Labelspecial: Plague Demon Records

Plague Demon Records ist 2020 in den USA entstanden. Das Ziel ist es dem Black Metal und Death Metal die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Seit September 2020 arbeitet das Label mit Blasphemous Creations of Hell zusammen und die Zusammenarbeit führte aktuell zu insgesamt 26 Veröffentlichungen innerhalb eines Jahres. Die Labels veröffentlichen dabei nur Bands, die sie auch selbst hören, so haben neben USBM Bands wie Namtaru auch Bands wie Old Pagan aus Deutschland oder Booze Serpent aus der Türkei ihren Weg hierhin gefunden. Zahlreiche weitere Veröffentlichungen sind derzeit in Planung.

Plague Demons Records haben mir einige der Veröffentlichungen zur Verfügung gestellt, die ich nun besprechen werde um das Label und deren Arbeit vorstellen. Die meisten Bands sind hier eher weniger bekannt! Die mir vom Label zur Verfügung gestellten Veröffentlichungen decken neben BM auch den Black/Death Metal Bereich ab.

Rezension: Booze Serpent – Slice of Death ( Plagues Demon Records 2021)

2019 entstand die türkische DM Formation Booze Serpent. 2020 veröffentlichte man eine erste EP und gerade erst folgte nun das erste Album „Slice of Death“. Das Album ist lupenreiner Death Metal, welcher auch schon in den 90ziger Jahren hätte erschienen sein können. Wer Suffocation oder Brutality kennt weiß was ihn erwartet. „Slices of Death“ ist rauer und roher Death Metal. Insgesamt haben 8 Songs ihren Weg auf das Album gefunden, die Spieldauer liegt bei etwas mehr als 26 Minuten.

Einziger Protagonist hinter der Band ist Serpent, welcher aber auch in einigen anderen Bands sein Unwesen treibt. Death Metal meist im Midtempobereich weiß auch heute noch zu überzeugen, wenn auch ich persönlich in den letzten Jahren weniger im DM Bereich aktiv war. Booze Serpent ist Death Metal, der mich persönlich sehr anspricht, technisch gut und die Produktion drückt ordentlich, man merkt einfach, das Serpent sein Handwerk versteht. Die Songs sind in ihrer Struktur dynamisch, brutal aber eben nicht zu komplex. „The Animal“ ist ein sehr geiler Song mit schön dynamischem Riffing und sehr starken Tempowechseln. „Live Brains!“ zeigt das gesamte Potenzial der Band. Ein Monstersong eben. Ein Kritikpunkt vielleicht ist die Spieldauer von nur knapp 26 Minuten, aber das ist nur ein persönliches Empfinden von meiner Seite.

Fazit: Wer Old School Death Metal etwas abgewinnen kann findet in Booze Serpent ein wirklich gute Band, deren Debütalbum alles das bietet was zu einem guten DM Album der 90ziger dazugehört.

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Intro / Dead Fak
  2. Man-Eating Plant
  3. Motel Hell
  4. They Live We Drink!
  5. The Best (Pumpkinhead)
  6. The Animal
  7. Live Brains!
  8. Resurrected in Chapman Labs
  9. Slices of Death

Bewertung: 5/6

Rezension: Goatthronsskullbonecrusher – Fallen Tyrant (Plagues Demon Records 2021)

Eine weitere bisher mir völlig unbekannte Band ist Goatthronesskullbonecrusher aus dem Saarland. Die Band orientiert sich dabei am schnellen, rasenden Death Metal. „Fallen Tyrant“ gerade erst erschienen umfasst insgesamt 4 Stücke und die Spieldauer liegt bei knapp 20 Minuten. Die Saarländer spielen rauen und rohen Death Metal, welcher meist im Hochgeschwindigkeitsbereich angesiedelt ist.

Die Saarländer sind schon lange in der Szene unterwegs und können bereits auf einige Veröffentlichungen zurückblicken, dennoch ist „Fallen Tyrant“ das erste Lebenszeichen nach längerer Abstinenz. Musikalisch legt die Band los wie die Feuerwehr und nur sehr selten nimmt die Band den Fuß vom Gaspedal. Die 4 Stücke sind in sich wenig komplex, dafür drücken sie mit aller Macht nach vorn und sind wahre Nackenbrecher. Spielerisch weisen die Stücke kaum Feinheiten auf, was aber nicht heißt das „Fallen Tyrant“ auf Dauer langweilig klingt! Die EP ist für mich eher so eine Veröffentlichung für zwischendurch um mal wieder kräftig die Nackenmuskulatur kreisen zu lassen. Die Song haben mir zu wenig Tiefgang sind aber auch nicht wirklich schlecht. Wer DM mag kann sich die EP in seine Sammlung einverleiben, wer jedoch eher, wie ich im BM verhaftet ist, sollte sich die EP vorher mal zu Gemüte führen. Die Vocals und die Produktion können überraschen, die Songs an sich nur bedingt.

Fazit: Goathronesskullbonecrusher melden sich mit „Fallen Tyrant“ zurück, leider haben sie es verpasst ihren Songs Innovationen oder Eigenständigkeit einzuhauchen. DM Puristen spricht die EP auf jeden Fall an.

Trackliste:

  1. I am the war
  2. Battle lust
  3. Goatthornsskullbonecrusher
  4. Fallen Tyrant

Bewertung: 4/6

Rezension: Old Pagan – The Sign of The Battle Dragon (Plagues Demon Records 2020)

Über die saarländischen BM Urgesteine Old Pagan gilt es keine großen Worte zu verlieren, denn seit vielen Jahren sind sie aktiv und von Veröffentlichung zu Veröffentlichung wir die Band besser. Ich hab die Band schon viele Male live erlebt und kann die Band nur Jedem ans Herz legen. „The Sign of the Battle Dragon“ ist kein neues Album, wurde aber letztes Jahr neu aufgelegt und steht nun einer breiteren Masse zur Verfügung. Inklusive Intro und Outro umfasst das Album insgesamt 9 Stücke und die Spieldauer liegt bei knapp einer halben Stunde.

Ich persönlich hab schon lange auf eine Wiederveröffentlichung des Albums gewartet und freue mich umso mehr, das nun seit letztem Jahr das Album einer breiteren Masse zugänglich ist. Die Stücke sind roh ins ungeschliffen und versprühen diese typische kalte und düstere Atmosphäre die BM nun mal aus macht! Das Schlagzeug holpert und auch die Vocals wissen zu gefallen. Im Vergleich zu aktuelleren Veröffentlichungen sind die Stücke roher und einfacher in ihrer Struktur, aber das ist es was mir persönlich gefällt. Wer eine Hochglanzproduktion erwartet wird enttäuscht sein, BM Puristen jedoch haben die Erstpressung eh in der Sammlung, wer jedoch das Original hat sollte sich die neue Auflage jedoch in seine Sammlung stellen. Lyrisch ist „The Sign of Battle Dragon“ back to the Roots, satanisch und düster.

Old Pagan haben 2006 mit „The Sign of the Battle Dragon“ ein starkes BM Album veröffentlicht, dass auch knapp 15 Jahre später als Wiederveröffentlichung zu überzeugen weiß! Klare Kaufempfehlung!

Hörbeispiel:

Trackliste:

  1. Intro
  2. Satanic Warlords
  3. Black Unholy Battle Dragon
  4. Die Fucking Nazarene
  5. Total Blood and War
  6. Ein Leben
  7. Thunder and Chaos
  8. Bloodsoil (Zyklon B cover)
  9. Outro

Bewertung: 5/6

@Mjöllnir/Seelenfeuer 2021

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