer erstes Album „1993“ erschienen. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit TeufelsZeug Records, einem ja noch recht frischem Label in Deutschland?

Die Teufelszeug-Records Familie haben wir durch unseren Tonstudio-Meister von Irsins Sound kennengelernt. Dieser vermittelte uns zu Manja und Marco, womit wir äußerst zufrieden sind, da wir keinerlei kreativen „Bedingungen“ unterliegen.

Mjöllnir: Lasst uns über das Album sprechen. Der Titel „1993“ lässt erahnen worum es inhaltlich geht, zumal 1993 gerade in der norwegischen BM Szene sich viele Ereignisse ereignet haben!

Mit „1993“ entstand ein Album, welches nicht versucht in irgendeiner Weise diesem „Pro-Contra“ Zirkus anheimzufallen, wenn du verstehst. Dies ist einfach nur eine Hommage an die alte Zeit, den alten Sound, der Versuch dieses alte Gefühl von damals nochmal einzufangen.

Mjöllnir: Auf dem Album befinden sich insgesamt 8 Stücke. Wie ist das Album entstanden, arbeitet ihr im Kollektiv oder gibt es eine treibende Kraft, die den Songwritingsprozess vorantreibt?

Die Texte werden von mir verfasst, wobei man sagen muss, dass jeder bei Norest seinen Teil beiträgt, wenn der andere Bandkollege mal ein kreatives Loch hat. Es gibt Stücke auf dem Album, die wurden ausschließlich von einer Person geschrieben. Aber keiner von uns legt da irgendwie besonderen Wert auf Erwähnung. Wir treiben uns quasi gegenseitig an. Ich hatte mit Norest eine Vision im Kopf bei der ich das Glück hatte auch dementsprechende Menschen zu finden, die meine Idee mittragen wollten.

Mjöllnir: Wie bereits erwähnt ist die Veröffentlichung des Albums schon etwas vorangeschritten, weshalb sich die Frage stellt, wie die Resonanz von Magazinen oder Zines auf das Album ist?

Ich muss Dir ehrlich sagen, dass wir da doch recht einfach gestrickt sind, ohne hoffentlich arrogant zu klingen. Wir freuen uns riesig wenn es den Leuten gefällt, sind aber auch nicht kritikscheu. Letztendlich sind Geschmäcker ja verschieden und das ist auch in Ordnung so.

Mjöllnir: Eine Frage, welche aktuell immer noch von Bedeutung ist, ist die nach der Corona Pandemie! Wie hat Corona das Bandleben erschwert, da bspw. Proben manchmal nicht möglich war, oder hab ihr die Zeit effektiv genutzt um an den Songs jeder für sich zu arbeiten?

Unser Bandleben lief ganz normal weiter ohne Einschränkungen. Das würde bei uns auch gar nicht funktionieren, da wir unsere Musik brauchen, wie die Luft zum Atmen. Das wurde innerhalb der Band souverän entschieden und umgesetzt.

Mjöllnir: Wie schaut es bei Euch mit Liveauftritten in naher Zukunft aus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Stücke von „1993“ durchaus auf der Bühne zünden werden.

Unseren ersten Auftritt haben wir am 22. Oktober 2022 in Meißen beim „Nacht der Wölfe 6“ und der zweite ist am 19. November 2022 beim „Teyfl over Bavaria Vol.1“ Schirnding/Bayern geplant. Wir haben auch echt Bock auf Liveauftritte und hoffen auf positive Resonanz.

Mjöllnir: Viele Bands nutzen heutzutage soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram um ihre Veröffentlichungen anzubieten. Die Vorteile liegen natürlich hier auf der Hand. Wie steht ihr dazu braucht es unbedingt eine Präsenz bei FB und Co?

Also wir sehen das Medium Internet schon als Option, die man nutzen sollte, im vernünftigen Maße. Entschieden wird schlussendlich vor der Bühne.

Mjöllnir: „1993“ ist schon miteinander paar Wochen auf dem Markt, weshalb sich mir die Frage stellt, ob es bereits schon neue Stücke gibt bei Euch? Was ist in naher Zukunft von Norest zu erwarten?

Oh ja, mittlerweile arbeiten wir auf Hochtouren am zweiten Album. Fünf Songs hätten wir da schon eingeübt. Drei bis vier möchten wir noch hinzufügen. Alles in allem denken wir, dass wir nächstes Jahr eventuell mit den Aufnahmen beginnen können.

Mjöllnir: Mecklenburg Vorpommern ist in Sachen BM recht gut aufgestellt, wie ich finde! Wie empfindet ihr die BM Szene in eurem Bundesland?

Insgesamt haben wir auch das Gefühl, dass man sich hier in Mecklenburg-Vorpommern untereinander als Musiker wieder mehr „gönnt“, sagen wir mal so. Als wir ca. 2013 mit unserem anderen Projekt scheiterten, hatten wir nicht das Empfinden. Das war für uns eher so die Ära: „Ey, ich kann euren Schriftzug noch lesen, ihr seid kacke.“

Mjöllnir: Welche Bands zählen zur Zeit zu Euren musikalischen Favoriten?

Für mich persönlich ganz klar: Darkthrone, Burzum, Mayhem,… Da gibt’s ja so viel geiles Zeug. Wie gesagt, insgesamt ist der Musikgeschmack untereinander sehr vielfältig ausgeprägt.

Mjöllnir: Zum Abschluss noch ein paar Begriffe , welche ihr kommentieren könnt:

Festival oder kleines gemütliches Konzert?:

Kleines gemütliches Konzert

Bier oder Wein?:

Bier

Vorband von Mayhem oder Watain?:

Mayhem

Mjöllnir: Ich bedanke mich bei Euch für das Interview und überlasse Euch gerne die letzten Worte!

