Albumkritik: Maléfice – Le Dernier Drapeau (Hass Weg Productions 2021)

Maléfice gehört zu den Bands, deren Werdegang ich schon seit vielen Jahren verfolge. Musikalisch waren gerade die Anfänge bei mir von Skepsis geprägt! Zwischenzeitlich haben die Franzosen eine Vielzahl von Veröffentlichungen auf die Menschheit losgelassen und dabei den eingeschlagenen Weg immer weiter verfeinert. Epischer BM umschreibt ihren Stil, aber eine Mischung aus epischen und symphonischen BM in Kombination mit rauen und rohen BM Elementen trifft es besser. Das neueste Werk trägt den Namen „Le Dernier Drapeau“ und wird 9 Songs enthalten. Veröffentlicht wird das Ganze dann Mitte Januar über Hass Weg Productions zunächst, als limitierte CD Version.

Schon der erste Song „Le Dernier Drapeau“ gibt einen guten musikalischen Eindruck des Albums. BM meist im Midtempobereich angesiedelt wird durch Keyboardelemente ergänzt. Diese Mischung sorgt für diesen typischen Maléfice Sound. Wer sich Neuerungen verspricht wird diese leider nicht finden. Die Band hält am Altbewährtem fest, was ich aber begrüße. Die Produktion könnte druckvoller sein, nimmt sie doch so ein Großteil der Atmosphäre, wie ich finde. Im Grunde kann Jeder, der mit den vorherigen Veröffentlichungen etwas anfangen kann, auch beim neuen Album bedenkenlos zu greifen, allen Anderen sei empfohlen sich das Album mal vorher zu Gemüte zu führen. Musikalische Highlights sind: „Die letzte Odyssee“ oder „Le Temple“ zwei Songs, die das vorhandene spielerische Potenzial der Band deutlich machen.

Fazit: Maléfice setzen ihren musikalischen Weg weiter fort. Die Songs wirken abwechselungsreicher als noch auf den vorherigen Veröffentlichungen. „Le Dernier Drapeau“ ist kein schlechtes Werk, wenn mir persönlich auch der Wow Effekt fehlt.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Le Dernier Drapeau
  2. Pour Thulé
  3. Wolfszeit
  4. I Ribelli
  5. Into Their Dungeon
  6. Der Ehrenring
  7. Die Letzte Odysee
  8. Le Temple
  9. 20000 Lieues sous la Terre

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir / Seelenfeuer 2021

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Asenheim – Der Geist des Waldes (Narbentage Produktionen 2020)

Bereits seit dem Jahre 2006 existiert das Projekt Asenheim aus Baden-Württemberg. Nach einer Vielzahl an Demos und EPs erschien schließlich 2012 das Debütalbum „Asenheim“. Seit ca. 2017 und dem zweiten Album nimmt das Projekt so richtig Fahrt auf, besonders nachdem Mastermind Tiwaz, bis dato Alleinherrscher bei Asenheim, mit Valfor (u. a. auch bei Totenwache tätig) einen etatmäßigen Schlagzeuger mit ins Boot holte. Lange Rede kurzer Sinn: das mittlerweile fünfte Album „Der Geist des Waldes“ ist wieder über Narbentage (CD auf 300 und Tape auf 50 Einheiten limitiert) sowie digital bei Bandcamp zu beziehen. Diese aktuelle Scheibe war mein musikalischer Erstkontakt mit Asenheim und ich dementsprechend gespannt. „Wanderung…“, ein von Keyboard und akustischer Gitarre getragenes Instrumental, leitet das Album stimmungsvoll ein. „…durch die Wälder“, durch die die eingangs erwähnte Wanderung führt, gibt einen stampfenden Marschrhythmus vor und bedrohlich erwacht der im Albumtitel erwähnte Geist, nur um sich im nächsten englischsprachigen Lied „In The Mist Of The Mountains“ in von anfänglichem Klargesang geprägter Melancholie zu verlieren. Ein kraftvoller Ausbruch konterkariert im weiteren Verlauf diesen Beginn, sehr schön. Und wenn ich es dem Beiheft richtig entnommen habe, stammt der Klargesang von Valfor. „Mondsucht“ ist so etwas wie der heimliche Hit des Albums, eingängig und begeisternd. „Purity“, das zweite englischsprachige Stück, weiß mit mitreißender Melodie zu begeistern. „Am Opferplatz“ kommt ohne Gesang aus und ist ein von rituellen Trommeln getragenes Interludium, welches stilvoll auf den „Bruchhauser Hexentanz“ einstimmt. Hier geht es gemäß dem Titel wieder flotter zur Sache. Die beiden Epen „Am Abgrund der Zeit“ und das begeisternde Titelstück beschließen ein durchweg stimmiges Album, welches nach mehr verlangt. Ein tolles Artwork von Misanthropic-Art rundet das Ganze noch zusätzlich ab. Chapeau und ganz dicke Empfehlung!

