Rezension: Funeral Mist – Deiform (Norma Evangelium Diaboli 2021)

Funeral Mist haben es mit dem fünften Album „Deiform“ zum Jahresende mal wieder krachen lassen. Das Album ist bereits im Dezember erschienen. Musikalisch setzt die treibende Kraft hinter der Band, Arioch, seinen eingeschlagenen Weg fort und präsentiert weiterhin sehr unkonventionellen BM. „Deiform“ ist kein Album für jedermann, denn Arioch kokettiert schon immer mit allen möglich Richtungen bzw. Einflüssen außerhalb des BM‘s und lässt sich in keine bestehenden Konventionen pressen. Insgesamt besteht das Werk aus 7 langen Stücken, welche sich zum Teil in ihrer Struktur deutlich unterscheiden. Vinyl Liebhaber dürfte es freuen, dass „Deiform“ gleichzeitig zur CD Version auch auf Vinyl erschienen ist.

Als ich mir das neue Funeral Mist Album „Deiform“ anhörte war ich gespannt in welche Richtung das Werk denn gehen würde, zumal mir die vorherigen Werke doch ein wenig zu sperrig waren und ich diese im Nachhinein kaum noch gehört habe. „Deiform“ beginnt mit sakralem Gesang und erzeugt bei mir Gänsehaut, einige Minuten später setzen dann die Gitarren ein. Der Opener „Twilight of the Flesh“ ist schon ein starker Anfang und überzeugt mehr durch seine Atmosphäre als durch sein Tempo. Ganz anders klingt der folgende Song, der eher düster und bedrohlich aus den Boxen kriecht. Andere Songs sind typische BM Songs, heben sich dennoch von dem Sound vieler anderer Bands ab, weil sie eine ganze spezielle düstere und beklemmende Atmosphäre entfalten. „Deiform“ ist ein starkes Gesamtwerk ohne Schwächen. Die Produktion drückt mit Macht aus den Boxen und markanten Vocals von Arioch sind omnipräsent, setzen den Songs ihren Stempel auf, zumal sie sehr variabel sind. Mir persönlich gefallen die Vocals bei Funeral Mist auch deutlich besser , als bei den letzten Alben von Marduk, aber das nur so mal am Rande. Mein persönlicher Anspieltipp ist der 4. Song „Children of the Urn“ der mit Kindergesang beginnt und dann richtig Fahrt aufnimmt. Alleine dieser Song zeigt, das Arioch gerne Einflüsse neben dem BM, in seinen Alben verarbeitet. „Deiform“ ist kein Album für Alle, aber wer die vorherigen Alben in seiner Sammlung hat, kann sich das Album bedenkenlos zu legen.

Fazit: Funeral Mist haben mit „Deiform“ ihr bisher bestes Album veröffentlicht. Das Album bietet selbst nach mehreren Durchgängen immer noch Nuancen, welche es zu entdecken gilt. „Deiform“ zählt für mich zu den besten Werken aus dem vergangenen Jahr.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Twilight of the Flesh
  2. Apokalyptikon
  3. In Here
  4. Children of the Urn
  5. Hooks of Hunger
  6. Deiform
  7. Into Ashes

Bewertung: 5,5/6

@Mjöllnir/ Seelenfeuer 2022

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