Mjöllnir, vielen Dank, dass Du uns die Möglichkeit gegeben hast uns ein wenig vorzustellen. Vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo zu nem Bierchen, bei nem kleinen gemütlichen Konzert.

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

@Fotos By Norest

Rezension: Lichter – Lichter (Eigenproduktion 2022)

Lichter stammen aus der Nähe von Kiel und spielen sehr atmosphärischen BM. Ihr erstes Lebenszeichen ist nun die selbstbetitelte Demo „Lichter“, welche die Band ohne Labelunterstützung veröffentlicht hat. Die Demo bietet 4 Songs mit einer Spieldauer von etwas mehr als 27 Minuten. „Lichter“ ist als Tape Version und als digitale Version über die Band selbst erhältlich. Das Artwork finde ich sehr gelungen.

Musikalisch können die Nordlichter meiner Meinung nach von Anfang schon mal überzeugen. Die Songs sind in ihrem Aufbau sehr dynamisch und vielseitig. Die Produktion kann sich hören lassen, drückt sie doch mit aller Macht aus den Boxen. Die Songs überraschen mit vielen Feinheiten, wobei die Gitarren jedoch im Vordergrund stehen. Die Band versteht ihr Handwerk und zaubert ohne großen Schnickschnack, nur durch die Gitarren und das Schlagzeug, eine mitreißende Atmosphäre. Beeindruckend finde ich die schleppenden Parts wie bspw. im ersten Song „Trümmer“. Der erste Song zählt für mich ohne jetzt eine Wertung abgegeben zu wollen, zu meinen persönlichen Favoriten. Der Song ist BM, aber weißt diese progressiven Elemente auf, welches mich einfach abholen. Die Demo macht schon jetzt Lust auf mehr und ohne mich groß aus dem Fenster lehnen zu wollen, wird mit der Band zukünftig zu rechnen sein. Wem atmosphärischer und sehr eingängiger BM zusagt, sollte sich die Demo zu legen, aber ranhalten sollte man sich, denn die Tape Version ist limitiert.

Fazit: Lichter veröffentlichen mit ihrer selbstbetitelten Demo ein ganz starkes erstes Lebenszeichen. „Lichter“ besticht durch seine spielerische Qualität und seine intensive Atmosphäre. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Trümmer
  2. Vergessen
  3. Lichter
  4. Spæt und tief

Band: https://lichter.bandcamp.com/releases

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

Konzert für Kurzentschlosse am Freitag in Oranienburg

coming friday:

BLOOD RED FOG | FANEBÆRER | THROMOS

Blood Red Fog (Fin)
https://youtu.be/J04lqsFLv1M

Fanebærer (Dk)
https://youtu.be/YEmfBYwuNJ8

Thromos (Ger)
https://youtu.be/AvSiR5Ibl6g

Date: 19.08.2022

Entrance: 5 PM | Start: 8 PM

Ticket: 25 Euro FOOD & BEVERAGE included!

Contact: KSM@Drengskapur.de | info@deviant-records.de

Location:
Kantine „Zur Schleuse“
Lehnitzschleuse 11
16515 Oranienburg (near Berlin)
Germany

There is limited capacity to camp at the location.

Facebook Event: https://www.facebook.com/events/1473202576446385

Rezension: Armnatt – Immortal Nature (Signal Rex 2022)

Portugal hat bereits seit einigen Jahren eine recht aktive Szene, wenn es um Raw BM geht. Signal Rex unterstützt diese Szene schon seit vielen Jahren und sorgt, dass die Veröffentlichungen auch außerhalb Portugal bekannt werden. Armnatt zählt zu den bekanntesten Vertretern der Raw BM Szene und sie veröffentlichen in den nächsten Tagen bereits ihr 4. Album. „Immortal Nature“ setzt dabei den eingeschlagenen Weg der Band fort und ist weiterhin rauer und kompromissloser BM. Das Album umfasst 10 Songs und erscheint in allen gängigen Formaten, wobei die LP Fassung etwas später erscheinen wird.

Musikalisch haben die Portugiesen sich auf jeder ihrer Veröffentlichungen steigern können, so auch auf ihren neuen Album „Immortal Nature“. Die Stücke sind nochmals dynamischer und auch die Produktion ist druckvoller. Spielerisch legt die Band viel Herzblut und Leidenschaft an den Tag, aber das kennt man auch nicht anders von der Band. Meist bewegen sich die Stücke im Hochgeschwindigkeitsbereich, aber hin und wieder findet man das Bremspedal und drosselt das Tempo, was meiner Meinung nach den Stücken gut zu Gesicht steht. Natürlich ist der Sound der Band nicht unbedingt jedermanns Geschmack, zu roh und ungeschliffen, wer allerdings die vorherigen Veröffentlichungen kennt, kann bedenkenlos zugreifen. Armnatt gehören zu den besseren Bands ihres Genres und trotz der Rohheit und Ungeschliffenheit kommt nie Langeweile auf.

Fazit: Freunde der portugiesischen Raw BM Szene können sich freuen, denn Armnatt bleiben sich treu und veröffentlichen mit ihren neuesten Album „Inmortal Nature“ ein ungeschliffenes Juwel. Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. All Is Silent
  2. Immortal Nature
  3. Imponent Ruins
  4. Eternal Entity
  5. Black Flame
  6. Images of the Past
  7. Wilderness Domain
  8. Shadow Dust
  9. Infinite Darkness
  10. Nature Take Its Course

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022