6/6 Punkten

@yggdrasil

Titelliste

1. Wanderung…

2. …durch die Wälder

3. In The Mist Of The Mountains

4. Mondsucht

5. Purity

6. Am Opferplatz

7. Bruchhauser Hexentanz

8. Am Abgrund der Zeit

9. Der Geist des Waldes

CD Kritik: Horna – Kuoleman Kirjo (World Terror Committee 2020)

Anfang Dezember war es soweit und mit „Kuoleman Kirjo“ ist Horna‘s neues Album erschienen. Wer jetzt große Veränderungen befürchtet, der kann beruhigt sein, denn auch auf dem neuesten Werk gehen die Finnen keine Experimente ein. Horna ist sich in all den Jahren immer treu geblieben auch wenn einige Kritiker die mangelnde Innovationen anprangern. Die Fakten des Albums können sich durchaus sehen lassen, denn „Kuoleman Kirjo“ weißt eine Spieldauer von fast 70 Minuten auf und umfasst 13 Songs. Neben der CD Version gibt es das Album auch als Vinylversion.

Musikalisch ist das neueste Werk der Finnen eine Bombe, die Produktion drückt mächtig und auch der Sound ist typisch für die Band. Die Songs zeigen sich in ihrer Struktur vielfältig und gerade in den schleppenden Passagen kreieren sie eine intensive Atmosphäre. Mich persönlich spricht das Album mehr an als die Vorgänger auch wenn ich jetzt nicht auf Anhieb sagen kann wieso. Die Kombination von ungestümen Gitarrensound und melodischen Momenten und er beeindruckend Gesangesleistung weiß einfach sofort ins Ohr zu gehen. Es fällt schwer einen einzelnen Song hervor zu heben, da alle Stücke in ihrer Art sehr gut zum Gesamtwerk passen. Eigentliche Kritikpunkte finden sich keine, wenn ich jetzt mal das Cover Artwork außer acht lasse, welches mir so gar nicht zusagt. Horna bleiben sich treu und veröffentlichen mit „Kuoleman Kirjo“ ein authentisches BM Album, welche das Rad des BM‘s nicht neu erfindet, aber es auch von der Band nicht erwartet wird. Alle die mit den vorherigen Veröffentlichungen etwas anfangen können, sollten sich das Album zu legen. Vinyl Liebhaber dürfen sich über Möglichkeit freuen das Album als Vinyl Version käuflich zu erwerben. Ich spreche eine ganze klare Kaufempfehlung für das Album aus.

