Rezension: Szivilizs – Grabsuchtslieder (Dominance of Darkness Records & Narbentage Produktionen 2022)

Lange mussten wir auf „Grabsuchtslieder“ der eidgenössichen BM Formation Szivilics warten, denn angekündigt war es bereits seit letztem Jahr, aber das Presswerk machte bei Veröffentlichung der Vinyl Version immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Nun aber ist „Grabsuchtslieder“ erhältlich, wenn auch nur digital und als Vinyl Version. Muskalisch konnte die Band durch ihre Mischung von BM, mittelalterlichen Klängen und einer gehörigen Portion Groove schon auf den vorherigen Veröffentlichungen auf sich aufmerksam machen. „Grabsuchtslieder“ umfasst insgesamt 9 Stücke, mit einer Spielzeit von knapp 45 Minuten. Das Artwork finde ich Bombe, sehr ausdrucksstark.

Wie bereits erwähnt war die Wartezeit bzgl. des Albums schon sehr nervenaufreibend, aber gut manchmal muss „Gut Ding eben Weile haben“. Szivilics, der alleinige Protagonist hinter der Band, dürfte als Sänger von Chotzä bekannt sein, denn auch die Alben der Band bieten neben BM auch sehr viele weitere musikalische Einflüsse. „Grabsuchtslieder“ überzeugt von Anfang an mit seiner Mischung aus Black’nRoll und einer mitreißenden Atmosphäre. Die vorliegenden Stücke sind sehr gut strukturiert und bieten sehr viele Feinheiten, die es zu entdecken gilt. Das Tempo der Stücke ist dabei sehr variabel. Markantes Merkmal sind auf jeden Fall die Vocals und die mittelalterlichen bzw. folkloristischen Klänge, Beides macht das Album für mich zu einem Werk, welches unbedingt in jede Sammlung gehört. Bereits das erste Stück „Mitternachtsmelancholie“ kann dabei Akzente zu setzen. Der Song zeigt das Potenzial der Band und lässt den Hörer bereits zu Anfang erahnen was ihn die nächsten knapp 45 Minuten erwartet. Drei Zwischenspiele und ein stimmungsvolles Outro erzeugen eine morbide bis groteske Atmosphäre und runden ein für mich perfektes Album ab. Wie allzu oft fällt es mir schwer einen Song hervor zu heben, denn „Grabsuchtslieder“ ist ein in sich so starkes Gesamtwerk, dass es für sich im Gesamten sprechen kann. Vielleicht ein kleiner Kritikpunkt für mich, ist die fehlende CD Version, aber vielleicht kommt diese ja noch in absehbarer Zukunft.

Fazit: Szivilizs haben mit „Grabsuchtslieder“ für mich ein ganz heißes Eisen im Feuer, wenn es um das Album des Jahres geht. Das Album besticht durch seine Atmosphäre und seine spielerischen Feinheiten. „Grabsuchtslieder“ gehört in jede ordentliche Sammlung! Klare Kaufempfehlung von mir!

Hörbeispiel:

Trackliste:

1. Mitternachtsmelancholie
2. Zwischenspiel 1
3. Grabsuchtslieder
4. Ufem Wäg us Goud
5. Zwischenspiel 2
6. Hoffnungstrümmer
7. Zwischenspiel 3
8. Erbrächlächkeit
9. Outro

Bewertung: 5,5/ 6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

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