Interview mit der mecklenburgischen BM Formation Norest

Die BM Formation Norest veröffentlichte mit „1993“ ihr erstes Lebenszeichen in Form eines vollwertigen Albums. Das Werk ist über TeufelsZeug Records erschienen. „1993“ ist eine Hommage an die glorreiche Zeit der 90ziger, wo BM eben noch nicht zu einem Massenphänomen verkommen. Norest standen dem Seelenfeuer BM Online Webzine gerne für ein kurzes Interview zur Verfügung.

Mjöllnir: Norest ist noch eine recht frische Band in der deutschen BM Szene! Erzählt doch mal wie es zur Gründung der Band kam? Worin liegen eure musikalischen Einflüsse?

Moin Mjöllnir, sei gegrüßt und vielen Dank für die Geduld.

Ja das stimmt. Onkl Maiär und ich gründeten Norest 2018 mit dem Ziel unserem inneren „Unmut“ ein Ventil zu verleihen, wobei man sagen muss, dass dies nicht unser erster Versuch war als Band. Vor Norest gab es noch diverse andere Projekte, die aber aufgrund von verschiedenen Lebensphasen einzelner Musiker und an dem noch viel zu jungen dummen Ego an dem wir irgendwie alle litten, gescheitert sind. Aber aus Fehlern lernt man und so steckten wir dann 2018 unsere nun mit mehr Verstand beseelten Knallköppe zusammen und konzentrierten uns auf das Wesentliche: Musik zu machen. 2019 kam dann noch Anubis an der Gitarre hinzu, ein wenig später ZarusNasforth, ebenfalls Gitarre und schlussendlich E.z.e am Bass.

Die musikalischen Einflüsse der jeweiligen Bandmitglieder können sich durchaus sehr unterscheiden, wir sind da untereinander sehr offen, was das Sammeln von Ideen betrifft. 

Bei mir ist es so, dass mein Herz beim norwegischen Black Metal kleben geblieben ist, nicht ausschließlich, aber doch schon prägsam.

Mjöllnir: Mitte Mai ist euer erstes Album „1993“ erschienen. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit TeufelsZeug Records, einem ja noch recht frischem Label in Deutschland?

Die Teufelszeug-Records Familie haben wir durch unseren Tonstudio-Meister von Irsins Sound kennengelernt. Dieser vermittelte uns zu Manja und Marco, womit wir äußerst zufrieden sind, da wir keinerlei kreativen „Bedingungen“ unterliegen.

Mjöllnir: Lasst uns über das Album sprechen. Der Titel „1993“ lässt erahnen worum es inhaltlich geht, zumal 1993 gerade in der norwegischen BM Szene sich viele Ereignisse ereignet haben!

Mit „1993“ entstand ein Album, welches nicht versucht in irgendeiner Weise diesem „Pro-Contra“ Zirkus anheimzufallen, wenn du verstehst. Dies ist einfach nur eine Hommage an die alte Zeit, den alten Sound, der Versuch dieses alte Gefühl von damals nochmal einzufangen.

Mjöllnir: Auf dem Album befinden sich insgesamt 8 Stücke. Wie ist das Album entstanden, arbeitet ihr im Kollektiv oder gibt es eine treibende Kraft, die den Songwritingsprozess vorantreibt?

Die Texte werden von mir verfasst, wobei man sagen muss, dass jeder bei Norest seinen Teil beiträgt, wenn der andere Bandkollege mal ein kreatives Loch hat. Es gibt Stücke auf dem Album, die wurden ausschließlich von einer Person geschrieben. Aber keiner von uns legt da irgendwie besonderen Wert auf Erwähnung. Wir treiben uns quasi gegenseitig an. Ich hatte mit Norest eine Vision im Kopf bei der ich das Glück hatte auch dementsprechende Menschen zu finden, die meine Idee mittragen wollten.

Mjöllnir: Wie bereits erwähnt ist die Veröffentlichung des Albums schon etwas vorangeschritten, weshalb sich die Frage stellt, wie die Resonanz von Magazinen oder Zines auf das Album ist?