Fazit: Horna veröffentlichen mit „Kuoleman Kirjo“ ein bodenständiges Album ohne großen Kritikpunkte. Horna bleiben sich treu und verzichten glücklicherweise auf Experimente. BM der 90ziger in die aktuelle Zeit transformiert.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Saatanan viha
  2. Elegia
  3. Uneton
  4. Sydänkuoro
  5. Elävänä, kuolleena
  6. Kärsimysten katedraali
  7. Haudattujen tähtien yönä
  8. Rakas kuu
  9. Unohtumaton
  10. Mustat vuodet
  11. Pyhä kuolema
  12. Veriuhri
  13. Ota minut vastaan

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2021

Albumbesprechung: Ancient Forest – Into the Dark Kingdom (Black Metal Propaganda Deutschland 2020)

Ancient Forest sind hierzulande noch wenig bekannt, das könnte sich aber schnell ändern, denn das Debütalbum „Into the Dark Kingdom“ ist bereits seit einigen Wochen erhältlich. Die Band orientiert sich am melodischen Black Metal im mittleren Tempobereivh „Into the Dark Kingdom“ war für mich persönlich , eines der Highlights des Julkalendar von BMPD. Widmen wir uns mal den Fakten: Das Album beinhaltet 9 Songs und die Spielzeit liegt bei 42 Minuten, für ein erstes Lebenszeichen ist das schon beachtlich! Die CD Version ist auf 99 Stück limitiert und kann bereits seit November über BMPD erworben werden.

Ein spielerisch starkes Akkustik Intro lässt schon mal aufhorchen. Dieses mündet in den zweiten Song „Ancient Forest“ einen Song bei dem die Gitarren im Vordergrund stehen. Ein bärenstarker Song, welcher durch die heiseren Vocals abgerundet wird. Das Tempo des Stückes ist sehr abwechslungsreich und gerade die schnelleren Parts wissen zu gefallen! Mein absoluter Favorit des Album ist allerdings der dritte Song „The Fallen One“ der paganlastig anmutet und später gerade in den langsamen Parts epische Strukturen aufweist. Insgesamt ist „Into the Dark Kingdom“ ein sehr persönliches Album, bei dem Emotionen, Leidenschaft und Gefühle des Protagonisten Kostja im Vordergrund stehen. Liebhaber des atmosphärischen BM sollten sich das Werk auf jeden Fall zu Gemüte führen, denn „Into the Dark Kingdom“ ist der Soundtrack für lange kalte Winterabende.

Fazit: Ancient Forest gilt als ein Geheimtipp, wenn es um atmosphärischen BM geht. Starkes Riffing und Songs, welche einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen,sorgen für kurzweilige Winterabende. Kaufempfehlung von meiner Seite.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Ancestors Spirit
  2. Ancient Forest
  3. The Fallen One
  4. Into the Dark Kingdom
  5. My Depression
  6. Meditating in the Dawn
  7. Way to the Moon
  8. Eternal Dream
  9. Ashes of the Past

Bewertung: 5,5/ 6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2021

Albumbesprechung: Drengskapur – Was der Morast verschlang“ (Eigenproduktion 2020)

Lange mussten wir auf ein neues Album von Drengskapur warten, doch nun seit Oktober ist mit „Was der Morast verschlang“ das vierte Album erhältlich. Das musikalische Duo Wintergrimm und Hiverfroid setzen den eingeschlagenen Weg fort. BM der frühen 90ziger ohne großen Schnickschnack ist weiterhin das bestimmende Stilmittel der Band. Kommen wir zu den Fakten: Das Album bietet insgesamt 7 Songs und die Spieldauer liegt bei etwas mehr als einer Stunde. Beachtenswert ist, dass die Band in Eigenregie eine Vinyl Version und eine CD Version des Albums herausgebracht hat.

Schon das Akkustik Intro „Schummerlicht“ weiß musikalisch zu überzeugend und weckt das Interesse an dem was den Hörer die nächste knappe Stunde erwartet. Das 2. Stück „Mit kalten Fängen“ genügt und der Hörer ist gefangen in einer intensiven, kalten und melancholischen Atmosphäre, die durch den variablen Gitarrensound und den druckvollen Gesang erzeugt wird. Beeindruckend was die Band hier abliefert. Fast alle Stücke weisen eine Länge von mehr als 10 Minuten auf, was aber dem Gesamtwerk zu Gute kommt, denn die Band nutzt die Länge der Stücke um die volle Bandbreite ihres Könnens zu zeigen. Ich persönlich bin vom Gesamtwerk begeistert, da das Album eben Alles das beinhaltet für das BM steht. Die Produktion ist druckvoll, Hiverfroid’s Leistung am Schlagzeug ist beeindruckend und auch das stimmungsvolle Artwork passt zum Gesamtwerk wie die Faust aufs Auge. Besonders Highlight ist das sehr gelungene Cover von „Where Ancient Lords Gather“ von Throne of Ahaz. Die Coverversion ist nur auf der digitalen und der CD Version enthalten. Bleibt die Hoffnung, das die Band ihre Leidenschaft auch bald wieder auf der Bühne zelebrieren kann.

Fazit: Wer den perfekten Soundtrack für lange Wintertage braucht, kommt um „Was der Morast verschlang“ nicht herum. Das Album bietet BM der skandinavischen Machart und überzeugt durch seine intensive und kalte Atmosphäre. Ganz klare Kaufempfehlung von meiner Seite.

Hörprobe:

Trackliste:

  1. Schummerlicht
  2. Mit kalten Fängen
  3. Irrwisch
  4. Im Morast
  5. Moorwanderer
  6. Geistersang
  7. Where Ancient Lords Gather (Throne of Ahaz Cover)

Bewertung: 5,5/ 6

Kontakt: https://drengskapur.bandcamp.com/

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2021

CD Kritik: Château Noir – Troubadors of Pestilence (Darker than Black/ Subterranean Aftersounds 2020)

Die ukrainische BM Formation Château Noir dürfte bisher nur Wenigen ein Begriff sein, denn auf viele Veröffentlichungen kann die Band noch nicht zurückblicken. Aufmerksam geworden bin ich durch eine Anzeige bei FB, die Werbung für die Veröffentlichung gemacht hatte. Ein russischer Freund schickte mir die Promo und ich war positiv überrascht. „Troubadors of Pestilence“ ist ein recht kurzes Album, mit insgesamt 7 Songs und einer Coverversion. Musikalisch ist die Band in der melodischen und symphonischen BM Richtung zu verordnen. Erhältlich ist das Album als limitierte CD Version über DTB und Subterranean Aftersounds.

Der Beginn des Albums klingt schon mal überraschend gut. Die Songs gehen dabei gut ins Ohr und auch die kraftvolle Produktion setzt schon mal Akzente. Etwas außergewöhnlich finde ich da schon eher den ungewöhnlichen Bandnamen für eine Band aus der Ukraine aber sei es drum die Musik gefällt mir. Die Songstrukturen sind recht einfach und dennoch entfalten sie dadurch ihr Potenzial. Einen wirklichen Höhepunkt auf dem Album gibt es nicht, auch die Nachspielversion eines Klassikers einer deutschen Band klingt gut, aber ist dennoch nichts Außergewöhnliches. Alles in allem macht das Album alles richtig und die involvierten Bandmitglieder verstehen ihr Handwerk, einzig die viel zu kurze Spieldauer von knapp 27 Minuten ist ein kleines Manko. Wer auf BM der eher symphonischen Art steht sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren, zumal das Coverartwork sehr stimmungsvoll ausgefallen ist.

Fazit: Château Noir liefern ein kurzes aber dennoch gelungenes Album ab, das Lust auf mehr macht. „Troubadors of Pestilence“ sollte man sich mal mal anhören, denn alleine die Coverversion von Absurd zählt zu den besseren Nachspielversionen der Ostdeutschen. Kurzum Kaufempfehlung von mir.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. The Pest Is Nigh (Intro)
  2. Castle of Pestilence
  3. Shrine of Adversaries
  4. Seven Deadly Sins
  5. The Victorious Flame
  6. Mourning Soul (Absurd cover)
  7. Into Oblivion (Outro)

Bewertung: 5/ 6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2021

CD Besprechung: Sicut Glacies – En Reise gjennom Kalde Dimensjoner (Wolfmond Production 2021)

Sicut Glacies ist ein völlig neues Projekt, bei welchen sich zwei Musiker aus Italien und Norwegen zusammen getan haben, um die alten Zeiten des Black Metals neues Leben einzuhauchen. Musikalisch orientiert die Band sich an Bands wie Satyricon (alte) oder alte Emperor ohne jedoch die Bands einfach nur kopieren. Das erste Lebenszeichen der Band trägt den Namen „En Reise Gjennom Kalde Dimensjoner“. Erscheinen wird es Anfang Februar über Wolmond Production als limitierte CD Auflage.

Schon wenige Augenblicke genügen und das Feeling der 90zigern Jahre ist sofort wieder! Rauer Gitarrensound, welcher durch Keyboardpassagen untermalt wird, erzeugt eine beindruckende Atmosphäre. Insgesamt besteht das Album aus 7 Songs, wobei der fünfte Song eine Coverversion von Marduk ist. „Opus Nocturne“ war damals schon ein starkes instrumentales Stück, der aber auch heute noch dieses besondere Feeling vermittelt. Die restlichen Stücke, meist im mittleren Tempo angesiedelt können durch ihre Atmosphäre aber auch spielerischen Feinheiten überzeugen. Die beiden Musiker verstehen es den Sound der 90ziger einzufangen ohne das es nur wie eine platte Kopie der schon erwähnten Bands klingt. Der heisere Gesang und die druckvolle Produktion können ebenso punkten um passe sich dem Sound perfekt an. Mein persönliches Highlight ist der vorletzte Song „In Nomine Luciferi Draconis“, ein Song der genau das verkörpert für was BM in den 90ziger Jahren gestanden hat, Roh, rau und dennoch mit einer düsteren Atmosphäre ausgestattet, kommen sofort Erinnerungen an alte Emperor auf. Vielleicht liegt es daran, dass ein Musiker eben in Norwegen beheimatet ist. Die Spieldauer von etwas mehr als 47 Minuten könnte für mich etwas länger sein, so bleibt nur die Möglichkeit das Album wieder von neuem zu starten. „En Reise Gjennom Kalde Dimensjoner“ ist ein klasse Album, das Lust auf mehr macht.

Sicut Glacies erschaffen mit „En Reise Gjennom Kalde Dimensjoner“ ein beeindruckendes Werk, welches durch seine vielen Nuancen punkten kann. Die Band lässt die alten Zeiten des BM‘s aufleben, so sollte für mich BM klingen.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. En reise gjennom kalde dimensjoner
  2. To Winter I Belong
  3. Mighty Mountains – Witness of Time
  4. Gravlagt under is og snø
  5. Opus Nocturne (Marduk cover)
  6. In Nomine Luciferi Draconis
  7. Pesta kom til Gards

Bewertung: 5,5/ 6

@Mjöllnir / Seelenfeuer 2021

Kontakt: https://sicutglacies.bandcamp.com/releases

CD Besprechung: Infamous – Muttos pro s’aristocratzia (Hammerbund 2020)

Infamous haben in den letzten Jahren immer wieder durch qualitativ hochwertige Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht. In der Vergangenheit hab ich manche der Veröffentlichungen auch besprochen, weshalb ich auch das neueste Werk „Muttos pro s’aristocratziaeiner Bemusterung unterziehen möchte.

Das Album an sich stammt bereits von 2019, wurde aber erst im November diesen Jahres als Tape Version über Lower Silesian Sttronghold veröffentlicht. Vor ein paar Tagen folgte die CD Version über den Hammerbund. Die CD Variante ist übrigens auf 300 Stück limitiert. Insgesamt finden sich auf „Muttos pro s’aristocratzia“ 5 Songs und die Spieldauer liegt bei knapp 40 Minuten! Wer die vorangegangenen Veröffentlichungen kennt, weiß das die Italiener keine großen Experimente eingehen und sich und ihren rauen und atmosphärischen Black Metal treu bleiben.

Alle Werke der Band versprühen dieses besondere Feeling, dem Niemand sich wirklich entziehen kann, zu mal die Atmosphäre den Hörer schnell in seinem Bann zieht. Die Songs sind in ihrer Struktur nicht allzu komplex, dennoch in Kombination mit dem Keyboard, entsteht ein unglaubliche Atmosphäre. S.A. versteht es seine Veröffentlichungen das quasi Extra zu verleihen ohne großartig auf großen Firlefanz zu setzen. Die Produktion drückt gewaltig und auch der Gesang des Gastsängers Wened passt sich nahtlos in das Gesamtwerk ein. Wiedermal fällt es schwer einen einzelnen Song hervor zu heben, denn das Album ist als Gesamtwerk zu sehen, welches von Anfang bis Ende überzeugen kann. Jeder, der die Band schon kennen, kann bedenkenlos zu greifen und die CD Version seiner Sammlung hinzufügen. Das Album spricht sowohl den BM Puristen als auch den atmosphärischen BM Sammler an.

Fazit: Infamous liefern mit „Muttos pro s’aristocratzia“ ein Meisterwerk ab, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Das Album ist eine Reminiszenz an die frühen 90ziger kalt, rau aber dennoch mit einer beeindruckenden Atmosphäre ausgestattet. Der perfekte Soundtrack für lange Winterabende.

Hörbeispiel:

Trackliste:

1.Riflesso terreno dell’ordine divino

2.Germogli di disgrazia e rovina

3.Invoco la carestia

4.Shades of Winter

5.Muttos pro s’aristocratzia

Bewertung: 5,5 / 6

@Mjöllnir / Seelenfeuer 2020

Unboxing des diesjährigen Julkalendars von Kristallblut Records/ Black Metal Propaganda Deutschland 2020

Bereits seit einigen Jahren stellt Kristallblut Records/ BM Propaganda Deutschland seinen Kunden einen besonderen Adventskalender zusammen, welcher jeden Tag eine neue Veröffentlichung präsentiert.

Dieses Jahr wollte ich auch endlich diesen Kalendar haben und entschied mich für das atmosphärische BM Paket.

Nach der Bestellung kam innerhalb von einigen Tagen das Paket bei mir an! Wie versprochen waren 24 CD‘s in kleine schwarze handnummerierte Päckchen verpackt worden. Wie angekündigt wurden dem Gesamtpaket noch 2 Bonus CD‘s beigelegt, bei welchen es sich um BM Propaganda Sampler handelt.

Pünktlich zum 1. Dezember öffnet ich bis zum Heiligabend jedes nummerierte Päckchen und war jeden Tag aufs Neue überrascht, welche Band mich den heute erfreuen würde.

Inhaltlich bietet das Gesamtpaket einen guten Überblick von BM aus der ganzen Welt. Die meisten Veröffentlichungen stammen natürlich aus dem Labelportfolio von Kristallblut Records und Black Metal Propaganda Deutschland was mich persönlich sehr anspricht, da ich mich bisher wenig mit den Veröffentlichungen beider Labels beschäftigt habe. Der Kalendar enthält zudem einige Raritäten, an die es mittlerweile schwierig ist rankommen. Andere Bands waren mir bisher wenig bis gar nicht bekannt, was aber meiner Neugier keinen Abbruch tat. Besonderes Highlight sind für persönlich Eismond mit 2 Veröffentlichungen. Drunemeton aus Russland, Ancient Forest, Forgotten Winter und natürlich Vargshelske und Askuror um nur mal meine Favoriten zu nennen, sollte sich jeder mal zu Gemüte führen wenn er atmosphärischen BM etwas abgewinnen kann.

Fazit: Der Julkalendar von Kristallblut Records/ BM Propaganda Deutschland ist auf jeden Fall eine lohnenswerte Anschaffung, denn für wenig Geld bekommt man eine ganze Menge an hochwertiger Musik geboten. Kleiner Kritikpunkt sind die schwarzen CD Rohlinge mit dem manches Abspielgerät auf Kriegsfuß stehen könnte.

Kontakt: http://www.kristallblutrecords.com/

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2020

CD Besprechung: Split Asgard/ Transzendenz – Leuchtenstadt/ Schreie aus dem Winterwald (Wolfmond Production 2021)

Zum Jahresende erscheint mit „Leuchtenstadt/ Schreie aus dem Winterwald“ eine interessante Veröffentlichung, welche gerade für Liebhaber des rauen und rohen BM interessant sein könnte. Insgesamt befinden sich auf dem Tonträger nur 2 Songs jeweils einen der schweizerischen Urgesteine um Asgard und der sächsischen Formation Transzendenz. Erscheinen wird der Split über das hauseigene Label Wolfmond Production.

Ich persönlich mag Splitreleases eigentlich recht gerne findet man doch immer eine Band, welche man bisher kaum Beachtung geschenkt hat und so in den Genuss kommt sich mit der Band zu beschäftigen. Das Artwork gefällt mir schon mal schon mal recht gut und weckt meine Aufmerksamkeit.

Den Anfang der Veröffentlichung machen die schweizerischen Urgesteine um Asgard, welche schon seit vielen Jahren ihr Unwesen im BM treiben. Einige dürfte die Formation auch von einigen Liveauftritten her bekannt vorkommen. „Leuchtenstadt“ ist ein sehr facettenreicher Song bei dem die Gitarren und der markante Gesang im Vordergrund stehen. Weiteres Merkmal sind die Tempowechsel innerhalb des Songs. Im mittleren Teil ist ein kurzer Akkustikgitarrenpart zu vernehmen, der der Auflockerung des Songs dient. „Leuchtenstadt“ weckt auf jeden Fall die Hoffnung auf ein neues Albums in naher Zukunft.

Die sächsische Formation Transzendenz bildet den Abschluss und geht nochmals eine Spur roher und rauer zu Werke. Disharmonisches Riffing erzeugt eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Insgesamt zählt „Schreie aus dem Winterwald“ für mich zu den bisher besten Songs der Band. Der fiese keifende Gesang passt wie die Faust aufs Auge.

Fazit: Freunde des rauen und rohen Bm‘s werden beim Split von Asgard und Transzendenz ihre Freude haben. Beide Songs wissen zu gefallen, gerade „Leuchtenstadt“ ist ein bärenstarker Song.

Hörbeispiel:

https://wolfmondproduction.bandcamp.com/album/asgard-transzendenz-leuchtenstadt-schreie-aus-dem-winterwald-split-pre-order#

Trackliste:

1. Leuchtenstadt (Asgard)

2. Schreie aus dem Winterwald (Transzendenz)

Bewertung: keine

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2020

CD Kritik: Ymir – Ymir (Werewolf Records 2020)

Bei Ymir aus Finnland handelt es sich um eine Uraltband aus Finnland, welche bereits seit 1998 existiert. Damals veröffentlichte man 2 Demos und erst 20 Jahre später folgt nun mit gleichnamigen Album das erste vollständige Album. „Ymir“ ist melodischer BM. Das Album umfasst dabei 6 Stücke um die Spielzeit beträgt etwas mehr 36 Minuten. „Ymir“ ist bereits im Sommer als Vinyl und CD Version erschienen.

Bei manchen Bands dauert es eben etwas länger bis eine Veröffentlichung das Licht der Welt erblickt, so auch bei Ymir, welche aus einigen bekannten Musikern besteht, welche in zahlreichen anderen Bands ihre Meriten verdienen. Musikalisch weiß. „Ymir“ von Anfang zu gefallen, denn das Riffing und auch die Produktion setzen schon von Beginn an Akzente. Die Songs bieten sehr viel Abwechslung und bleiben sofort im Gehörgang hängen. Melodischer Pagan Black Metal mit Keyboards untermalt sorgt für eine beeindruckende Atmosphäre, die hin und wieder an alte Emperor erinnert. Die Finnen verstehen ihr Handwerk. Kein Song sticht dabei hervor, das ganze Album wirkt dabei wie aus einem Guss. Die lange Zeit bis zur Veröffentlichung hat sich definitiv gelohnt. Fans des atmosphärischen BM sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren. Das Albumcover ist eher schlicht, passt aber dennoch gut zum Album. Ein kleiner Kritikpunkt gibt es dennoch, denn die Spieldauer ist meines Erachtens nach mit 36 Minuten doch etwas knapp.

Fazit: Die sehr lange Wartezeit bis zum Erscheinen des ersten Albums hat sich definitiv gelohnt auch wenn bis zur nächsten Veröffentlichung nicht noch mal 20 Jahre vergehen sollten. Fans des finnischen BM‘s sollten „Ymir“ auf jeden Fall in ihrer Sammlung haben. Kurzum Gut Ding viel manchmal Weile haben.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Pagan Mysticism
  2. Silvery Howling
  3. Ymir
  4. Frostland Conqueror
  5. Winterstorms
  6. Resurrection of the Pagan Fire

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2020

CD Kritik: Grabunhold – Heldentod (Iron Bonehead Productions 2021)

Grabunhold sind spätestens nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Unter dem Banner der Toten“ keine Unbekannten mehr in der deutschen BM Szene, zumal sie spielerisch überzeugen konnten. Nun knapp ein Jahr später erscheint mit „Heldentod“ das erste komplette Album. Das Album erscheint Anfang 2021 über Iron Bonehead Productions und wird als CD und Vinyl Version erhältlich sein.

Wenige Augenblicke genügen und es fällt auf, dass die Band sich spielerisch nochmals deutlich steigern konnte. Die 8 Stücke zeigen sich sehr facettenreich und variieren in Sachen Tempo und Atmosphäre. Die Jungs verstehen ihr Handwerk und präsentieren das Tolkien Universum in einem imposanten Soundgewand. Der Sound drückt mächtig aus den Boxen und auch der variantenreiche Gesang weiß sehr zu gefallen. Das Riffing gestaltet sich sehr abwechslungsreich und gerade das überwiegende hohe Tempo der Stücke sorgt dafür, dass sich die Atmosphäre sehr intensiv und dicht darstellt. Langweile kommt bei dem Album auf jeden Fall keine auf. Es fällt mir sehr einen einzelnen Song hervorzuheben, denn alle Stücke können spielerisch überzeugen. Wer bereits die EP sein Eigen nennt, wird schnell merken, dass „ Heldentod“ eine Weiterentwicklung des damals schon beeindruckenden Sounds ist. Ich persönlich denke, dass mit Grabunhold ist ein Rohdiamant, der mit jeder weiteren Veröffentlichung, immer mehr zu einem strahlend Diamanten wird. Ich kann Jedem „Heldentod“ ans Herz legen, denn was die Band darauf abliefert wird bei Manchem für einen offen Mund sorgen, Skeptiker oder Puristen sollten zumindest mal in das Werk hinein hören.

Fazit: „Heldentod“ ist ein beeindruckendes Werk, welches spielerisch als auch atmosphärisch zu gefallen weiß. Variantenreiches Riffing und eine Produktion vom aller Feinsten sorgen schon jetzt für ein musikalisches Highlight in 2021.

Hörbeispiel:


Trackliste:

  1. Wolkenbruch über Amon Sul
  2. Hügelgräberhöhen
  3. Trommeln in der Tiefe
  4. Flammen und Schatten
  5. Morgenröte am Pelennor
  6. Fangorns Erwachen
  7. In tiefen Verliesen
  8. Der Einsamkeit letzter Streiter

Bewertung: 5,5 /6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2020

Vorwort:

Ich Mjöllnir liebe den Black Metal in allen seinen zahlreichen Facetten und ich habe mich deshalb entschlossen den „Seelenfeuer“ Blog ins Leben zu rufen um Euch mit den neuesten Nachrichten rund um den Black Metal zu versorgen!
Die Neuigkeiten umfassen: Interviews, Rezensionen und Berichte (auch Konzertberichte).

Für Kritik oder Feedback egal welcher Art bin ich jeder Zeit offen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Verweilen auf dem Blog!

Mjöllnir