Ich muss Dir ehrlich sagen, dass wir da doch recht einfach gestrickt sind, ohne hoffentlich arrogant zu klingen. Wir freuen uns riesig wenn es den Leuten gefällt, sind aber auch nicht kritikscheu. Letztendlich sind Geschmäcker ja verschieden und das ist auch in Ordnung so.

Mjöllnir: Eine Frage, welche aktuell immer noch von Bedeutung ist, ist die nach der Corona Pandemie! Wie hat Corona das Bandleben erschwert, da bspw. Proben manchmal nicht möglich war, oder hab ihr die Zeit effektiv genutzt um an den Songs jeder für sich zu arbeiten?

Unser Bandleben lief ganz normal weiter ohne Einschränkungen. Das würde bei uns auch gar nicht funktionieren, da wir unsere Musik brauchen, wie die Luft zum Atmen. Das wurde innerhalb der Band souverän entschieden und umgesetzt.

Mjöllnir: Wie schaut es bei Euch mit Liveauftritten in naher Zukunft aus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Stücke von „1993“ durchaus auf der Bühne zünden werden.

Unseren ersten Auftritt haben wir am 22. Oktober 2022 in Meißen beim „Nacht der Wölfe 6“ und der zweite ist am 19. November 2022 beim „Teyfl over Bavaria Vol.1“ Schirnding/Bayern geplant. Wir haben auch echt Bock auf Liveauftritte und hoffen auf positive Resonanz.

Mjöllnir: Viele Bands nutzen heutzutage soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram um ihre Veröffentlichungen anzubieten. Die Vorteile liegen natürlich hier auf der Hand. Wie steht ihr dazu braucht es unbedingt eine Präsenz bei FB und Co?

Also wir sehen das Medium Internet schon als Option, die man nutzen sollte, im vernünftigen Maße. Entschieden wird schlussendlich vor der Bühne.

Mjöllnir: „1993“ ist schon miteinander paar Wochen auf dem Markt, weshalb sich mir die Frage stellt, ob es bereits schon neue Stücke gibt bei Euch? Was ist in naher Zukunft von Norest zu erwarten?

Oh ja, mittlerweile arbeiten wir auf Hochtouren am zweiten Album. Fünf Songs hätten wir da schon eingeübt. Drei bis vier möchten wir noch hinzufügen. Alles in allem denken wir, dass wir nächstes Jahr eventuell mit den Aufnahmen beginnen können.

Mjöllnir: Mecklenburg Vorpommern ist in Sachen BM recht gut aufgestellt, wie ich finde! Wie empfindet ihr die BM Szene in eurem Bundesland?

Insgesamt haben wir auch das Gefühl, dass man sich hier in Mecklenburg-Vorpommern untereinander als Musiker wieder mehr „gönnt“, sagen wir mal so. Als wir ca. 2013 mit unserem anderen Projekt scheiterten, hatten wir nicht das Empfinden. Das war für uns eher so die Ära: „Ey, ich kann euren Schriftzug noch lesen, ihr seid kacke.“

Mjöllnir: Welche Bands zählen zur Zeit zu Euren musikalischen Favoriten?

Für mich persönlich ganz klar: Darkthrone, Burzum, Mayhem,… Da gibt’s ja so viel geiles Zeug. Wie gesagt, insgesamt ist der Musikgeschmack untereinander sehr vielfältig ausgeprägt.

Mjöllnir: Zum Abschluss noch ein paar Begriffe , welche ihr kommentieren könnt:

Festival oder kleines gemütliches Konzert?:

Kleines gemütliches Konzert

Bier oder Wein?:

Bier

Vorband von Mayhem oder Watain?:

Mayhem

Mjöllnir: Ich bedanke mich bei Euch für das Interview und überlasse Euch gerne die letzten Worte!

Mjöllnir, vielen Dank, dass Du uns die Möglichkeit gegeben hast uns ein wenig vorzustellen. Vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo zu nem Bierchen, bei nem kleinen gemütlichen Konzert.

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

@Fotos By Norest

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: